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Corona-Projekt in Mannheim: Eltern unterstützen Tests an Kitas – Stadt analysiert Pilotprojekt

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Von: Eliran Kendi

Mannheim - Ein großangelegtes Pilotprojekt an zehn städtische Kindertageseinrichtungen ist bereits vor Ostern zu Ende gegangen. Jetzt liegen die Ergebnisse vor:

In den zwei Wochen vor Ostern (22. März bis 01. April) haben zehn städtische Kitas an einem Testpilot zum Einsatz von Antigen-Schnelltests für Kinder teilgenommen. Die teilnehmenden Häuser haben sich in dieser Zeit in der Notbetreuung befunden. Die Eltern konnten zwischen Nasal- und Spucktests wählen. Nach Angaben der Stadtverwaltung sollen die Rückmeldungen positiv gewesen sein. Demnach ist das Interesse der Eltern an einer Beteiligung an den Antigen-Schnelltests grundsätzlich sehr groß gewesen. Teilweise haben sich alle Eltern der in Notbetreuung befindlichen Kinder an den Testungen beteiligt.

Corona-Schnelltests an Kitas in Mannheim: So werden symptomfreie Fälle schnell erkannt

Bezüglich der Testergebnisse kann bereits eins vorweggenommen werden: Im Laufe des Pilotprojekts ist kein Kind mit einem Schnelltest positiv auf Corona getestet worden.

Im Rahmen der anschließenden „regulären Testungen“ an Kitas seit der vergangenen Woche, hat sich ein Spucktest als positiv erwiesen. Dieser ist dann auch durch einen PCR-Test positiv bestätigt worden. Das Kind soll bis zur Testung symptomfrei gewesen sein.

Dies belegt, dass die Testungen funktionieren und sinnvoll sind, um auch asymptomatische Fälle frühzeitig zu erkennen und Infektionsketten schnellstmöglich durchbrechen zu können“, so der Mannheimer Familien- und Gesundheitsbürgermeister Dirk Grunert, der den Beschäftigten und den Eltern in den Einrichtungen für ihr Engagement und die Teilnahme an dem Modellprojekt dankt.

Corona-Schnelltests an Kitas in Mannheim: Eltern unterstützen mehrheitlich Projekt

Im Durchschnitt haben sich 73 Prozent der anwesenden Kinder (insgesamt 238 Kinder) an den Tests in der Pilotphase beteiligt. Unterschiede in der Beteiligung zwischen Krippen- und Kiga-Kindern sind nicht erkennbar.

In jüngster Vergangenheit haben wiederholt Eltern bundesweit gegen eine Testpflicht an Schulen demonstriert. Dabei ist unter anderem die Sorge kundgetan worden, die Kinder würden psychische Schäden von den Corona-Tests davontragen. Bezogen auf das Pilotprojekt in Mannheim scheint das unter den Kita-Eltern keine Mehrheitsmeinung sein. Die mit 85 % weit überwiegende Mehrzahl der teilnehmenden Eltern befürwortete auch eine dauerhafte Einführung der Selbsttestung von Kindern und würde auch an der Testung teilnehmen.

Corona-Schnelltests an Kitas in Mannheim: Ältere Kinder bevorzugen Spucktest

Eltern von Krippenkindern (0-3 Jahre) bevorzugen tendenziell den Nasaltest, Eltern von Kindergartenkindern (Kiga drei bis sechs Jahre) tendenziell den Spucktest. Je jünger die Kinder, desto eher wird der Nasaltest verwendet. Genau 39 Prozent der Krippenkinder haben den Spucktest genutzt; 61 Prozent den Nasaltest. 55 Prozent der Kiga-Kinder haben den Spucktest genutzt; 45 Prozent den Nasaltest.

Beide Testformen werden bei Kiga-Kindern überwiegend als relativ leicht handhabbar bewertet. Insgesamt wird im Vergleich der Spucktest als leichter in der Handhabung erlebt als der Nasaltest. Tendenz: Je älter die Kinder desto einfacher fällt der Spucktest.

Corona-Schnelltests an Kitas in Mannheim: Sehr wenig Testabbrüche während Projektlaufzeit

Krippenkinder reagieren überwiegend gelassen auf den Spucktest; eher ängstlich auf den Nasaltest. Die überwiegende Mehrzahl der Kiga-Kinder reagiert gelassen auf den Spucktest – beim Nasaltest sind die Reaktionen ausgewogen. Insgesamt würde eine leichte Mehrheit der Eltern (57 Prozent) für die dauerhafte Nutzung einen Spucktest vorziehen. Testabbrüche haben sehr selten stattgefunden und wenn, eher bei Krippenkindern als bei Kiga-Kindern. (PM/esk)

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