Großveranstaltungsverbot

Wegen Corona: CSD in Mannheim abgesagt!

Mannheim - Er gehört inzwischen zur Quadratestadt wie das Stadtfest oder der Maimarkt - der Christopher Street Day. Dieses Jahr findet der CSD allerdings nicht statt:

Es sind Zeiten, in denen wenig ist, wie es bislang war. Das neuartige Coronavirus breitet sich auch in Baden-Württemberg und in Mannheim. Um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen, werden Kitas, Schulen und Läden geschlossen, das öffentliche Leben weitgehend herunter gefahren. In der Öffentlichkeit gilt es einen Mindestabstand zu anderen menschen einzuhalten. Bis zum 31. August sind bundesweit auch alle Großveranstaltungen verboten. 

Das betrifft auch eine der beliebtesten „Demonstrationen“ in der Quadratestadt und in der Region - den Christopher Street Day. „Schweren Herzens müssen wir Euch leider mitteilen, dass der diesjährige Christopher-Street-Day, wie er bisher geplant war, unter den aktuellen Umständen leider so nicht stattfinden kann“, schreibt der CSD Rhein-Neckar, der den bunten Festumzug seit vielen Jahren organisiert. 

Wegen Corona: CSD 2020 in Mannheim abgesagt!

Leicht haben sich die Veranstalter die Entscheidung nach eigenen Angaben nicht gemacht. Aber zum „Schutz der Gesundheit aller“ und „aus Respekt gegenüber den Schwächeren unserer Gesellschaft“ sei die Absage des CSD 2020 in Mannheim „die einzig sinnvolle Entscheidung“, sagt Sabrina Brunk vom CSD Rhein-Neckar. Dennoch ist es dem CSD wichtig, „trotz außergewöhnlicher Zeiten“ seine Forderungen öffentlich zu machen und und sichtbar zu sein.

Weltweit feiern Millionen Menschen jedes Jahr im Sommer den Christopher Street Day: Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender gehen auf die Straße gehen und demonstrieren gegen Diskriminierung und Ausgrenzung. Seit 2001 findet die „Gay Pride“ auch in Mannheim statt. Zehntausende kommen zur „verrücktesten Party des Jahres“ in die Innenstadt. Mit weit über 100.000 Besuchern ist der Mannheimer CSD inzwischen der fünftgrößte in Deutschland - nach Köln, Berlin, Hamburg und Stuttgart.

Aktionen am Tag gegen Homophobie geplant

Gemeinsam mit der Stadt Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar wolle man weiterhin aktiv sein. So plane man für den „IDAHOBIT“ (Internationaler Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie) am 17. Mai gemeinsame Aktionen mit Partnervereinen in der Metropolregion. Aktionen, die unter den aktuellen Corona-Auflagen möglich sind, sollen auch zur „Pride-Week“ vom 1. bis 8. August stattfinden. 

pm/rmx

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Katja Becher

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