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Vorstellungsgespräch: Mit drei harten Fragen finden Arbeitgeber heraus, ob Sie es ehrlich meinen

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Von: Andrea Stettner

Bewerberin im Jobinterview. Bei bestimmten Fragen sollten Bewerber im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall ehrlich bleiben.
Flunkern verboten: Bei bestimmten Fragen sollten Bewerber im Vorstellungsgespräch auf jeden Fall ehrlich bleiben. © Joseffson/imago-images

Im Vorstellungsgespräch wird die Wahrheit von Bewerbern gerne „gedehnt“, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Personaler haben aber so ihre Tricks, um die wahren Absichten zu enttarnen.

Im Wettkampf um die besten Jobs nehmen es Bewerber oft nicht so genau mit der Wahrheit. Da wird die ausgeschriebene Stelle zum absoluten Traumjob erklärt, obwohl der satte Gehaltsscheck viel mehr lockt . Ob es ein Bewerber wirklich ernst meint und auch optimal zur gesuchten Position passt, lässt sich mit ein paar Fragen im Vorstellungsgespräch herausfinden*. Für Bewerber können diese Fragen jedoch durchaus hart werden.

Frage 1: „Warum wollen Sie diesen Job?“

So einfach sie auch klingt: Mit dieser Frage finden Personaler recht schnell heraus, wie es um die Absicht des Bewerbers steht – selbst wenn nicht jede Aussage zu 100 Prozent zutrifft. Doch selbst das sagt eine Menge über die Motivation des Bewerbers aus, meint Bewerbungsexperte und Consultant Josh Spector dem Magazin BusinessInsider: „So wird beurteilt, wie gut ein Kandidat den Beruf versteht und einschätzen kann, wonach gesucht wird. Und auch, ob die Bewerber wirklich das wollen, was der Arbeitgeber zu bieten hat.“

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Frage 2: „Auf welche anderen Stellen haben Sie sich noch beworben?“

Obwohl diese Frage zunächst zu persönlich erscheint, so hat sie für Personaler durchaus ihren Sinn: „Diese Frage zwingt den potenziellen Mitarbeiter, ehrlich zu sein“, verrät Spector. Denn sie gibt Aufschluss darüber, welcher Teil des Stellenangebots den Bewerber am meisten interessiert. Wer etwa im Gespräch zuvor betont hat, wie wichtig es ihm ist, bei einer Non-Profit-Organisation (NPO) zu arbeiten, aber dann bei dieser Frag nur gewinnorientierte Unternehmen aufzählt, dessen wahre Absichten werden schnell enttarnt.

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Im Video: Welche Lügen sind im Vorstellungsgespräch erlaubt?

Frage 3: „Was sind ihre Schwächen?“

Und auch dieser Klassiker verrät recht schnell, ob der Jobsuchende es ehrlich meint: „Die Standardantworten kennen eh alle Personalverantwortlichen. Wenn als Schwäche immer wieder Ungeduld genannt wird, ist das langweilig und nicht authentisch“, verrät Personalexpertin Nadia Grötsch im Interview mit Absolventa.de. „Ich möchte doch mit dieser Frage die Kandidaten nicht bloßstellen, sondern herausfinden, wie sie sich selbst einschätzen und ob sie reflektiert mit dieser Einschätzung umgehen. Deshalb sollte man sich vorher schlüssige und vor allem wahre Antworten überlegen“, so die erfahrene Personalerin. Wer hier flunkert, fliegt ohnehin schnell auf. Deshalb sollten Bewerber hier unbedingt bei der Wahrheit bleiben – auch wenn sie manchmal weh tut. (as) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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