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Coronavirus-Krise: So überstehen Sie den Lockdown – Tipps von der Therapeutin

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Von: Juliane Gutmann

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Ausgangsbeschränkungen und Sorge um Angehörige: Die Covid-19-Pandemie schlägt aufs Gemüt. Folgende Tipps von einer Expertin helfen, zuversichtlich zu bleiben.

Seit dem 2. November 2020 herrschen in Deutschland wieder strengere Regeln, um die Ausbreitung von Covid-19 einzudämmen. Kinos, Fitnessstudios, Restaurants sowie Kosmetikstudios müssen schließen und die Bürger sind angehalten, Kontakte, Ausflüge und Reisen auf das Nötigste zu beschränken. Das schlägt aufs Gemüt. Gerade jetzt im Winter ist es deshalb wichtig, sich so oft wie möglich draußen an der frischen Luft zu bewegen, sich häufig mit anderen auszutauschen und mit lustigen Filmen und einem neuen Hobby die Laune zu heben. Verhaltenstherapeutin Heike Winter erklärt weiter unten im Text, was außerdem hilfreich ist.

Artikel vom 06.04.2020: Seit Sonntag, den 22. März 2020, gelten für ganz Deutschland strenge Ausgangsbeschränkungen. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat alle Bürger dazu aufgerufen, Wohnungen und Häuser nur falls nötig zu verlassen. Der Gang zum Lebensmitteleinkauf, zum Arzt oder zur Arbeit ist zwar möglich, allerdings sollte ein Abstand von mindestens 1,5 Metern zu anderen Personen eingehalten werden. Befremdliche Maßnahmen, die allerdings Leben retten: Oberstes Ziel sei es laut Bundesregierung, die Ausbreitung der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 zu verlangsamen. Das ist am besten durch Isolation möglich, da sich das Coronavirus durch Tröpfcheninfektion verbreitet*. 

Deshalb wird aktuell dringend empfohlen, wo möglich auf soziale Kontakte zu verzichten*. Familientreffen, gemütliche Abende mit Freunden, Restaurant-Besuche oder Mannschaftssport: All diese und ähnliche Aktivitäten sind derzeit nicht möglich, was die Stimmung erheblich trübt. Dazu kommen die Hiobsbotschaften in den Nachrichten über steigende Covid-19-Fälle und zusammenbrechende Gesundheitssysteme in anderen Ländern. Wie soll man da zuversichtlich bleiben? Eine Therapeutin gibt Antworten. 

Therapeutin rät: Pläne schmieden, telefonieren, Struktur schaffen

Heike Winter ist praktizierende Verhaltenstherapeutin in Offenbach und Präsidentin der Psychotherapeutenkammer Hessen. Sie empfiehlt folgende Strategien, um mit der aktuellen Situation und der damit verbundenen Unsicherheit fertig zu werden:

Video- und Telefonsprechstunden für Menschen mit psychischen Krankheiten

Menschen mit psychischen Problemen trifft die aktuelle Situation, die viel Unsicherheit und soziale Isolation mit sich bringt, noch härter als psychisch Gesunde. Deshalb zählen Psychotherapeuten genau wie Ärzte zu den Berufsgruppen, die auch jetzt weiter arbeiten, um die Versorgung der Patienten zu sichern

Wer bereits eine Psycho- oder Verhaltenstherapie macht, kann diese in vielen Fällen wie gewohnt weiterführen. Kontaktieren Sie einfach Ihren Therapeuten und sprechen Sie mit ihm oder ihr den weiteren Verlauf der Therapie ab. Viele Therapeuten bieten auch Telefon- und Videosprechstunden an. "Auch Menschen, die bislang noch keine Therapie begonnen haben, können weiter eine anfangen", so Verhaltenstherapeutin Heike Winter.

Sie haben den Verdacht, an einer Depression* zu leiden? 

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