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„Corona-Zehen“: Hautveränderung als Zeichen für Infektion?

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Von: Judith Braun

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Hautveränderungen an Zehen könnten in Verbindung mit einer Corona-Infektion stehen. Die Wissenschaft ist sich allerdings uneinig.

Halsschmerzen, Husten, Verlust von Geruchs- und Geschmackssinn oder Erschöpfung: Die Symptome, die mit einer Covid-19-Erkrankung einhergehen können, sind vielfältig. Inzwischen berichten Ärzte jedoch auch vermehrt von Hautproblemen in Verbindung mit einer Corona-Infektion. Seit Beginn der Pandemie soll es bereits zu einem Phänomen gekommen sein, welches möglicherweise auch in Zusammenhang mit dem Coronavirus steht. Denn seit Anfang 2020 leiden junge Menschen gehäuft unter Schwellungen und Verfärbungen an den Zehen.

„Corona-Zehen“: Hautveränderung als Zeichen für Infektion?

Nackte Füße einer Frau in Jeans auf dem Boden
Mit Beginn der Corona-Pandemie stiegen auch Fälle von Hautveränderungen an Zehen. (Symbolbild) © erllre/IMAGO

Zeitgleich mit Beginn der Pandemie kam es weltweit zu einem Anstieg von sogenannten „Corona-Zehen“, wie das Phänomen der Hautveränderungen in Fachkreisen genannt wird. Dabei handelt es sich um merkwürdig verfärbte Zehen mit juckenden roten und violetten Flecken. Zuvor kannten sie Ärzte als Folgen von Frostbeulen, die im Winter manchmal und eher selten zu beobachten sind. Hautveränderungen sind in Verbindung mit Viruserkrankungen wie zum Beispiel Masern, Herpes oder Röteln jedoch nicht ungewöhnlich. Deshalb wurde vermutet, dass es sich um ein Symptom einer Covid-19-Erkrankung handelte.

Inzwischen sehen Wissenschaftler diesen Zusammenhang jedoch kritisch. Schließlich fiel ein Corona-Test bei vielen Betroffenen negativ aus, wie auch die Ergebnisse einer neuen Studie aus dem Fachmagazin „PNAS“ zeigen. Laut Experten könnten junge Menschen, die eine SARS-CoV-2 Infektion ohne Symptome durchmachen, die Covid-Zehen im Rahmen einer effizienten Reaktion des angeborenen Immunsystems gegen das Virus entwickeln. Manche Forscher suchen jedoch auch nach anderen Erklärungen für die „Corona-Zehen“. Sie könnten beispielsweise als Folge des Lockdowns entstanden sein, wo Menschen möglicherweise zu Hause kein Socken oder Schuhe getragen haben. Das Rätsel um die Hautveränderungen am Fuß ist bislang weiterhin ungelöst.

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Corona-Zehen: Was tun bei Hautveränderungen am Fuß?

Wer Hautveränderungen an den Zehen feststellt, sollte möglichst einen Arzt konsultieren. Er kann die Symptome bestimmen und sie behandeln. Schließlich können sie auch Anzeichen anderer Krankheiten sein. Verblüffend ist jedoch, dass sich manche Menschen trotz Kontakt mit Infizierten nicht mit dem Virus anstecken. Ein Grund dafür kann eine Booster-Imfpung sein. Betroffene haben dann nach einer Omikron-Infektion meist auch deutlich kürzer Symptome.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteuren und Redakteurinnen leider nicht beantwortet werden.

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