Selbstschutz für die Seele

Geht der Partner fremd? So stellt man es fest

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Fremdgänger wollen nicht aufgedeckt werden. Aus diesem Wunsch resultiert aber oft sehr verräterisches Verhalten.

Betrug durch den Partner ist der schwerste Vertrauensbruch in einer Beziehung. Schon zum Eigenschutz sollte man die großen und kleinen Hinweise nicht ignorieren.

In der überwiegenden Majorität aller Liebesbeziehungen wird beiderseitige Treue erwartet – ungeachtet aller gesellschaftlicher und sexueller Trends. Dass eine Beziehung „eingehen“ kann, akzeptieren viele. Dann aber wollen sie Ehrlichkeit. Das genaue Gegenteil davon ist ein fremdgehender Partner, der den anderem im Glauben lässt, es sei alles in Ordnung. Doch angesichts der Tatsache, dass die meisten Fremdgänger hohe Kreativität bei der Verschleierung ihres Tuns aufbringen können, ist es oft schwer, es aufzudecken – aber durchaus möglich. Wie, das zeigt der folgende Artikel.

1. Die Terminzahl geht durch die Decke

Fremdgehen bedeutet immer auch, dass man Zeit, die man bislang mit dem Partner verbrachte, mit der neuen Liebe verbringt. Im Umkehrschluss benötigt das natürlich plausible Gründe. Folgende Liste ist nur als unvollständige Ausreden-Basis zu verstehen:

  • Stark angestiegene Überstundenzahlen bzw. veränderte Arbeitszeiten. 
  • Ein neues Hobby, das plausible Abwesenheitsgründe liefert (etwa Training). 
  • Häufige Termine, die sich mit bisherigen Tätigkeiten erklären lassen (bspw. Geschäftsreisen). 
  • Ein Freund benötigt angeblich Unterstützung (perfide: Wird häufig so erklärt, dass dieser Freund betrogen wurde).

Das allein ist zwar noch kein Beweis, aber ein starkes Indiz. Generell sollte einen alles stutzig machen, das mehr Abwesenheit produziert.

2. Das Leben mit dem alten Partner verändert sich

Um diesen Punkt zu verstehen, muss man sich in das Gehirn eines Fremdgängers hineinversetzen. Die neue Liebe ändert ihn. Gleichzeitig ist er aber nicht willens, sein altes Leben zu beenden – sonst würde er ja die Beziehung beenden. 

Nicht zwingend schläft durchs Fremdgehen der Sex mit dem Partner ein. Oft passiert auch das Umgekehrte, der Fremdgänger wird zuhause viel leidenschaftlicher. 

Derartige Balanceakte sind stressig. Immer führen sie dazu, dass sich der seitenspringende Partner bzw. sein Verhalten verändert – oft nur in feinen Nuancen, auf die man achten muss. Anzeichen:

  • Der Sex verändert sich. Er wird nicht zwingend weniger. Ebenso kann auch der Partner leidenschaftlicher sein, andere Praktiken wollen oder urplötzlich stark auf die Bett-Bedürfnisse des Betrogenen eingehen. 
  • Sein Charakter wandelt sich. Fremdgehen ist eine Gratwanderung zwischen Entdeckungsangst und Euphorie. Das geht an kaum jemandem spurlos vorüber. Extremer erscheinende Stimmungslagen, auch unbekannt heftiges Reagieren auf Nachfragen zu seiner Abwesenheit. 
  • Der Partner plappert mehr. Abermals aus Aufdeckungsangst. Besonders häufig werden Themen angeschnitten, die mit der Ausrede zu tun haben. Etwa was man während der Überstunden machte. Dahinter steht der Wunsch, die Wirkung der Ausreden zu verstärken.
  • Sein Schenkverhalten ändert sich. Urplötzlich gibt es Blumen, Schmuck oder sogar mehr. 
  • Der Fremdgänger ändert sein Verhalten bzw. sein Äußeres. Er wird sportlicher, achtet mehr auf Gewicht/Ernährung, kauft schickere Kleidung und erklärt das alles so, dass er für den Partner besser wirken möchte.

Meist steckt dahinter ein schlechtes Gewissen – boshaftes Fremdgehen kommt selten vor. Die allermeisten wissen, dass sie damit einen schwerwiegenden Fauxpas begehen; das erzeugt je nach Charakter starke Schuldgefühle.

3. Der Partner macht plötzlich auf Geheimniskrämer

Es gibt genügend Ratgeber, die Tricks aufzeigen, mit denen man sein Tun verschleiern kann. Allerdings darf man nie vergessen, dass Fremdgänger i.d.R. keine Meister der Verschleierungskunst sind. Das bedeutet, dass viele Maßnahmen, die sie nutzen, um den Partner im Unklaren zu lassen, tatsächlich ziemlich auffällig sein können, wenn man die Augen offenhält.

  • Dinge, die er vorher dem Partner überlassen hat, erledigt er plötzlich selbst. Beliebt: Wäsche waschen, um zu vermeiden, dass verräterische Spuren (Lippenstift, Make-Up, Parfüm, Sperma…) bemerkt werden. 
  • Auffällig häufig kommt der Partner ungewohnt frisch von Terminen, Überstunden usw. zurück. 
  • Er wacht akribischer über seine Finanzen, gewährt keine Einblicke in Kontoauszüge (oder hat plötzlich sogar eine neue Kreditkarte…) und zahlt häufiger in bar. 
  • Sein Handy wird zur No-Go-Zone. Er hält es so, dass man das Display nicht lesen kann, sperrt plötzlich den Bildschirm, lässt es nirgendwo unbeaufsichtigt, stellt die „Gelesen“-Markierungen ab.
  •  Wenn man ihn auf seine Verhaltensänderungen anspricht, versucht er, das Thema herunterzuspielen, es zu wechseln, reagiert mitunter auch unwirsch („du bist doch verrückt“).

Derartige Dinge sind leider deutliche Alarmsignale. Selbst dann, wenn der Partner schon immer ähnliche Verhaltensmuster in abgeschwächter Form an den Tag legte.

4. Es gibt „Killer-Beweise“

„Du, ich hab, glaub ich, deine Freundin in der Stadt gesehen, aber mit einem anderen Mann“. Derartige Informationen höchster Brisanz fallen Betrogenen meist urplötzlich in den Schoß. Viel zu häufig führen sie jedoch nicht zur Aufdeckung – entweder, weil der darauf angesprochene Partner (siehe Punkt 1) eine plausible Ausrede liefert (Kollege, Trainingspartner…) oder aber der Betrogene beschließt, sich selbst zu belügen und die Information zu ignorieren – viele betrogene Partner neigen zu derartiger Verleugnung, weil sie den Fakt nicht wahrhaben möchten.

Dabei gibt es Beweise, die in Verbindung mit den anderen Anzeichen zum Killer-Argument werden, also keinen anderen Schluss mehr zulassen:

  • Trotz einer kurz zurückliegenden Reise kommt der Partner nur mit frischgewaschenen Sachen zurück. 
  • In seinem Navigationssystem finden sich keine Hinweise mehr auf den Ort einer Reise. 
  • Er geht für Telefongespräche aus dem Raum / auf Balkon oder Terrasse, schließt die Türen hinter sich oder telefoniert/textet gar im Auto vor dem Haus.
Eindeutige Indizien werden aus emotionalen Selbstschutz gerne auch mal ignoriert. 
  • Er löscht bei gemeinsam genutzten Digitalgeräten plötzlich Browserverläufe, ändert Passwörter, legt eigene Accounts an oder kauft sich ein eigenes Gerät. 
  • Das Verhältnis zu seinem besten Freund scheint zu kriseln – häufig deshalb, weil Fremdgänger sich ihnen anvertrauen und von ihrer Reaktion nicht angetan sind. 
  • Der Partner ist über mehrere Stunden nicht mehr erreichbar bzw. reagiert nicht. 
  • Er unternimmt viel häufiger etwas mit einem eigenen Kreis von Freunden, Kollegen usw. und animiert den Partner dazu, ebenfalls mehr mit seinen eigenen Freunden und Kollegen zu tun.

Bei solchen Beweisen gibt es nur noch eine Möglichkeit: Eine Detektei mit Nachforschungen beauftragen. Dies selbst zu tun, führt i.d.R. nicht zum Erfolg. Ebenso wenig, wie den mutmaßlich fremdgehenden Partner einfach zu konfrontieren. Sofern man keine stichhaltigen Beweise vorlegen kann, wird er das nur als wilde Mutmaßungen abtun, es gibt Streit und er wird künftig noch viel vorsichtiger sein.

Mit Beweisen konfrontiert, die sich nicht mehr leugnen lassen – etwa Fotos und Videos ohne jeglichen Interpretationsspielraum – werden die meisten Betrüger „zusammenbrechen“. Ob eine Beziehung dann beendet ist, muss jedes Paar für sich entscheiden. Es übers Knie zu brechen, ist selten gut. Allerdings müssen einem derartigen Vertrauensbruch Handlungen folgen. Denn immer ist Fremdgehen ein Beweis dafür, dass in der bisherigen Beziehung etwas nicht stimmte. Findet man heraus, was es ist, bekommt man auch einen Hinweis darauf, ob sich noch etwas kitten lässt oder nicht.

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