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Corona in Mannheim: Umfrage zeigt – Hälfte der Bürger findet Abschaffung der Maßnahmen gut

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Von: Daniel Hagen

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Mannheim - Corona-Fallzahlen und Inzidenzen – der Pandemie-Ticker von MANNHEIM24 hält Dich über die aktuelle Lage in der Quadratestadt auf dem Laufenden:

Update vom 11. März, 12 Uhr: Die Bürger sind beim geplanten Ende der tiefgreifenden Corona-Schutzmaßnahmen laut Umfragen gespaltener Meinung. Ab 20. März soll nach einem entsprechenden Gesetzentwurf nur noch ein stark eingeschränkter Basisschutz rechtlich möglich sein. Die Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen befragte vom 8. bis 10. März 1.345 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch. Demnach finden es 50 Prozent der Befragten richtig, dass die meisten Maßnahmen wegfallen. Fast genau so viele – nämlich 47 Prozent – finden es dagegen nicht richtig.

Eine Erhebung des Instituts YouGov mit 2.349 Befragten kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Demnach sehen 47 Prozent die Abschaffung der Maßnahmen gerechtfertigt, während 44 Prozent dagegen sind. Bundesweit bleiben soll nach der Neuregelung die Maskenpflicht in Fernzügen und Flugzeugen. Möglich sein soll sie ansonsten nur noch in
Pflegeheimen, Kliniken und öffentlichem Nahverkehr. Testpflichten kann es dann nur noch in Pflegeheimen und Schulen geben.

Corona in Mannheim: „Grob fahrlässig“ – Kretschmann kritisiert Bundesregierung

Update vom 10. März, 11:17 Uhr: Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat der Bundesregierung im weiteren Kampf gegen die Pandemie grobe Fahrlässigkeit vorgeworfen. Der Grünen-Politiker kritisierte die Pläne der Ampelregierung zum Corona-Schutz für die nächsten Monate. Es geht um eine neue Rechtsgrundlage, mit der nach dem von Bund und Ländern angepeilten Ende der meisten einschneidenden Alltagsbeschränkungen zum 20. März weiterhin Krisenmaßnahmen regional oder auf Landesebene möglich sein sollen. Aus Kretschmanns Sicht haben die Länder damit viel zu wenige Instrumente zur Hand. „Die Pandemielage ist sehr volatil, die Zahlen steigen derzeit wieder“, sagte Kretschmann am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb halte ich es für grob fahrlässig, wenn die Bundesregierung ohne Not wirksame Instrumente für den Notfall aus der Hand gibt.“

Vor allem das Tragen von Masken bleibe als sehr effektives Mittel zentral, sagte Kretschmann - es werde aber nach dem Entwurf massiv beschnitten. „Das ist kein wirksamer Basiskatalog, sondern ein Rumpfgerüst. Dazu wird uns hier ein Hauruck-Verfahren aufgezwungen, dass die die Länder außen vor lässt.“ Wenn das Infektionsgeschehen wieder an Dynamik gewinne, dann sehe das neue Infektionsschutzgesetz ein „extrem kompliziertes Hotspotkonzept“ vor. Den Ländern bleibe kaum Spielraum für schnelles, effektives Eingreifen. Die Reaktionsschnelligkeit sei aber der entscheidende Faktor für die erfolgreiche Kontrolle der Pandemie. Nach einem am Mittwoch bekanntgewordenen Entwurf, auf den sich Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Justizminister Marco Buschmann (FDP) verständigt haben, sollen über den Frühlingsbeginn hinaus weiter Masken- und Testpflichten als Basismaßnahmen greifen. In „Hotspots“ mit kritischerer Lage sollen umfassendere Maßnahmen möglich sein. Bund und Länder hatten beschlossen, dass zum 20. März alle tiefgehenderen Alltagsbeschränkungen wegfallen sollen.

Corona in Mannheim: Pandemie sorgt für überraschenden Rekord in Spitzenküchen

Update vom 9. März, 13:27 Uhr: Trotz und wohl auch wegen der Corona-Krise haben sich im vergangenen Jahr so viele Spitzenköchinnen und -köche einen Michelin-Stern für ihr Restaurant erkocht wie nie zuvor. So sind im neuen Restaurantführer „Guide Michelin“ erstmals 327 Restaurants mit den begehrten Sternen ausgezeichnet worden, wie Michelin am Mittwoch (9. März) in Hamburg bekannt gab. Im vergangenen Jahr lag die Zahl noch bei 310 Restaurants. Ein Grund für vielen Sterne sei die Corona-Krise, sagte der Direktor des „Guide Michelin“ für Deutschland und die Schweiz, Ralf Flinkenflügel, der Deutschen Presse-Agentur. Viele hätten sich in der Zeit hinterfragt und das habe der Kreativität in den Küchen gut getan.

Michelin-Sterne für Traube Tonbach
Torsten Michel, Küchenchef der Schwarzwaldstube, hat allen Grund sich zu freuen: Sein Restaurant hat die Sterne zurück bekommen. © Sebastian Gollnow/picture alliance/dpa

In Mannheim nach den Sternen gegriffen haben: „Opus V“ (2 Sterne), „Doblers“, „le Corange“ und „Marly“ (je 1 Stern). Die einzigen beiden Häuser in Baden-Württemberg, die mit der Bestbewertung von drei Sternen glänzen können, bleiben den Angaben zufolge das „Restaurant Bareiss“ und die „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt). Die „Schwarzwaldstube“ hatte sich mehr als 20 Jahre lang in Folge mit drei Sternen schmücken können, die Ehrung aber nach dem verheerenden Feuer Anfang 2020 vorübergehend verloren, als das Hotel „Traube Tonbach“ samt Restaurants abbrannte.

Corona in Mannheim: Inzidenz in BW steigt weiter – schon fast 14.500 Tote

Update vom 7. März, 9:47 Uhr: Das Landesgesundheitsamt (LGA) hat den fünften Tag in Folge einen Anstieg der 7-Tage-Inzidenz im Südwesten gemeldet. Es gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Sonntag (6. März, Stand: 16 Uhr) mit 1.485,7 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 1.450,8 gelegen, zum Monatsbeginn sogar nur bei 1.355,1. Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 14.970 neue Infektionen – ein Anstieg auf 2.264.608 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind mittlerweile 14.438 Menschen gestorben. Das waren 15 mehr als am Vortag. Experten gehen allerdings von einer hohen Zahl an Fällen aus, die in den Daten nicht erfasst sind. Ein Grund sind die begrenzten Kapazitäten etwa von Gesundheitsämtern, oft werden Kontakte nur noch eingeschränkt nachverfolgt. Zudem gibt es nach Einschätzung des Laborverbands ALM inzwischen eine größere Zahl von Menschen, deren Infektion nicht mehr über einen PCR Test bestätigt wird – diese Infektionen fließen damit nicht in die offiziellen Statistiken ein.

Corona in Mannheim: Ab morgen Novavax-Impfungen im KIZ Rosengarten – ohne Termin

Update vom 6. März, 8:47 Uhr: Der Impfpunkt am Uniklinikum Mannheim zieht am Montag (7. März) in die Nähe der Zentralen Notaufnahme in Haus 2. Dort können sich Mannheimer Bürgerinnen und Bürger, die keinen impfenden Hausarzt haben, gegen Corona schützen lassen. Angeboten werden Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen („Booster“) mit den Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna. Die kurzfristig verfügbaren Impftermine können direkt online vereinbart werden: www.umm.de/impfpunkt/.

Der Impfpunkt am Universitätsklinikum in Haus 2, Ebene 1 (Erdgeschoss), ist Montag, Dienstag, Donnerstag und Freitag von 8:30 bis 16:30 Uhr geöffnet, mittwochs von 8:30 bis 12:30 Uhr. Der Zugang zum Impfpunkt ist über die Eingänge West und Ost (am Neckarufer) ohne Corona-Test möglich. Impflinge sollen ihre Krankenversichertenkarte und - falls vorhanden - ihren gelben Impfpass mitbringen.

Corona in Mannheim: Novavax-Impfungen im KIZ ab Montag – mit oder ohne Termin

Update vom 5. März, 9:56 Uhr: Im Kommunalen Impfzentrum (KIZ) im Rosengarten sind ab Montag (7. März) für alle ab 18 Jahren die Impfungen mit dem Impfstoff von Novavax möglich. Das Angebot richtet sich an Personen mit Hauptwohnsitz in Mannheim. Auch Personen, die in Mannheim arbeiten und von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, können sich im KIZ im Rosengarten impfen lassen. In diesem Fall kann zur Terminbuchung die Postleitzahl des Arbeitgebers angegeben werden. Die zweite Impfung ist ab drei Wochen nach der Erstimpfung empfohlen. Die Termine für die Zweitimpfung werden bei der Erstimpfung im KIZ vergeben. Weitere Infos und Terminanmeldung im KIZ: www.mannheim.de/kiz.
 
Hintergrund: Zunächst stand das Angebot zur Terminbuchung für den Novavax-Impfstoff nur Personen, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind und in Mannheim wohnen beziehungsweise arbeiten, zur Verfügung. Damit soll ihnen, für den Fall, dass sie bisher noch keine Impfung erhalten haben, noch vor dem Start der einrichtungsbezogenen Impfpflicht am 15. März, die Möglichkeit zu einer ersten Impfung mit dem Impfstoff von Novavax gegeben werden. Da ausreichend Impfstoff zur Verfügung steht, wird der Personenkreis zur Novavax-Impfung im KIZ im Rosengarten mit und ohne Termin nun erweitert. Im Impfbus oder bei den städtischen Vor-Ort-Impfangeboten kann der Impfstoff von Novavax aus organisatorischen Gründen nicht angeboten werden. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, sich bei der Hausarztpraxis oder bei den Impfstützpunkten im Auftrag der Stadt nach der Verfügbarkeit des Impfstoffs von Novavax zu erkundigen.

Corona in Mannheim: Ab sofort! Was beim Besuch in Klinik oder Pflegeheim nicht mehr nötig ist

Update vom 4. März, 9:41 Uhr: Wer seine Angehörigen in einem Krankenhaus oder Pflegeheim besuchen möchte, muss künftig in Baden-Württemberg und somit auch in Mannheim keine Kontaktdaten mehr hinterlassen. Die Landesregierung hat die Vorgaben dazu angepasst. Die neue Regelung gilt ab Freitag, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in Stuttgart am Donnerstag (3. März) mitteilt.

Bislang mussten Besucherinnen und Besucher in Kliniken oder Altenheimen im Südwesten ihre Kontaktdaten angeben, damit mögliche Corona-Infektionsfälle besser nachvollzogen werden können. Für den Besuch im Restaurant oder Café war die Pflicht, seine Kontaktdaten anzugeben, bereits Mitte Februar weggefallen. Die Gesundheitsämter im Land verfolgen bereits seit November 2021 nur noch einen Teil der Infektionsketten. Bis zuletzt konzentrierten sich die Ämter vor allem auf größere Ausbrüche und Infektionen in Alten- und Pflegeheimen.

Corona in Mannheim: Schon über 60.000 Infizierte seit Pandemie-Beginn

Update vom 3. März, 10:41 Uhr: Mit einer 7-Tage-Inzidenz von aktuell laut RKI 1.904,9 hat die Stadt Mannheim den zweithöchsten Wert in ganz Baden-Württemberg: Nur der Landkreis Freudenstadt hat mit 2.183,9 einen noch alarmierenden Wert. Hinter der Quadratestadt rangiert übrigens der Rhein-Neckar-Kreis (1.895,5) auf dem unrühmlichen dritten Platz im Ranking.

Corona in Mannheim: Hunderte Covid-Patienten liegen in BW auf Intensivstationen

Update vom 2. März, 8:40 Uhr: Die Zahl der infizierten Corona-Patienten auf den Normalstationen der baden-württembergischen Krankenhäuser geht zwar leicht zurück, sie bewegt sich aber weiter auf hohem Niveau. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) wurden am Dienstag (1. März) noch 1.594 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung isoliert auf Normalstationen der Kliniken behandelt, das waren 18 weniger als am Vortag und 124 weniger als in der Woche zuvor. Weitere 271 infizierte Patienten sind schwerer erkrankt und liegen auf Intensivstationen (Vorwoche: 285).

Allerdings werden nach den Erfahrungen der Baden-Württembergischen Krankenhausgesellschaft etliche Infizierte gar nicht wegen Corona in einer Klinik aufgenommen, sondern weil sie sich verletzt haben oder an einer anderen Erkrankung leiden. „Nach den Berichten aus den Krankenhäusern steigt die Zahl derer, die mit und nicht wegen Corona im Krankenhaus sind, im Verhältnis an“, heißt es auch bei der Krankenhausgesellschaft. Dies liege unter anderem an der generell sehr hohen Zahl von Infizierten. Außerdem sind viele Menschen doppelt geimpft oder geboostert und somit besser geschützt gegen schwere Krankheitsverläufe, die oft auf den Intensivstationen enden.

Corona in Mannheim: Zwei weitere Infizierte in Krankenhäusern gestorben

Update vom 1. März, 9:54 Uhr: Wie die Stadt Mannheim mitteilt, sind dem Gesundheitsamt am Montag (28. Februar) zwei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden. Ein über 70 Jahre alter Mann verstarb in einem Mannheimer Krankenhaus, ein über 80 Jahre alter Mann verstarb in einem Krankenhaus außerhalb Mannheims. Insgesamt hat es in der Quadratestadt seit Pandemie-Beginn laut RKI 441 Opfer gegeben, die an oder mit Covid-19 gestorben sind.

Corona in Mannheim: Ab sofort unangemeldete Kontrollen der Teststellen

Update vom 28. Februar, 10:36 Uhr: Um die Einhaltung der Hygienevorschriften, die korrekte Durchführung von Tests sowie eine korrekte Dokumentation in den Teststellen im Land zu gewährleisten, hat das Gesundheitsministerium den Dienstleister Minerva CustomerCare Consulting damit beauftragt, die Teststellen im Land flächendeckend zu kontrollieren. Die unangekündigten Kontrollen sind bereits in vollem Gange und finden in allen 44 Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg statt.

„Es ist elementar für die Bekämpfung der Pandemie, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Teststellen korrekt arbeiten und die Bürgerinnen und Bürger auf die Richtigkeit ihres Testergebnisses vertrauen können“, sagte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Freitag (25. Februar) in Stuttgart. „Selbstverständlich haben wir die Teststellen immer schon im Blick. Die Gesundheitsämter beauftragen und genehmigen die Teststellen und kontrollieren sie anschließend auch. Der Dienstleister, den wir jetzt beauftragt haben, unterstützt die Gesundheitsämter und Ortspolizeibehörden bei dieser Aufgabe und überprüft Teststellen, bei denen Hinweise auf Mängel vorliegen. Das Hauptaugenmerk bei den Kontrollen liegt vor allem auf der korrekten Einhaltung der Hygieneanforderungen und auf der korrekten Durchführung der Tests, insbesondere auch der Probenahme.

Corona in Mannheim: Impfungen ohne Termin am Rosenmontag

Update vom 27. Februar, 14 Uhr: Auch am Rosenmontag (28. Februar) ist es für Mannheimer möglich, sich verschiedenen Orts ohne Termin gegen das Corona-Virus impfen zu lassen. Bei den Impfangeboten der Stadt Mannheim sind Erst-, Zweit- und Drittimpfungen (sogenannte Auffrischungs- oder Boosterimpfungen) sowie Viertimpfungen (zweite Auffrischungsimpfung) für besonders gefährdete Personengruppen möglich. Geimpft wird mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna. Wie von der STIKO empfohlen, erhalten unter 30-Jährige aktuell den Impfstoff von Biontech. Impftermine für den Impfstoff von Novavax stehen zunächst nur Personen, die unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht fallen, zur Verfügung.

Es sind Impfungen für alle Menschen ab 12 Jahren möglich. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen von einer erziehungsberechtigten Person begleitet werden. Für die Impfung vor Ort wird ein Ausweisdokument benötigt. Ebenso wird darum gebeten, die Krankenkassenkarte und den Impfpass (falls vorhanden) mitzubringen. Wer keinen Impfpass hat, erhält vor Ort eine Bescheinigung. Geimpft wird an folgenden Orten jeweils von 12 bis 18 Uhr:

Fallzahlen – Das ist der Stadtteil mit den meisten Corona-Fällen

Update vom 26. Februar, 11:15 Uhr: Das Gesundheitsamt der Stadt Mannheim bestätigte gestern drei weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus in Mannheim. Eine über 90 Jahre alte Frau und zwei über 80 Jahre alte Frauen verstarben in Mannheimer Pflegeeinrichtungen. Insgesamt hat es in Mannheim damit seit Beginn der Pandemie 438 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben.

Für die Kalenderwoche 7 (14. bis 20. Februar) meldet das Gesundheitsamt die meisten aktiven Covid-19-Fälle für den Stadtteil Käfertal (622). Es folgen die Neckarstadt-Ost (618), Neckarau (581) und Innenstadt/Jungbusch (540). Seit Ende November gab es mit einem wöchentlichen Durchschnittswert von 666,7 die höchste 7-Tage-Inzidenz im Stadtteil Schönau, gefolgt von Vogestang (632,7) und Waldhof (619,3).

Corona in Mannheim: Kultusministerin macht Hoffnung – Bald wieder Klassenfahrten möglich?

Update vom 25. Februar, 9:11 Uhr: Gute Nachricht für hunderttausende Schüler in Baden-Württemberg! Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) hofft, dass Klassenfahrten ab dem 20. März wieder möglich sein werden. „Auch ins Ausland. Das ist unser Plan. Ich sehe auch nicht ein, dass jeder wegfahren darf, nur Schülergruppen nicht“, sagte Schopper der „Badischen Zeitung“ am heutigen Freitag (25. Februar). Die Kinder und Jugendlichen seien etwa mit ihren Eltern beim Skifahren. Dann könnten sie auch mit ihrer Klasse eine Woche ins Landschulheim. „Ich gehe auch davon aus, dass bis in den Sommer hinein auch Schulfeste oder Abschlussfeiern möglich sein werden. Wie es dann im Herbst weitergeht, lässt sich schlecht vorhersagen.“ Dies hänge stark von der Impfquote auch unter Schülerinnen und Schülern ab und ob es weitere neue Varianten geben werde.

Corona in Mannheim: Marke erstmals überschritten – Über zwei Millionen Infizierte in BW

Update vom 24. Februar, 10:20 Uhr: In Baden-Württemberg hat die Zahl der registrierten Corona-Infektionen am Mittwoch (23. Februar) die Schwelle von zwei Millionen Fällen überstiegen. Nach Angaben des Landesgesundheitsamtes (LGA) haben sich innerhalb eines Tages 31.807 Menschen angesteckt, insgesamt sind nun seit Beginn der Pandemie 2.002.150 bestätigte Ansteckungsfälle bekannt (Stand: 16 Uhr). Weitere 48 Menschen starben bis zum Mittwoch am Coronavirus oder im Zusammenhang damit, insgesamt sind es 14.157, wie aus dem Tagesbericht des LGA hervorgeht.

Die 7-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg bei Corona-Neuinfektionen hat weiter abgenommen, ist aber weiter auf einem hohen Niveau. Innerhalb einer Woche wurden bei 1.494,3 Menschen je 100.000 Einwohner Ansteckungen mit dem Coronavirus nachgewiesen – 31,3 weniger als am Vortag. In der Vorwoche hatte der Wert noch 1.642,8 betragen. Auf den Intensivstationen im Land wurden am Mittwoch 291 Covid-Patientinnen und -Patienten behandelt, ein Anstieg um sechs Menschen und etwas mehr als vor einer Woche (283). Im Moment sind den Angaben nach 13,2 Prozent der Intensivbetten mit Covid-Erkrankten belegt – 12,9 Prozent waren es am Vortag.

Corona in Mannheim: Ab diesem Termin gibt es Novavax-Impfstoff im KIZ Rosengarten

Update vom 23. Februar, 10:07 Uhr: Termine für die Erstimpfung mit dem Impfstoff von Novavax für Betroffene der einrichtungsbezogenen Impfpflicht ab 18 Jahren sind ab sofort im Kommunalen Impfzentrum im Rosengarten (KIZ) buchbar. Die ersten Impftermine dort finden am 7. März statt. Die zweite Impfung ist dann drei Wochen nach der Erstimpfung vorgesehen. Die Termine für die Zweitimpfung werden bei der Erstimpfung im KIZ vergeben. Neben Mannheimerinnen und Mannheimern können sich auch Personen, die in Mannheim arbeiten und von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, im KIZ Rosengarten impfen lassen. Sollte der Impfstoff früher geliefert werden, wird die Stadt ihn auch entsprechend früher zur Verfügung stellen.

Impfungen mit dem Impfstoff von Novavax sind vorerst nur über die Terminbuchung im Kommunalen Impfzentrum möglich und stehen zunächst nur Personen, die von der einrichtungsbezogenen Impfpflicht betroffen sind, zur Verfügung. Damit soll ihnen, für den Fall, dass sie bisher noch keine Impfung erhalten haben, noch vor dem Start der einrichtungsbezogenen Impfpflicht am 15. März die Möglichkeit zu einer ersten Impfung mit dem Impfstoff von Novavax gegeben werden.

Corona-Impfstoff von Novavax
Eine Ampulle mit dem Corona-Impfstoff von Novavax steht auf einem Tisch bereit. © Alastair Grant/AP/dpa/Archivbild

Das Land Baden-Württemberg hat der Stadt Mannheim die Lieferung des Impfstoffs von Novavax bis zum 7. März zugesagt. Bisher noch nicht geimpfte Personen, die unter die einrichtungsbezogene Impfpflicht fallen, haben die Möglichkeit, sich einen Termin im Kommunalen Impfzentrum im Rosengarten zu buchen. Infos und Terminanmeldung online unter www.mannheim.de/kiz.

Corona in Mannheim: Historiker sieht Änderung bei Demos – „Impfen mobilisiert stärker als...“

Erstmeldung vom 22. Februar: Seit fast zwei Jahren gehen Menschen im ganzen Land auf die Straße, um gegen die harten Corona-Maßnahmen zu demonstrieren. Dabei treffen Personen mit echten Ängsten auf Verschwörungsideologen und Rechtsextreme, die die Corona-Pandemie für ihre Zwecke nutzen wollen. Waren es am Anfang noch sogenannte Querdenker-Demos, laufen die Teilnehmer heute bei „Spaziergängen“ durch die Städte. Auch in Mannheim sind seit Monaten jeden Montagabend Gegner der Maßnahmen unterwegs, obwohl diese Art der Versammlung eigentlich verboten worden ist. Historiker Philipp Gassert von der Universität Mannheim sieht zudem eine weitere Änderung bei den Demos, die durch die Impfpflicht-Diskussion dazugekommen ist.

Corona in Mannheim: Historiker beobachtet Änderungen bei Corona-Demos

„Die Impfung ist ein Eingriff in den eigenen Körper und mobilisiert stärker als die Einschränkungen durch die Corona-Maßnahmen“, erklärt der Historiker. Zuvor habe vor allem die Ablehnung der Corona-Maßnahmen im Vordergrund gestanden. Grundsätzlich gingen die Menschen auf die Straße, um ihrer Frustration und ihrer Wut über diese Situation, die jeden betreffe, Ausdruck zu verleihen, sagt der Inhaber des Lehrstuhls für Zeitgeschichte. Es sei nicht überraschend, dass es zu Protesten komme bei solch starken Eingriffen in den Alltag und die Grundrechte wie in der Corona-Pandemie. „Es wäre überraschend, wenn solche Proteste trotz dessen ausbleiben würden.“

...und laufen durch die Stadt, um ein Zeichen gegen die Corona-Politik zu setzen.
Ein Historiker aus Mannheim beobachtet eine Veränderung bei Corona-Demos. © Julian Buchner/Einsatz-Report24

Die Zusammensetzung bei den Demonstrationen und sogenannten „Spaziergängen“ ist aus Sicht Gasserts sehr heterogen. Inzwischen habe aber eine Zuspitzung durch radikale Gruppen, durch die AfD und offen Rechtsextreme stattgefunden. „Ein solcher Trittbrettfahrer-Effekt ist nicht unüblich, wenn Themen eine so breite Resonanz erfahren.
Zugleich wissen wir: Je breiter der Protest, desto heterogener sind die Teilnehmenden.“ Der Großteil der Teilnehmenden richte sich nicht gegen die verfassungsmäßige Grundordnung, sondern sei verunsichert
und versuche auch, sich auf der Straße zu orientieren, erklärt Gassert.

Corona in Mannheim: „Spaziergänger“ orientieren sich an Pegida

Gassert erkennt in den aktuellen Corona-Demos zudem Bezüge zu früheren Protestbewegungen und betonte zugleich: „Protestierende sehen sich immer in der Tradition eines früheren Widerstands.“ Die Demos gegen die Corona-Politik hätten etwa den Begriff der sogenannten Spaziergänge übernommen von der Pegida-Bewegung, die sich durch eine migrationsfeindliche Agenda auszeichnete. Das Katz-und-Maus-Spiel mit der Polizei und die Umgehung des Versammlungsrechts kenne man ebenfalls von Pegida. „Doch auch die 68er Bewegung hat bereits auf ähnliche Weise versucht, sich der Kontrolle durch die Polizei zu entziehen“, sagt der Historiker. (dh/pek/dpa)

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