Arbeitsrecht

Probearbeiten: Müssen Bewerber dafür bezahlt werden?

+
Verdienen Bewerber beim Probearbeiten eigentlich Geld?

"Wir möchten Sie gerne zum Probearbeiten in unsere Firma einladen!" Wer diesen Anruf erhält, hat allen Grund zur Freude. Doch muss der Arbeitgeber diesen Tag bezahlen?

Verläuft ein Bewerbungsgespräch gut, laden viele Unternehmen die Mitarbeiter der engeren Wahl zum Probearbeiten ein. Bewerber können so unter realen Bedingungen zeigen, was in ihnen steckt. Doch wird das Probearbeiten auch bezahlt? 

Bei konkreter Arbeitsleistung muss Probearbeiten bezahlt werden

Johannes Schipp, Fachanwalt für Arbeitsrecht und Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Arbeitsrecht im Deutschen Anwaltverein, kennt die Antwort: "Immer, wenn eine konkrete Arbeitsleistung erbracht wird, muss derjenige dafür auch Geld bekommen", berichtet der Experte gegenüber der dpa. Das gelte auch beim Probearbeiten. Eine konkrete Arbeitsleistung liege etwa dann vor, wenn ein Bewerber im Restaurant den ganzen Tag mithilft, etwa Gäste bedient und Getränke ausschenkt.

Auch interessant: So setzen Sie sich im Bewerbungsgespräch mit drei einfachen Sätzen durch .

Wer nur in den Job "hineinschnuppert", geht leer aus

Wenn der Bewerber allerdings nur "hineinschnuppert" und sich Aufgabengebiete lediglich ansieht, maximal kleinere Aufgaben übernimmt, ohne eine konkrete Arbeitsleistung zu erbringen, müssen Arbeitgeber die Bewerber für dieses "Einfühlungsverhältnis" nicht entlohnen, so das Manager-Magazin Impulse. Dafür darf das Probearbeiten dann aber auch nur wenige Tage dauern.

Video: Benimmcheck Bewerbung

Lesen Sie auch: Probearbeiten: Diesen unnötigen Fehler machen Bewerber immer wieder.

Wollen Sie über aktuelle Karriere-News auf dem Laufenden bleiben? Dann folgen Sie unserer Branchenseite auf dem Karriereportal Xing.

as

Zehn Dinge, die Sie im Bewerbungsgespräch sofort disqualifizieren

Kommentare