Alarmierende Zahlen der AOK

Skifahren: So vermeidest Du Knieverletzungen

Carving war gestern - Das Skifahren soll wieder einfacher werden
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Beim Skifahren ist die Verletzungsgefahr hoch – Vor allem wenn man sich nicht gut vorbereitet hat.

Mehr als jeder zehnte Versicherte der AOK Baden-Württemberg wird einmal pro Jahr wegen einer Verletzung ärztlich behandelt. Knapp ein Viertel dieser Verletzungen betreffen das Kniegelenk – Tendenz stark steigend...

Das geht aus Daten der AOK Baden-Württemberg hervor, die Orthopäden um Professor Dr. med. Hanns-Peter Scharf, Direktor des Orthopädisch-Unfallchirurgischen Zentrums an der Universitätsmedizin Mannheim (UMM), untersucht haben.

Knieverletzungen haben bei den Versicherten der AOK Baden-Württemberg im untersuchten Zeitraum von 2008 bis 2013 um fast 7 Prozent zugenommen. 

Dabei fällt auf, dass vor allem im ersten Quartal jedes Jahres besonders viele Kniebandverletzungen auftreten. Diese sind offensichtlich größtenteils auf den Skisport zurückzuführen. „Das Risiko einer Kniebandverletzung beim Skifahren lässt sich durch gezieltes Koordinationstraining der Beine deutlich verringern“, berichtet Professor Scharf und betont:„Der Aufwand für ein solches Training hält sich in Grenzen: Wer acht Wochen vor dem Skiurlaub damit beginnt, drei Mal täglich für ca. zehn Minuten einfache Koordinationsübungen zu machen, kann sein Verletzungsrisiko halbieren.“ 

Wichtig sei es, nicht zu spät mit der Vorbereitung zu beginnen und die Übungen regelmäßig durchzuführen, so Scharf weiter. Erlernen kann die Koordinationsübungen jeder: Viele Sport- und Skivereine, Fitness-Studios und die Physiotherapie der UMM bieten entsprechende Kurse an. 

Grundlage der Untersuchung waren fallbezogene, pseudonymisierte Daten von 3,8 Millionen Versicherten aus den Jahren 2008 bis 2013. Die Studie „Inzidenz von Knieverletzungen“ ist online erschienen (O. Schneider, H.-P. Scharf, T. Stein et al. (2016), Inzidenz von Kniegelenksverletzungen. Zahlen für die ambulante und stationäre Versorgung in Deutschland. Orthopäde DOI 10.1007/s00132-016-3301-6). Beteiligt waren die AOK Baden-Württemberg, das Orthopädisch-Unfallchirurgische Zentrum der Universitätsmedizin Mannheim, das Institut für Sport- und Sportwissenschaft am Karlsruher Institut für Technologie, das Ortho-Zentrum Karlsruhe und der Berufsverband für Orthopädie und Unfallchirurgie BVOU.

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