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13. Monatsgehalt oder Weihnachtsgeld: Hat jeder Anspruch darauf?

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Von: Andrea Stettner

Das 13. Monatsgehalt wird gerne als Weihnachtsgeld bezeichnet. Dabei ist das 13. Gehalt oft etwas ganz anderes. Hier erfahren Sie, wer es bekommt.

"Wir zahlen dreizehn Gehälter!" Wer diesen Satz bei seinem Vorstellungsgespräch hört, der darf sich freuen, denn damit steht ein echter Geldsegen ins Haus. Dennoch herrscht bei diesem Begriff unter Angestellten regelmäßig Verwirrung: Ist das 13. Gehalt dasselbe wie Weihnachtsgeld? Wie viel bekomme ich? Und vor allem: Wer bekommt es eigentlich?

Was ist das 13. Monatsgehalt?

Das 13. Monatsgehalt ist eine Sonderzahlung, mit der Mitarbeiter für ihre erbrachte Arbeitsleistung belohnt werden. Die Auszahlung erfolgt meist in Höhe eines vollen Monatslohns. Wann es genau ausgezahlt wird, wird im Arbeitsvertrag festgelegt, normalerweise jedoch im November oder Dezember

Da das 13. Monatsgehalt eine Belohnung für die erbrachte Arbeitsleistung ist, kann dieses bei Fehlzeiten, wie zum Beispiel Krankheitstagen, gekürzt werden. Das passiert jedoch nur, wenn dies so im Arbeitsvertrag vereinbart wurde.

Unterschied: 13. Monatsgehalt und Weihnachtsgeld

Oft wird das 13. Monatsgehalt auch als Weihnachtsgeld oder Gratifikation bezeichnet. Beides ist jedoch nicht unbedingt dasselbe: 

Wer vor einem bestimmten Stichtag aus dem Unternehmen ausscheidet, verliert seinen Anspruch auf Weihnachtsgeld. Sogar eine Rückzahlungsklausel kann beim Weihnachtsgeld vereinbahrt werden. 

Erfahren Sie mehr über das Weihnachtsgeld: Weihnachtsgeld - Ab wann habe ich Anspruch darauf?

Wer erhält das 13. Monatsgehalt?

Einen Anspruch auf das 13. Monatsgehalt haben Sie grundsätzlich nicht, da es sich hier um eine Sonderzahlung handelt. Sieht der Tarifvertrag bzw. der Arbeitsvertrag jedoch ein 13. Monatsgehalt vor, bekommen Sie es natürlich ausgezahlt.

Wie wird das 13. Gehalt versteuert?

Steuerlich wird das 13. Gehalt immer in dem Jahr versteuert, in dem es gewährt wird. Auch, wenn die Sonderzahlung erst verspätet - zum Beispiel im Januar des nächsten Jahres - überwiesen wird.

Bei der Lohnsteuerberechnung fällt für das 13. Gehalt jedoch ein höherer Lohnsteuersatz an, da die Sonderzahlung zum Jahresgehalt dazuaddiert wird und somit die Steuerprogression ansteigt.

Mehr dazu: Mit diesen Tricks bekommen Sie mehr Gehalt.

Außerdem: Wie viel verdient man bei Lidl und Aldi?

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Von Andrea Stettner/Video: Glomex

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