Schlechter Scherz oder echte Gefahr?

Bombendrohung in Mannheim: Rathaus evakuiert – weitere Städte betroffen

Mannheim - Im Rathaus geht am Morgen eine Bombendrohung ein. Das Gebäude wird durchsucht, aber nichts gefunden. Doch auch in Leipzig, Augsburg und Essen gehen Drohungen ein.

  • Das Rathaus von Mannheim wird wegen einer Bombendrohung evakuiert.
  • Auch die Rathäuser in Augsburg, Essen und Leipzig erhalten eine Drohung.
  • Das Polizeipräsidium Mannheim überpüft, ob es einen Zusammenhang gibt.

Der Arbeitstag der Mitarbeiter im Rathaus von Mannheim beginnt am Freitagmorgen (3. Juli) mit einem Schock. Eine bislang unbekannte Person hat eine Bombendrohung geschickt. Auf welchem Wege ist bislang noch unklar. Sofort rufen die Angestellten die Polizei, die sich an die Arbeit macht. Das Gebäude wird evakuiert, der Bereich darum weiträumig abgesperrt. Auch die Bahnen müssen kurzzeitig unterbrochen werden. Kurz nach 8 Uhr stehen rund 60 Mitarbeiter auf der Straße, während die Hundestaffel ihre Büros und alle anderen Räume des Rathauses durchsucht. Unter den Evakuierten befinden sich nach Informationen des "Morgenweb" auch Oberbürgermeister Peter Kurz und Erster Bürgermeister Christian Specht. Gegen 9:30 Uhr gibt die Polizei Mannheim Entwarnung – kein Sprengstoff gefunden!

Bombendrohung in Mannheim: Vier Rathäuser in Deutschland gleichzeitig evakuiert

Doch was steckt hinter der Bombendrohung? Wollte sich jemand einen schlechten Scherz erlauben oder besteht eine echte Gefahr? Denn etwa zur selben Zeit gehen auch in drei weiteren deutschen Rathäusern solche Drohungen ein – und zwar in Leipzig, Essen und Augsburg. Dort werden die Gebäude ebenfalls evakuiert und durchsucht. Glücklicherweise befindet sich nirgendwo Sprengstoff. Doch wie groß ist der Zufall, dass vier Personen an vier Rathäuser zur selben Zeit eine Bombendrohung schicken? Ob die Taten in Zusammenhang stehen, wird nun auch im Polizeikommmissariat Mannheim untersucht.

Bombendrohungen in Mannheim: Ähnliche Vorfälle vor einem Jahr

Das Rathaus in Mannheim muss wegen einer Bombendrohung geräumt werden. (Archivfoto)

Der Vorfall erinnert stark an eine Welle von Bombendrohungen im März 2019. Damals waren die Rathäuser von Kaiserslautern, Heilbronn, Augsburg, Göttingen, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein im Visier eines oder mehrerer Unbekannten. Auch damals wurde kein Sprengstoff gefunden. Ende letzten Jahres erhielten mehrere Moscheen des türkisch-islamischen Dachverbands Ditib in Duisburg, Mannheim und Mainz sowie die Linken-Parteizentrale in Berlin Bombendrohungen. Diese waren unterzeichnet von dem rechtsextremen Netzwerk „Combat 18“. (pol/dh)

Rubriklistenbild: © MANNHEIM24/Peter Kiefer

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