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Musste der 20-Jährige wegen 2.400 Euro sterben?

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Von: Peter Kiefer

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Die Treppen zum Polizeirevier H 4 sind übersät mit Blumen, Kerzen und lieben Worten. Mittendrin das Foto des Opfers Mustafa A. (20). © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Der sinnlose Tod eines erst 20-Jährigen, der sein Leben noch vor sich hatte. Jetzt scheint Gewissheit über den nichtigen Grund für den tödlichen Streit zu bestehen – es geht um Geld!

Die unfassbare Bluttat vor dem Polizeirevier im Quadrat H 4. Der 20-jährige Mustafa A. war nach heftigen Streitigkeiten mit einem Messer tödlich verletzt worden (MANNHEIM24 berichtete).

Der mutmaßliche 21-jährige Täter, der sich noch in der Tatnacht der Polizei gestellt hatte und gegen den Haftbefehl wegen Totschlags erlassen wurde, sitzt im Gefängnis in U-Haft, schweigt aber.

Ein Streit um 2.400 Euro zwischen dem Vater (44) des Opfers und dem Inhaftierten war eskaliert. Im folgenden Handgemenge erhielt der 44-Jährige mehrere Messerstiche in Gesäß und Oberschenkel.

"In der Auseinandersetzung ging es um Arbeitslohn, den der 21-jährige Tatverdächtige noch am Mittag vom Vater des Opfers, dem Betreiber einer Baufirma, bekommen hatte", bestätigt Oberstaatsanwalt Andreas Grossmann gegenüber MANNHEIM24.

Dem mutmaßlich späteren Täter war dies wohl zu wenig.

Nach wie vor drohen dem Polizisten, der zur Tatzeit alleine im Revier war, keine juristischen Konsequenzen – auch nicht wegen unterlassener Hilfeleistung.

"Dafür besteht nach derzeitigem Erkenntnisstand keine Veranlassung", erklärt Grossmann. Man wolle jedoch zunächst Mal alle Zeugen hören und die weiteren Ermittlungen abwarten. Sollte es Hinweise auf ein falsches Verhalten des Beamten geben, würde man tätig werden.

Die drei weiteren Tatbeteiligten, die kurzzeitig festgenommen wurden, sind nach ihren Aussagen wieder auf freiem Fuße.

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