Umzug nach Mannheim

Jobwechsel nach Mannheim - 
die wichtigsten Tipps zum reibungslosen Ablauf

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Mannheim zieht durch die vielen Großunternehmen mittlerweile Menschen mit attraktiven Jobs an.

Ein Umzug nach Mannheim? Für Menschen von außerhalb wirkt dies bei einem Jobwechsel zunächst beängstigend und stressig. Mit ein bisschen Planung wird das jedoch zum Kinderspiel.

Mannheim ist eine Stadt, die auf jeden Fall in der Musikszene einen besonderen Klang hat. In den letzten Jahren hat Mannheim aber auch wirtschaftlich stark an Bedeutung gewonnen. Das Ergebnis ist eine Wanderungsbewegung, welche zu einem Anwachsen der Stadtbevölkerung geführt hat. Und jedes Jahr werden es mehr Mannheimer. Mit ABB Asea, Bilfinger oder DIRINGER & SCHEIDEL und Friatec sorgen in Mannheim einige überregional bekannte Unternehmen für Jobs. Diese ziehen wiederum Menschen an, die sich um einen Job bewerben. 

Ist die Bewerbung erfolgreich, wird sich auf den neuen Job gefreut. Gleichzeitig bricht hektische Betriebsamkeit aus. Schließlich wird jetzt eine neue Wohnung gebraucht. Wie sieht der Wohnungsmarkt in Mannheim aus? Und was muss nach dem Umzug in die Stadt Mannheim eigentlich noch alles erledigt werden? Schließlich soll nicht nur der Start in den neuen Job klappen. Jeder Neu-Mannheimer will sich möglichst schnell einleben und sich wohlfühlen.

Wohnungssuche und Umzugsplanung

Wer einem Jobangebot in Mannheim zusagt, braucht schnell eine neue Wohnung. Denn in der Regel bleiben nur wenige Monate, um beim alten Arbeitgeber zu kündigen und umzuziehen. Besonders hart trifft es in diesem Zusammenhang jene, für die Mannheim bisher einfach nur ein Fleck auf der Landkarte war. Ohne Kontakte in die Stadt wird bei Null mit der Suche nach einer Bleibe angefangen. 

Generell bieten sich hier zwei Lösungen an. Auf der einen Seite kann zuerst nach einer Interimswohnung Ausschau gehalten werden. Über auf Monteure zugeschnittene Plattformen oder Airbnb sind solche Übergangslösungen auch für Mannheim zu finden – sogar zu akzeptablen Preisen. Andererseits kann dies Variante nicht auf Dauer erhalten. Schließlich wird der Job nicht für nur ein paar Monate angetreten. In Bezug auf die Wohnungssuche sind viele Fragen zu beantworten. Was kann ich mir leisten? In welchen Stadtteil soll ich ziehen? Wie soll der Umzug organisiert werden und wie kann man die Kosten für die Umzugshelfer sowie die Kaution stemmen?

Mieten in Mannheim: Anstieg seit 1994

Mannheim hat – unter dem Eindruck einer hohen Zuwanderung ins Stadtgebiet – bereits vor Jahren Maßnahmen ergriffen, um den Wohnungsmarkt genauer zu beobachten. Das Ergebnis sind Monitoring-Berichte. Letztere werden in regelmäßigen Abständen herausgegeben. Diese Berichte weisen nicht nur Fakten zur Bevölkerungsentwicklung, sondern auch aktuelle und geplante Bauvorhaben aus. 

Die Monitoring-Berichte sammeln auch Daten über die Mieten in Mannheim. Und hier ist in den letzten Jahren ein klarer Trend zu beobachten. In der Stadt steigen die Mietkosten an. 1994 lag der Durchschnitt bei der Nettokaltmiete noch bei 4,26 Euro. 2016 ist die Durchschnittsmiete gestiegen – und zwar auf mehr als 7 Euro je Quadratmeter.

Besonders teuer sind die Viertel:

  • Innenstadt/Jungbusch
  • Oststadt
  • Schwetzingerstadt
  • Lindenhof
  • Almenhof

Hier liegen die durchschnittlichen Kaltmieten bei teilweise mehr als 10 Euro je Quadratmeter. Natürlich gibt es in Mannheim auch einige Stadtviertel, in denen es günstiger wird. Dazu zählen unter anderem:

  1. Hochstätt
  2. Schönau
  3. Friedrichsfeld

Die anderen Viertel Mannheims liegen irgendwo dazwischen. Wo also am besten – ohne jegliche Ortskenntnis – hinziehen? Das Gros der Mannheimer Viertel gilt glücklicherweise als sozial unbelastet. Am besten kommen – so der Bericht – die Stadteile:

  • Oststadt-Nord/Süd
  • Lindenhof
  • Neuostheim
  • Niederfeld
  • Almenhof

weg. Westliche Unterstadt, Jungbusch und Neckarstadt-West werden dagegen als Viertel eher als soziale Brennpunkte angesehen.

Umzug planen: Selbst organisieren oder Umzugsunternehmen

Ist die Wohnung gefunden, geht es natürlich um die Organisation des Umzugs. Hier liegen zwei Optionen auf dem Tisch. Entweder wird der Umzug komplett in Eigenregie gestemmt oder das Ganze läuft über ein Umzugsunternehmen. Beide Varianten haben natürlich ihre Vor- und Nachteile. 

Beim Umziehen in Eigenregie kann vollkommen flexibel gearbeitet werden. Parallel nimmt mit der Zahl der Helfer natürlich auch die Zeit, welche der Umzug beansprucht, ab. Einer der wahrscheinlich wichtigen Vorteile ist bei den Kosten zu suchen. Alles selbst zu stemmen ist schnell günstiger als ein Umzugsunternehmen.

Nachteile des Umzugs in Eigenregie:

  1. Helfer müssen für die alte und neue Wohnung organisiert werden 
  2. Schäden am Umzugsgut können Spannungen nach sich ziehen 
  3. Schäden an fremdem Eigentum führt zu unangenehmen Situationen

Gerade die Haftungsfrage bei Schäden kann heikel werden. Sofern Umzugshelfer Teile der Einrichtung beschädigen, kommt es zu einem Gefälligkeitsschaden, welcher in der Haftpflichtversicherung durchaus zum Problem werden kann. 

Dieser Nachteil fällt beim Umzugsunternehmen natürlich komplett weg. Schäden durch dessen Mitarbeiter werden durch das Unternehmen bzw. dessen Versicherung gedeckt. Und es muss nicht weiter organisiert werden. Umzugsprofis übernehmen oft sogar den Ab- und Aufbau der Möbel. Auf der anderen Seite ist diese Form der Unterstützung natürlich deutlich teurer.

Ummeldung und andere Formalitäten

Wohnungssuche, Unterschrift des Mietvertrags und schließlich der Umzug – eigentlich ist jetzt alles geschafft. Wer in Deutschland umzieht, hat danach noch einige Punkte auf seiner Agenda abzuarbeiten. Ganz oben auf der Liste steht die Anmeldung am neuen Wohnort. 

In Mannheim ist für Neuanmeldungen bzw. Ummeldungen (bei einem Umzug innerhalb) des Stadtgebiets der Bürgerservice zuständig. Neu-Mannheimer brauchen für die Anmeldung unter anderem einen Meldeschein. Dieser kann direkt auf der Website der Stadt Mannheim heruntergeladen werden.

Zudem sind für die Anmeldung beim Bürgerservice noch:

  1. eine Wohnungsgeberbestätigung (seit Anfang November 2015) 
  2. ein Ausweisdokument (in Form von Personalausweis, Pass oder Geburtsurkunde)

erforderlich. Achtung: Wird nach einer Trennung mit dem Kind nach Mannheim umgezogen, verlangt die Stadt eine Erklärung des zweiten Sorgeberechtigten zum Umzug. 

Neben der Anmeldung in Mannheim muss auch an die Änderung der Postadresse bei:

  • Banken
  • Versicherungen
  • Mobilfunkprovidern

gedacht werden. Der Wohnungswechsel ist übrigens kein Grund, einfach den bestehenden Vertrag fürs Festnetz zu kündigen. In den Geschäftsbedingungen vieler Anbieter ist eine Klausel verarbeitet, welche die Kündigung nur vorsieht, wenn eine Versorgung an der neuen Adresse nicht mehr möglich ist. 

Um in den ersten Monaten beim Thema Brief- und Postverkehr alles reibungslos ablaufen zu lassen, bietet sich die Erteilung eines Nachsendeauftrags an. Damit das Ganze lückenlos abläuft, ist dieser mit etwas Vorlauf anzuschieben. 

Ob mit dem Umzug auch das Konto – sprich die Bank – gewechselt wird, hängt von individuellen Rahmenbedingungen ab. Wer bisher bei einer überregionalen Privat- und Geschäftskundenbank Kunde war, kann dies sicherlich auch bleiben. Etwas anders die Situation im Fall der Sparkassen und Genossenschaftsbanken. In diesem Fall bietet es sich an, den Sachverhalt vor dem Umzug bei der bisherigen Bank anzusprechen.

Wie lässt sich Umzug am besten organisieren? Was ist dabei alles zu beachten?

Einleben in Mannheim

Endlich ankommen und sich wohlfühlen – was in den ersten Tagen nach dem Umzug unmöglich scheint, gelingt mitunter doch schnell. Gerade wenn die Kollegen offen reagieren, findet sich meist sehr schnell Anschluss. Damit Neu-Mannheimer gern nach Hause kommen, heißt es zuerst natürlich die eigenen vier Wände einrichten. Teils braucht es ein paar neue Möbel oder Wohnaccessoires. 

Die Einrichtung der Wohnung ist aber nur eine Seite der Medaille. Um Kontakte in Mannheim zu knüpfen, sind die Kollegen eine erste Anlaufstelle. Aber: Wer selbst offen auf andere Menschen zugehen kann, sollte sich nach Vereinen umsehen. Aufgrund der regionalen Bedeutung der Stadt ist das Vereinsleben – nicht nur im Hinblick auf Sportvereine – gut entwickelt. Auch das eine oder andere exotische Hobby kommt hier nicht zu kurz.

Fazit: Umziehen nach Mannheim – so geht‘s

Auf ein Jobangebot in Mannheim beworben und die Zusage auf die Stelle bekommen? Glückwunsch, jetzt kommen herausfordernde Wochen. Die Wohnungssuche ist in Mannheim nicht unmöglich, darf aber auch nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Da Mannheim Universitätsstadt ist, dürften gerade die Semesterferien ein denkbar schlechter Zeitpunkt für die Wohnungssuche sein. Und wer auf dem Mannheimer Wohnungsmarkt fündig geworden ist, kann sich noch lange nicht zurücklehnen. Für den eigentlichen Umzug steht schließlich die Frage im Raum, ob das Ganze selbst organisiert und in die Hand genommen wird. Oder ob sich lieber Profis drum kümmern. Letzteres ist vielleicht entspannter – am Ende aber auch wesentlich teurer.

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