Es hätte nicht sein müssen

Frau geht zur Pediküre - wenig später kämpft sie um ihr Leben

Tracy Lynn Martinez will sich die Füße aufhübschen lassen. Doch nur kurz darauf muss sie ins Krankenhaus. Nun warnt ein Dermatologe vor der Behandlung.

Drei Monate ist sie durch die Hölle gegangen, hat sogar um ihr Bein bangen müssen, dass es amputiert wird. Um ein Haar hätte Tracy Lynn Martinez sogar noch ihr Leben verloren - und das alles nur wegen einer simplen Pediküre. Diese hatte sich die Frau aus dem US-Bundesstaat North Carolina Ende Juni in einem Beauty-Salon machen lassen. Wie üblich, wurde auch ihre Hornhaut an den Fersen entfernt.

US-Amerikanerin verliert fast ihr Bein - wegen eines dreckigen Hornhautschabers

Doch genau hier liegt die Crux: Nur einen Tag später fühlte sich Martinez nicht wohl, ihr war schwindlig, übel und sie musste sich sogar übergeben. Als es immer schlimmer wurde, rief sie schließlich den Notarzt. Als sie wenig später ins Krankenhaus kam, stellten die Ärzte dort schnell fest: Die 35-Jährige leidet an einer schweren Form von Zellulitis.

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Dabei handelt es sich um eine Infektion des Unterhautgewebes, die durch Bakterien verursacht wird. Bei genaueren Nachforschungen stellte sich schließlich heraus, dass der Hornhautschaber, der während der Pediküre angewendet wurde, nicht richtig desinfiziert worden war. Durch das starke Abschaben der Haut gelangten so wohl die Bakterien durch die Haut in den Körper und den Blutkreislauf.

Glücklicherweise kam Martinez noch rechtzeitig in die Klinik, ansonsten hätte eine lebensgefährliche Sepsis entstehen oder sogar die Haut absterben können. Ihr Bein war schließlich bereits auf die dreifache Größe angeschwollen, als sie in die Notaufnahme kam. Zudem wuchs darauf eine riesige Blase, weshalb die US-Amerikanerin bereits um ihr Bein fürchten musste. So soll sie gerade noch einer Amputation von der Schippe gesprungen sein.

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Dermatologe warnt: Das müssen Sie tun, um Verletzungen zu vermeiden

Sofort verabreichten ihr die Ärzte dort Antibiotika, zwei Wochen später konnte Martinez glücklicherweise bereits wieder das Krankenhaus verlassen. Die Medikamente muss sie allerdings noch drei Monate weiter nehmen und Kompressionsstrümpfe tragen.

Auch Daniel Aires, Dermatologe an der Universität in Kansas, warnt jetzt gegenüber der britischen Daily Mail vor Hornhautschabern. "Es ist in Ordnung, wenn der Kosmetiker die Nägel lackiert oder eine Massage gibt. Man sollte jedoch vorsichtig sein, wenn scharfe Gegenstände von jemandem verwendet werden, der kein Arzt ist", so Aires. "Wenn man seine Hornhaut entfernen will, sollte man sie auf keinen Fall abschneiden oder abschaben. Feilen ist immer besser. Es gibt außerdem Cremes, die ebenfalls zur Hornhautentfernung geeignet sind."

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jp

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