Nach Zugunglück in Mannheim

Bahngewerkschaft zeigt Güterzug-Betreiber an!

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Die Lok des Güterzugs ist von den Gleisen gesprungen, im Kiesbett gelandet.

Das Zugunglück vom Mannheimer Hauptbahnhof – noch immer sind einige wichtige Fragen ungeklärt! Jetzt stellt die Bahngewerkschaft Strafanzeige gegen die Betreiber des Güterzuges.

Das verheerende Zugunglück am Mannheimer Hauptbahnhof mit 35 Verletzten. Am 1. August gegen 20:52 Uhr hatte ein Güterzug den Eurocity 216 gerammt, dabei zwei Waggons mit 110 Passagieren umgestoßen. Der 60-jährige Lokführer hatte mehrere Haltesignale ignoriert (MANNHEIM24 berichtete).

Zweieinhalb Wochen danach macht die Eisenbahnverkehrsgewerkschaft (EVG) ernst, will jetzt Strafanzeige gegen die niederländische Betreiberfirma stellen!

Wie ein EVG-Sprecher der "Stuttgarter Zeitung" bestätigte, lauten die Vorwürfe auf Körperverletzung und gefährlichen Eingriff in den Zugverkehr.

Hintergrund: Das Unternehmen in Rotterdam habe nach wie vor noch immer nicht mitgeteilt, welche Qualifikation der Lokführer hat. Es soll sich bei dem 60-Jährigen um einen Leiharbeiter handeln. Staatsanwaltschaft und Bundespolizei ermitteln bereits gegen ihn wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Der Tag nach dem Zugunglück in Mannheim

Die Bahngewerkschaft kritisiert laut "Stuttgarter Zeitung", dass die Identität des Lokführers weiter unklar sei. Die Niederländer sollen hingegen in einer Pressemitteilung mitgeteilt haben, dass der Mann vollständig ausgebildet sei.

Bei dem Zugunglück war laut Schätzungen der Deutschen Bahn an Waggons, Gleisen, Weichen sowie Leit- und Sicherungstechnik ein Schaden von mehreren hunderttausend Euro entstanden.

pek

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