Hier warten die besten Perspektiven

Karriere: Dies sind die Berufe der Zukunft

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Die Wahl des Berufs ist eine wichtige Lebensentscheidung. Dabei sollten neben weiteren Faktoren auch die Perspektiven beachtet werden. Welche also sind die Berufe der Zukunft?

Die Berufswahl ist wohl eine der schwierigsten Entscheidungen, die ein Mensch in jungen Jahren treffen muss. Denn diese lässt sich anschließend nicht mehr so einfach ändern. Prinzipiell ist es natürlich richtig, dass der Beruf Spaß machen und eine Leidenschaft wecken sollte. Er sollte im Bereich der individuellen Talente liegen und der jeweiligen Person einen Sinn geben, um am Morgen aus dem Bett aufzustehen.

Dennoch ist der finanzielle Aspekt nicht zu vernachlässigen. In erster Linie dient der Job schließlich dem Zweck, das eigene Leben finanzieren zu können. Die Bezahlung sollte daher bei der Entscheidung für oder gegen einen Beruf sowie eine konkrete Stelle stets auch eine Rolle spielen. Denn wer sich in seinem Beruf unterbezahlt fühlt, wird auf Dauer damit nicht glücklich.

Fachkräftemangel verändert deutschen Arbeitsmarkt

Wichtig ist jedoch, bei den Zukunftsperspektiven auch aktuelle Veränderungen zu berücksichtigen. Auf dem deutschen Arbeitsmarkt macht sich nämlich zunehmend ein Fachkräftemangel breit. Dieser betrifft spezifische Branchen wie die sozialen Berufe oder die IT, und verändert somit in absehbarer Zeit die Rahmenbedingungen für entsprechend ausgebildete Fachkräfte.

Diese werden also schon in wenigen Jahren frei zwischen mehreren attraktiven Jobangeboten wählen können. Das offeriert ihnen die Möglichkeit, Verhandlungen zu führen und Vereinbarungen auszuhandeln, die ihre eigenen Vorstellungen entsprechen – Teilzeitverträge beispielsweise oder, wo machbar, die Arbeit im Homeoffice. Solche Verhandlungen lassen sich dann natürlich auch bei anderen Rahmenbedingungen wie dem Gehalt führen. Dieses wird zwar nicht ausschließlich, aber auch durch das Gleichgewicht aus Angebot und Nachfrage bestimmt und wo es am Angebot auf Seiten der Fachkräfte fehlt, muss der Arbeitgeber Zugeständnisse machen.

Einen dieser vom Fachkräftemangel betroffenen Berufe für die Zukunft zu wählen, kann also beste Karriereperspektiven eröffnen. Dennoch sollte der Job, wie bereits erwähnt, natürlich auch den eigenen Interessen sowie Talenten entsprechen.

Im Fokus: Diese Berufsfelder entwickeln sich rasant

Während einige traditionelle Berufsfelder im Rahmen der Digitalisierung sowie des technologischen Fortschritts nach und nach an Bedeutung verlieren, entstehen simultan ganz neue Berufe – und gerade hier ist die Nachfrage oft besonders groß. Aktuell mangelt es bereits vielerorts an Ingenieuren sowie IT-Fachkräften. Doch welche genau sind die Berufe der Zukunft, welche die besten Karriereperspektiven eröffnen und somit zumindest eine Überlegung wert sind?

  • Maschinenbau ist alles andere als ein leichtes Studium. Das dürfte mit ein Grund dafür sein, dass es in diesem Bereich an Fachkräften mangelt und diese beste Arbeitsbedingungen genießen. Denn in der Industrie 4.0 werden Maschinen sowie Roboter eine immer wichtigere Rolle einnehmen. Es braucht also Köpfe, welche diese Maschinen entwickeln sowie Innovationen vorantreiben können. Wer ein Händchen für Mathematik sowie Ingenieurwesen hat, für den könnte Maschinenbau in Zukunft eine echte Goldgrube werden.
  • Automatisierungstechnik ist ein wichtiges Stichwort, das hat auch bereits die Hochschule Mannheim erkannt und bietet daher seit einigen Jahren den Studiengang Automatisierungstechnik mit dem Abschluss „Bachelor of Science“ an. Möglich ist zudem der englische Studiengang „Automation Technology“, welcher optimal auf eine internationale Karriere vorbereiten soll. Tatsächlich spielt Automatisierungstechnik in der Industrie der Zukunft eine tragende Rolle. Die Einsatzbereiche liegen sowohl im Maschinenbau als auch in der Pharma-, Chemie- oder Automobilindustrie, in der Gebäude- und Systemtechnik sowie im Dienstleistungsbereich.

Statt einer Verlagerung von Produktionsstätten in asiatische Niedriglohnländer ermöglicht es hochmoderne Automatisierungstechnik etwa bei der Metallver- und Bearbeitung auch kostengünstig in Europa zu produzieren. Dies ermöglicht schnellere Wege und individuelle Lösungen für die Kunden. Es werden somit nicht nur Fachkräfte für die Entwicklung, sondern auch für die komplexe Programmierung und Bedienung benötigt.

  • Programmierung ist aber nicht nur in der Automatisierungstechnik in Zukunft zunehmend wichtig. Stattdessen fehlt es bereits jetzt deutschlandweit an IT-Spezialisten für die Programmierung unterschiedlichster Software – Tendenz steigend. Aufgrund der hervorragenden Marktlage, entscheiden sich immer mehr ITler für die Selbstständigkeit und können sich als Freelancer ihre Projekte selbst aussuchen sowie einen sechsstelligen Jahresumsatz verzeichnen. Doch auch im klassischen Angestelltenverhältnis verbessern sich die Rahmenbedingungen aufgrund des Fachkräftemangels stetig.
  • IT-Spezialisten sind in anderen Bereichen ebenfalls stark nachgefragt. Dazu gehört die ITSecurity, denn Cyberkriminalität wird für Unternehmen zunehmend zum Risiko. Eine Gefahr, die nicht nur teuer, sondern schlimmstenfalls sogar existenzgefährdend für einen Betrieb werden kann, sei es ein KMU oder ein internationaler Großkonzern. Gesucht sind zudem vielerorts IT-Projektleiter, welche neben den fachlichen auch vor allem soziale Fähigkeiten mitbringen, die sogenannten Soft Skills.
  • SAP ist nicht nur hier in der Region ein Thema mit steigender Relevanz für deutsche Unternehmen. Hier werden nicht nur im Bereich Entwicklung sondern vor allem auch bei Beratung und Consulting händeringend Nachwuchskräfte mit entsprechender Ausbildung gesucht. Gerade in Zeiten der Big Data wird SAP zunehmend an Relevanz gewinnen und bietet daher ebenfalls beste Karriereperspektiven in verschiedenen Bereichen.
  • Data Scientist als Beruf ist aktuell zwar noch wenig bekannt. Im Rahmen der immer wichtiger werdenden Big Data könnte sich das aber in absehbarer Zukunft ändern. Bereits jetzt ist es essentiell für den Geschäftserfolg von Unternehmen, dass sie große Mengen an Daten erfassen, analysieren und nutzen. Sie stellen schließlich die Grundlage ihrer Marketing-Konzepte, Entwicklung von Online-Shops sowie zahlreicher weiterer Maßnahmen dar.

Obwohl hier ein naher Praxisbezug besteht, ist die Arbeit des Data Scientist dennoch stark von Zahlen geprägt. Wer sich im Bereich Statistik sowie Mathematik zuhause fühlt, ist hier also genau richtig und genießt exzellente Zukunftsperspektiven.

  • E-Commerce Manager übernehmen anschließend den praktischen Part und setzen die analysierten Daten in einem Online-Shop um. Beim E-Commerce handelt es sich nämlich um einen Sektor mit extremem Wachstum, welches sich voraussichtlich auch in den kommenden Jahrzehnten weiter fortsetzen wird. Von Elektronik über Kleidung bis hin zu Lebensmitteln kaufen die Verbraucher mittlerweile beinahe alles im Internet ein. Gleichzeitig wächst aber auch die Konkurrenz. Zu wissen, wie man sich von dieser absetzen und mit einem Online-Shop langfristig erfolgreich werden kann – das ist also die Aufgabe eines E-Commerce Managers. Dabei spielen auch Begriffe wie Suchmaschinenoptimierung oder Marketing eine tragende Rolle. Wer sich damit identifizieren kann, trifft mit diesem Beruf gewiss keine schlechte Wahl für die eigene Zukunft.

    • UX Designer übernehmen derweil den kreativen Part. Sie sind dafür zuständig, auf einer Webseite die „User Experience“ zu gestalten. Einzigartigkeit, Benutzerfreundlichkeit, ein ansprechendes Layout, intuitive Bedienung – diese sind nur einige Anforderungen einer langen Liste, welche heutzutage an eine „gute“ Webseite oder auch an eine App gestellt werden. In der Praxis bedeutet dies beispielsweise, dass eine nervende Ladezeit bei einer Webseite für den Nutzer in angenehmer Weise überbrückt werden kann. UX Designer arbeiten deshalb zukünftig längst nicht nur für den E-Commerce, sondern können auch Unternehmenshomepages, Karriereseiten, Blogs und viele weitere Webauftritte oder digitale Anwendungen kreieren.
      Zuletzt wird in Zukunft auch die Umwelt ein Thema mit zunehmender Relevanz sein und zahlreiche Berufe mit besten Karriereperspektiven hervorbringen. Sei es der Ressourcen-Manager, das Energiemanagement, der Ingenieurbau oder ein Umweltgutachter: Wer also einen Beruf mit guten Arbeitsbedingungen und hervorragenden Zukunftsaussichten sucht, sollte sich auch im Umweltbereich einmal genauer umsehen. 

    Berufe der Zukunft – Fazit

    Wie bereits erwähnt, sollten Faktoren wie die Karriereperspektiven oder Bezahlung bei der Berufswahl nicht die wichtigste Rolle spielen. Schließlich verbringen Menschen in ihrem Beruf durchschnittlich 3.716 Tage ihres Lebens. Trotzdem gilt es, bei jenen Berufen, die einen interessieren, einmal einen Blick auf die Zukunftsperspektiven zu werfen und sich Gedanken darüber zu machen, wie wichtig einem selbst der hierarchische Aufstieg oder die Bezahlung sind. Schlussendlich muss also jeder individuell herausfinden, welche für ihn die richtige Entscheidung ist. Glücklicherweise kann diese im Notfall hinterher doch noch geändert werden, sei es über ein Zweitstudium, eine berufliche Neuorientierung oder als Quereinsteiger.

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