Wundermittel oder Schadstoffquelle?

Superfood Spirulina: Wie gesund ist die grüne Alge wirklich?

Eine Gefäß mit tiefgrünem Spirulina-Algen-Pulver steht neben ein paar Spirulina-Tabletten auf einem grauen Untergrund (Symbolbild).
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Spirulina-Algen gibt es als Pulver oder gepresste Tabletten zu kaufen (Symbolbild).

Spirulina-Algen werden als „Superfood“ beworben und sollen schon in kleinen Mengen positive Auswirkungen auf die Gesundheit haben. Wissenschaftlich bewiesen ist das nicht. In bestimmten Fällen sollten Verbraucher sogar besser auf die Alge verzichten.

Bremen – Spirulina ist eine Mikroalge aus dem Meer, die zur Gattung der Blaualgen gehört. Getrocknet werden die Algen als Nahrungsergänzungsmittel in Drogerien und Reformhäusern angeboten, entweder als Tablette oder in Pulverform. Beworben werden Spirulina-Algen als „extrem eiweißhaltig“, „Energiequelle“ mit „beachtlichem Vitamin- und Nährstoffgehalt“ und „reich an Chlorophyll“. Dadurch sollen sie das „Altern verzögern“, das „Immunsystem stärken“ und gegen zahlreiche Erkrankungen helfen. Wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht. Zudem fehlen Qualitätsstandards für Spirulina-Produkte, sodass eine Belastung mit Schadstoffen nicht ausgeschlossen werden kann.*

Auch der relativ hohe Eiweißgehalt ist laut Verbraucherzentrale Bremen zu vernachlässigen, da eine Tablette gerade einmal 2,4 Gramm enthält, so viel wie ein Esslöffel Magerquark. Spirulina wird immer wieder als pflanzliche Vitamin B12-Quelle (Cobalamin) beworben. Das in den Algen enthaltene Cobalamin ist aber für den Menschen nicht verfügbar, warnt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Wer Spirulina-Produkte kauft, sollte auf Produkte aus Bio-Aquakulturen zurückgreifen und auf Prüfzeichen wie „heavy metal controlled“ oder eine Produktion nach dem ISO 9001-Standard achten. *24vita.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren leider nicht beantwortet werden.

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