Welche Wirkung und Regeln hat Low Carb?

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Wer sich gesund ernähren und abnehmen möchte, hat sicherlich schon einmal darüber nachgedacht, auf Kohlenhydrate zu verzichten. Wir zeigen dir, worauf du bei einer Low Carb Diät achten solltest.

Warum eigentlich Low Carb?

Seit Anfang des 19. Jahrhunderts weiß man, dass sich die Nahrungsmittel aus drei Makronährstoffen zusammensetzen: Fette (Lipide), Kohlenhydrate und Eiweiß (Proteine). Fette werden enzymatisch in Fettsäuren und Glycerin abgebaut, Kohlenhydrate in Zucker und Proteine in Aminosäuren. Zucker und Fette werden über die Nahrung in Energie umgewandelt. Sie sind sozusagen der Treibstoff, durch den sich der Mensch für sein Tagwerk mit Energie versorgt. Proteine können hingegen nur in Notzeiten in Energie umgewandelt werden. Sie haben für den Menschen eher die Bedeutung, sein Baustoff zu sein und den Muskelaufbau sowie den Aufbau der Zellstrukturen zu leisten.

Natürlich könnte man einfach versuchen, generell mehr Kalorien zu verbrennen als über die Nahrung aufzunehmen. Allerdings gerät bereits durch kleine Abweichungen vom üblichen Ernährungsplan der Stoffwechsel des Menschen durcheinander. Vor allem gegenüber dem Mangel besitzt der Mensch nur eine geringe Frustrationstoleranz. Zeitzeugen, die Krieg und Not erlebt haben, beschreiben immer wieder, dass ihr ganzes Denken nur um die Vorstellung von Nahrung gekreist habe.

Low Carb gibt dem Menschen hingegen ein Diät Konzept zur Hand mit der Chance auf Überwindung solcher Gelüste, an denen die meisten Diäten scheitern. Vor allem Benjamin Oltmann, der das Konzept von Low Carb um die Idee vom Abnehmen ohne Hunger und Verzicht erweitert hat, setzt genau an diesem Hebel an. Seine Low Carb Rezepte zeichnen sich deshalb darin aus, besonders lecker zu sein. Sein Credo: Gesundes Essen und Geschmack müssen sich nicht ausschließen.

Low Carb heißt nicht No Carb

Durch den gezielten Verzicht auf Kohlenhydrate soll der menschliche Stoffwechsel dazu gebracht werden, stärker als bisher seine Fettreserven anzuzapfen, die in Form der Ketonkörper bestehen. Der Fettstoffwechsel des Menschen wird deswegen auch ketogener Stoffwechsel genannt. Ketogene Rezepte sind somit Rezepte ohne Kohlenhydrate, mit denen die Ketose angestrebt wird.

Dies ist nicht ganz deckungsgleich mit Low Carb, denn der Begriff bedeutet „wenig Kohlenhydrate“ und nicht gar keine. Wer ganz auf den ketogenen Stoffwechsel setzt und dabei keine Kompromisse machen möchte, setzt deswegen auf No Carb anstatt auf Low Carb. Ein völliger Verzicht auf Kohlenhydrate ist allerdings nicht unproblematisch, weil der Mensch in begrenztem Maße auch auf Kohlenhydrate wie Stärke und Ballaststoffe angewiesen ist und No Carb mit großem Verzicht verbunden ist. Dies ist also genau das, was Benjamin Oltmann nicht möchte.

Zucker und tote Kalorien

Generell ist Zucker problematisch, weil der Sättigungseffekt sich nur sehr langsam einstellt und auch nicht sehr lange andauert. Eine fettreiche Weihnachtsgans mag hingegen viele Kalorien haben, hält dafür aber auch volle elf Stunden satt. Folglich neigen wir dazu, uns den ganzen Tag mit stark zuckerhaltigen Lebensmitteln wie Burgern, Schokolade, Chips, Brötchen, süße Teilchen und Bonbons vollzustopfen. Dabei handelt es sich größtenteils um tote Kalorien, weil diese Lebensmittel kaum zusätzliche Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufweisen. Verstärkt wird dieses Problem dadurch, dass Zucker im Gehirn an Regionen andockt, die das Belohnungssystem in Gang setzen. Zucker kann somit ähnliches Verlangen auslösen wie Alkohol und Nikotin.

Der heutige Zuckerboom ist unnatürlich

Durch die industrielle Herstellung von Zucker konsumiert der Mensch zudem viel mehr Zucker als ihm gut tut. Hingegen sind Fette für den Menschen keine Fremdkörper, weil er als Jäger und Sammler bereits am Anfang seiner Genesis mit den heute üblichen Mengen an Fett vertraut war. Anders als Zucker braucht Fett nicht künstlich hergestellt zu werden.

Die Weiterentwicklung von Benjamin Oltmann

Benjamin Oltmann hat die Ideen von Low Carb nun zu einem ausgeklügelten Konzept ausgebaut. Ausgehend von der Tatsache, dass der menschliche Stoffwechsel die Verbrennung von Fetten priorisiert, lässt er Zucker mittags und vor allem morgens in begrenztem Umfang zu. Seine Rezepte zum Abnehmen sind deswegen streng an die Tageszeit ausgerichtet. Erst gegen Abend hin wird der Zuckerkonsum weitestgehend zurückgefahren, damit sich der Körper in der langen Nachtspanne konsequent der Fettverbrennung widmen kann. Das ist die tiefere Bedeutung von „Abnehmen im Schlaf“, mit dem der engagierte Lüneburger für sein Konzept trommelt.

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