Nährstoffe: Viel mehr als nur Fett und Cholesterin

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Nährstoffe haben eine wichtige Bedeutung für den Körper. Viel zu oft wird vor allem der mögliche schlechte Einfluss gesehen.

Bei den Bemühungen, das Fett vom Körper fern zu halten, geht der Blick für die wirkliche Bedeutung der Nährstoffe verloren.

Was genau sind Nährstoffe eigentlich?

Der Begriff „Nährstoffe“ ist mehr als eine Zusammenfassung zu sehen und bezieht sich auf wichtige Produkte, die den Körper am Laufen halten. Der durchschnittliche menschliche Körper hat einen Anteil von rund 15% Fett, etwa 60% Wasser sowie 20% Proteine. Die restlichen 5% werden durch Kohlenhydrate und Mineralstoffe abgedeckt. Damit der Körper gut funktionieren kann, ist er darauf angewiesen, über die Nahrungsmittel eine regelmäßige Zufuhr der Nährstoffe zu bekommen.

Sie halten also das ganze System am Laufen. Dabei wird unterschieden zwischen den essenziellen und den nicht essenziellen Nährstoffen. Der Körper ist in der Lage, die nicht essenziellen Nährstoffe selbst herzustellen. Alle Nährstoffe, die essenziell sind, müssen in einer bestimmten Menge zugeführt werden, damit der Körper überhaupt weiter existieren kann. Zudem gibt es Nährstoffe, die eine funktionsfördernde Wirkung haben. Das heißt, sie können die Leistung des Körpers auf eine natürliche Weise steigern, wie es beispielsweise Proteine tun. Doch was sind denn nun die Nährstoffe, die essenziell oder nicht essenziell sind?

Die essenziellen Nährstoffe im Überblick

Wenn von essenziellen Nährstoffen gesprochen wird, dann handelt es sich hierbei um:

  • essenzielle Fettsäuren und Aminosäuren
  • Mineralstoffe
  • Wasser
  • Vitamine
  • Spurenelemente

Diese Nährstoffe werden täglich, ohne dass man sich darüber wirklich bewusst ist, über die Nahrung aufgenommen. Das gilt auch für Wasser. Viele Nahrungsmittel enthalten Flüssigkeit und diese wird zusätzlich zu den täglichen Getränken an den Körper weitergegeben.

Die nicht essenziellen Nährstoffe sowie die funktionsfördernden Stoffe

Neben den essenziellen Nährstoffen stehen also die nicht essenziellen Varianten. Der Körper ist in der Lage, diese Nährstoffe bis zu einem gewissen Grad selbst herzustellen. Das heißt aber nicht, dass sie in ausreichender Menge hergestellt werden können. Es ist notwendig, diese ebenfalls aufzunehmen, wenn auch nicht in einer so großen Menge. Die nicht essenziellen Nährstoffe sind:

  • Kohlenhydrate
  • nicht essenzielle Aminosäuren und Fettsäuren

Die Körperfunktionen können unter anderem durch Ballaststoffe, Proteine sowie sekundäre Pflanzeninhaltstoffe gefördert werden. Hier ist es jedoch wichtig, jeden Körper individuell zu sehen und dann zu entscheiden, welche Zugabe genutzt wird. Gerade Sportler haben einen deutlich erhöhten Bedarf an einigen Nährstoffen. Oft fordert der Körper sich diese aber sogar selbst ein.

Die Bedeutung der einzelnen Nährstoffe für den Körper

Um sich jedoch bewusst machen zu können, welchen Einfluss die Nährstoffe auf den Körper wirklich haben, ist es wichtig, deren Bedeutung und ihre Auswirkungen zu kennen. Oft besteht die Angst, durch die Einnahme von zu vielen Nährstoffen, denn nichts anderes sind Fett und Protein, den Körper zu belasten und das Cholesterin zum Anstieg zu bringen. Tatsächlich braucht der Körper jedoch unter anderem auch Fette, um funktionieren zu können. Die Nährstoffe haben alle besondere Aufgaben im Körper:

  • Proteine sind besser bekannt als Eiweiße und sind eine Grundlage dafür, dass der Körper funktioniert. Sie unterstützen den Erhalt und den Aufbau der Muskeln, helfen bei der Bildung von Hormonen und Enzymen und sind mit dafür zuständig, dass das Immunsystem und die Blutgerinnung gut funktionieren. Interessant zu wissen: Proteine setzen sich aus verschiedenen Aminosäuren zusammen.
  • Kohlenhydrate: Energie für den Körper wird meist von Kohlenhydraten zur Verfügung gestellt. Der Körper kann Kohlenhydrate sowohl in Fett, als auch in Glykogen verwandeln. Meist wird davon ausgegangen, dass Kohlenhydrate für eine Gewichtszunahme zuständig sind. Das ist aber so nicht korrekt. Einfache Kohlenhydrate sind durchaus kontraproduktiv bei der Abnahme. Komplexe Kohlenhydrate jedoch werden besonders langsam zerlegt, können optimal verarbeitet werden und es entsteht kaum bis keine Einlagerung von Fetten.
  • Ballaststoffe: Hierbei handelt es sich um Teile aus pflanzlichen Lebensmitteln. Gemeint sind alle die Stoffe, die durch die Verdauungsenzyme nicht bearbeitet und zersetzt werden können. Sie bringen ein deutliches Sättigungsgefühl mit sich, unterstützen die Entgiftung des Körpers, halten den Darm in Schwung und gleichen das Cholesterin aus.
  • Fette: Fett ist der wichtigste Energielieferant für den Körper und zusätzlich dazu ein unheimlich wichtiger Trägerstoff. Fett wird beim Aufbau der Zellmembranen benötigt und schützt diese gleichzeitig. Wenn ein Mangel an Fett vorliegt im Körper, dann kann das teilweise starke Organschäden nach sich ziehen.
  • Vitamine sind eigentlich an allen Stoffwechselvorgängen beteiligt, die es im Körper so gibt. Meist sind sie essenziell. Unter anderem unterstützen sie das Immunsystem, die Sehkraft und das gesamte Wohlbefinden.
  • Mineralstoffe: Auch die Einsatzgebiete und die Wirkungsweise von Mineralstoffen sind vielseitig. Sie dienen als Unterstützung der Knochen, helfen bei der Stärkung des Immunsystems und vieles mehr. Besonders bekannt sind Mineralstoffe, wie Calcium oder auch Magnesium.
  • Wasser: Auch Wasser ist ein wichtiger Nährstoff, denn wo kein Wasser, da kein Leben – zumindest beim menschlichen Körper. Es löst die Nährstoffe auf, unterstützt eine funktionierende Ausscheidung und dient zum Aufbau der Körperzellen.

Der Einfluss von Protein auf den Körper

Sportler wissen meist um die Bedeutung von Proteinen für den Körper. Als einer der drei wichtigsten Bausteine bei der täglichen Ernährung erfüllt Protein sehr viele verschiedene Aufgaben im Körper. So ist es beispielsweise dafür verantwortlich, dass die Zellen in Form gehalten werden. Es ermöglicht einen effizienten Aufbau von Muskeln und kann sich positiv auf die Blutgerinnung auswirken. Interessant ist auch der Fakt, dass Proteine sich positiv auf den Cholesterinspiegel auswirken können.

Die Eiweißrevolution schreitet voran und immer mehr Menschen wird bewusst, wie wichtig die Aufnahme von Proteinen für den Körper und das eigene Wohlbefinden ist. Nicht umsonst heißt es, dass die Hormone den Körper durcheinanderbringen können. Auch in Bezug auf den Gewichtsverlust können Proteine einen sehr guten Einfluss haben. So kostet deren Umsetzung den Körper sehr viel Energie. Wer sich proteinreich ernährt, der sorgt dafür, dass der Körper stets arbeitet und dabei Energie verbraucht, die aus den bestehenden Fettzellen genommen wird. Der Hinweis für eine eiweißreiche Ernährung ist daher nicht nur für Sportler interessant, sondern auch für alle anderen Menschen, die vielleicht an Gewicht verlieren und ihrem Körper etwas Gutes tun möchten.

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