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In Ramadan-Grußwort – Mannheimer OB mit wichtiger Bitte an Muslime

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Von: Peter Kiefer

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Mannheim - In seinem Grußwort an die muslimischen Gemeinden appelliert OB Kurz, auch im Ramadan im Kampf gegen Corona weiter Maske zu tragen und Abstand zu halten:

Am 1. April hat der weltweite Fastenmonat Ramadan begonnen. Dazu übermittelt Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD) traditionell allen Mitgliedern der muslimischen Gemeinden Mannheims seine Grüße – auch im Namen des Gemeinderates und der Verwaltung der Stadt Mannheim. Doch dieses Mal hat Kurz aus aktuellem Anlass auch eine besonderes Anliegen.

StadtMannheim (Baden-Württemberg)
Einwohnerzahl309.721 (Stand: 31. Dezember 2020)
Fläche145 km²
OberbürgermeisterDr. Peter Kurz (SPD)

Fastenmonat Ramadan – das Grußwort von OB Kurz im Wortlaut

In seinem Grußwort an die muslimischen Gemeinden in Mannheim schreibt OB Dr. Kurz wörtlich: „In diesem Jahr fällt der muslimische Fastenmonat Ramadan in den Monat April, in dem auch die beiden anderen großen Buchreligionen hohe religiöse Festtage begehen.

Und wie der ‚Monat des Koran‘ mit der ‚Laylat al-Qadr‘, der Nacht der Bestimmung und der Nacht des Friedens (Sure 97, Vers 5) am 27. April, ist auch das christliche Osterfest eine heilige Zeit, in der die Gläubigen weltweit für den Frieden und für eine Welt ohne Gewalt und Krieg beten. Beim Pessachfest erinnern die Gläubigen der Leidensgeschichte des jüdischen Volkes mit der Flucht aus Ägypten.

Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD).
Mannheims Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz (SPD). © Stadt Mannheim/Ben van Skyhawk

Alle in Mannheim geschockt über Ukraine-Krieg

Wir alle stehen derzeit fassungslos unter dem Eindruck des Krieges gegen die Ukraine, mit seinen unschuldigen zivilen Opfern, dem unermesslichen Leid der Familien, den zerbombten Städten, den Millionen Menschen auf der Flucht und der nicht absehbaren weiteren Gewalteskalation, wie es die grausamen Ereignisse in der Stadt Butscha von diesem Wochenende befürchten lassen.

Wir vergessen dabei aber auch nicht die Menschen in Syrien, wo der Krieg bereits im zwölften Jahr täglich neue Opfer fordert und ein ganzes Land in Trümmer legt.

OB Kurz: „Religion als Quelle der Hoffnung“

Mit diesen Bildern vor Augen müssen wir schmerzlich erkennen, wie verletzlich das hohe Gut des Friedens auch im 21. Jahrhundert bleibt. Umso wichtiger ist es aber auch, gerade im Angesicht der Brutalität und Menschenverachtung des Krieges, die Hoffnung und den Glauben an eine friedliche Welt niemals zu verlieren. Der Glaube an und die Hoffnung auf Frieden sind die unverzichtbare Voraussetzung dafür, nicht vor der zerstörerischen Logik des Krieges zu resignieren.
 
Gläubige Menschen wissen ihre Religion als eine unversiegbare Quelle der Hoffnung, des Trostes und der Zuversicht. Und insbesondere im Fastenmonat Ramadan – entsprechend der vorösterlichen Fastenzeit der Christen – dient diese Zeit der Entbehrung der Besinnung auf die eigene Beziehung zu Gott, um neue Kraft und frischen Mut zu schöpfen.

Vor dem Fastenmonat Ramadan
Das Schaufenster eines Geschäfts für Partyzubehör ist mit Ramadan-Motiven bestückt. (Symbolfoto) © Fernando Gutierrez-Juarez/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

So wünsche ich Ihnen, Ihrer Familie und Ihrer gesamten Gemeinde im nun begonnen Fastenmonat gerade in diesen bedrohlichen Zeiten Frieden, Hoffnung und Zuversicht.

Gemeinsamer Kampf gegen Corona – OB Kurz bittet um Tragen der Masken

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Einschränkungen, stehen einem gemeinschaftlichen Iftar (festlichem Abendessen, Anm. d. Red.) grundsätzlich keine Regelungen mehr entgegen.

So sehr dies auch ein Grund zur Freude ist, möchte ich Sie dennoch eindringlich bitten, gerade durch den Wegfall entsprechender Auflagen auch weiterhin mit derselben Umsicht und Achtsamkeit, die Ihre Gemeinde beim Umgang mit der Pandemie in den vergangenen zwei Jahren an den Tag gelegt hat, auch diesen Fastenmonat zu begehen.

Muslime beim Freitagsgebet im Fastenmonat Ramadan. (Symbolfoto)
Muslime beim Freitagsgebet im Fastenmonat Ramadan. (Symbolfoto) © Eman Helal/dpa

Oberbürgermeister mahnt zu Einhaltung von Mindestabstand

Es wird weiterhin dringend empfohlen, den Mindestabstand von 1,5 m, das Tragen einer FFP2-Maske in geschlossenen Räumen sowie ein Hygienekonzept beizubehalten und Innenräume regelmäßig gut zu durchlüften.

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Leider ist die Pandemie immer noch nicht überwunden und die hohen Inzidenzzahlen gemahnen uns auch weiterhin, gerade gegenüber den besonders gefährdeten Gruppen verantwortungsvoll zu handeln. Es obliegt den einzelnen Gemeinden, hierzu die angemessenen Regelungen über das Hausrecht vorzunehmen.“ (PM/pek)

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