Fußball-Legende

Horst Eckel spricht in Mannheim über den ‚Chef‘ - und verrät interessantes Detail aus dem WM-Finale

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54er-Weltmeister Horst Eckel beim Sport-Talk „Besser Wissen“ in Mannheim.

Hoher Besuch in Mannheim! Horst Eckel - der letzte noch lebende Weltmeister von 1954 - spricht in der Quadratestadt über Sepp Herberger und verrät ein interessantes Detail aus dem WM-Finale.

Bescheiden, humorvoll und voller Lebensfreude! So präsentiert sich 54er-Weltmeister Horst Eckel (87) am Dienstagabend (28. Mai) beim Sport-Talk „Besser Wissen“ in Mannheim. Dabei ist auch fast 65 Jahre nach dem Titelgewinn der Mythos von Bern allgegenwärtig. Schnell kommt die Sprache auf den „Chef“ - Weltmeister-Trainer Sepp Herberger, der seine Wurzeln in Mannheim hat.

Er war wie ein Ziehvater für uns“, beschreibt Eckel das Verhältnis zu Herberger, der seine Spieler mit einer großen Akribie auf die Partien vorbereitet hat und trotz der damals schwierigen Informationslage bestens über den Gegner Bescheid wusste. „Wir waren erstaunt, was er alles gewusst hat“, so Eckel. 

Horst Eckel spricht in Mannheim über WM-Finale 1954

Moderator Gerhard Mertin (li.) im Gespräch mit Horst Eckel (r.)

Der 87-Jährige offenbart auch ein interessantes Details aus dem legendären WM-Finale gegen Ungarn. So hat sich Eckel während der Partie eine Risswunde im Oberschenkel zugezogen. Entgegen des ärztlichen Rates hat er allerdings bis zum Ende durchgespielt. „Das hat mich nicht gestört“, strotzt Eckel, dessen großer Ehrgeiz sich durch sein ganzes Leben gezogen hat - wie die ebenfalls anwesende Tochter Dagmar Eckel bestätigt: „Er war ein strenger, aber sehr liebevoller Vater.

Dass man auch viele Jahrzehnte nach dem WM-Triumph über die Helden von Bern spricht, macht den letzten noch lebenden Weltmeister von 1954 stolz: „Ich hätte nie gedacht, dass das bei den Leuten so lange in Erinnerung bleibt. Aber mich freut das.

Weltmeister auf - und neben dem Platz

Der ehemalige Spieler des 1. FC Kaiserslautern hat sich nach seiner Karriere unter anderem auch in der Sepp-Herberger-Stiftung engagiert. „Es war eine Ehre, dass ich das weiterführen durfte“, betont Eckel. Inzwischen hat die Fußball-Legende gemeinsam mit Tochter Dagmar eine eigene Stiftung gegründet. 

Die Stiftung will die Kraft des Fußballs nutzen, um jungen Menschen Spaß am Wissen zu vermitteln. Wir wollen Jungs und Mädchen erreichen, die sonst eher weniger in ihre Bildung investieren“, lautet das Motto der Horst-Eckel-Stiftung.

Trotz seiner 87 Jahre nimmt sich Eckel auch nach der Veranstaltung Zeit, schreibt geduldig Autogramme und steht für alle Fotowünsche zur Verfügung. Ein echter Weltmeister eben! Auf und neben dem Platz.

Eckel ist in den vergangenen Jahren mehrmals in Mannheim gewesen - unter anderem beim Spatenstisch und der Eröffnung des Sepp-Herberger-Platzes.

Der Seppl ist daheim! Herberger-Platz eingeweiht

nwo

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