Antisemitismus-Vorwürfe 

Warum ARD-Sender keine Roger Waters-Konzerte präsentieren 

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ARD-Sender reagieren auf Antisemitismus-Vorwürfe und präsentieren keine Roger Waters-Konzerte. 

Berlin/Mannheim - Mehrere ARD-Sender verzichten auf eine Präsentation der Konzerte von Pink-Floyd-Star Roger Waters in Deutschland. Was das für das Konzert in Mannheim bedeutet:

Der RBB teilte am Montag mit, damit reagiere der Sender auf die Antisemitismus-Vorwürfe gegen Waters. Waters' Auftritte am 1. und 2. Juni 2018 in Berlin würden nicht von den RBB-Wellen Antenne Brandenburg und radioBerlin 88,8 präsentiert.  

Konzert in Mannheimer SAP Arena 

Auch das Gastspiel im Sommer 2018 in der Mannheimer SAP Arena ist davon betroffen. Wie der „Mannheimer Morgen" berichtet, habe „die offen antiisraelische Haltung Roger Waters’“ den Südwestrundfunk veranlasst, die Kooperation bei diesem Konzert zu beenden. Konkret bedeutet das, dass auf der Seite des SWR1 nicht mehr ausdrücklich auf das Roger Waters-Konzert in der SAP Arena hingewiesen wird. 

Waters gilt als Unterstützer der BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestitionen und Sanktionen). Die internationale Bewegung setzt sich für Sanktionen und einen Boykott Israels wegen der Palästinenserpolitik ein. Diese Bewegung hat die gezielte wirtschaftliche, kulturelle und politische Isolation des Staates Israel zum Ziel. 

Bedenklich: Zu Waters‘ Bühnendekoration gehört auch ein riesiges Plastik-Schwein mit aufgemaltem Davidstern, das er symbolisch mit einer Maschinenpistole abschießt.   

Nicht nur boykottiert er selbst Israel, auch übt er massiven Druck auf Musikerkollegen aus, um sie von Auftritten im jüdischen Staat abzuhalten.

Waters wirft dem Staat Israel außerdem vor, dass er die Araber so behandle, wie Nazideutschland mit den Juden umgegangen sei. „Nur ist es diesmal das palästinensische Volk, das ermordet wird“, zitiert die  Zeitung Jüdische Allgemeine den ehemaligen Pink-Floyd-Chef.

Der Sender RBB setzt mit der Aktion auch ein Zeichen gegen die Boykott-Aufrufe des Sängers zu Israel-Auftritten anderer Künstler. „Hier klar Position zu beziehen, ist für den RBB ein wichtiges Signal auch an die jüdischen Gemeinden in Berlin und Brandenburg“, erklärte Intendantin Patricia Schlesinger. 

Andere ARD-Anstalten, unter anderen der Westdeutsche Rundfunk (WDR) und der Norddeutsche Rundfunk (NDR), haben ebenfalls eine Präsentation von Waters verzichtet. 

dpa/kp

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