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Corona-Schnelltests für zu Hause: So funktionieren sie

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Von: Ömer Kayali

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Ein Corona-Schnelltest liefert schon nach kurzer Zeit Ergebnisse. Bald sollen Bürger sich auch zu Hause selbst testen können.

Um sich auf das Coronavirus testen zu lassen, muss man einen sogenannten PCR-Test* über sich ergehen lassen. Doch bis das Ergebnis vorliegt, dauert es in der Regel einige Tage. Bis dahin kann es gut sein, dass man sich in der Zwischenzeit woanders angesteckt hat – ein großer Nachteil, den man mit Schnelltests umgehen kann. Allerdings sind letztere in Deutschland noch nicht wirklich im Einsatz. Das soll sich aber schon bald ändern: Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet, plane das Bundesgesundheitsministerium, dass die Schnelltests auch in Apotheken erhältlich sein sollen. Wahrscheinlich wird es im März soweit sein.

Corona-Schnelltests für zu Hause: Diese Tests kommen in Frage

Normalerweise werden auch Schnelltests nur von ausgebildetem Personal durchgeführt, da diese einen Abstrich mit einem langen Stäbchen tief im Rachen oder der Nase verlangen. Da dies nicht nur unangenehm, sondern für Privatpersonen schwer selbst zu praktizieren ist, sind für Selbsttests etwas andere Produkte im Gespräch. So sind Gurgel- und Speicheltests zum Beispiel wesentlich einfacher durchzuführen. Alternativ könnten auch Tests in Frage kommen, bei denen Abstriche in der Nase weiter vorn entnommen werden.

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Corona-Schnelltests für zu Hause: Wie zuverlässig sind die Ergebnisse?

Corona-Schnelltest
Corona-Schnelltests sollen schon bald auch zu Hause durchführbar sein. © Oliver Mueller/Imago

Die Berliner Charité hatte im vergangenen Herbst zusammen mit der Uniklinik Heidelberg untersucht, wie sich rund 150 Corona-Verdachtspatienten beim Umgang mit einem noch nicht auf dem Markt erhältlichen Selbsttest samt Anleitung geschlagen haben. Der Tupfer musste im vorderen Nasenbereich in zwei bis drei Zentimetern Tiefe für 15 Sekunden in kreisenden Bewegungen an den Innenwänden der Nase entlanggeführt werden. Beobachtet wurden laut Charité-Professor Frank Mockenhaupt nur minimale Unterschiede zwischen Selbsttest und Test mit tiefem Nasenabstrich durch einen Profi. Beim Selbsttest wurden laut der Studie 33 von 40 Infizierten erkannt, beim Einsatz von Fachpersonal waren es 34.

Auch interessant: Abstrich aus Nase oder Rachen? Wann welcher Corona-Test wann und wo zum Einsatz kommt.

Eigentests – zum Beispiel auch Blutzuckertests für Diabetiker – müssen in Deutschland ein spezielles Prüfverfahren etwa mit Hilfe des Tüv oder der Dekra durchlaufen. Das soll garantieren, dass sie wirklich für jeden Laien leicht anwendbar sind. Das reicht von der Verständlichkeit der Verpackungsbeilage bis hin zu den Materialien. Außerdem muss „die Ergebnisqualität unter diesen Anwendungsbedingungen sichergestellt“ sein, wie es vom Bundesgesundheitsministerium weiter heißt – die Testergebnisse müssen also aussagekräftig sein.

Experten weisen auch bei den herkömmlichen Schnelltests darauf hin, dass sie immer nur eine Momentaufnahme sein können und vor allem bei Menschen mit hoher Viruslast gut anschlagen. Ein negativer Test muss nicht heißen, dass man das Virus nicht schon in sich trägt. Mit Blick auf die künftigen Selbsttests heißt es von der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, auf jeden positiven Test zu Hause solle ein sofortiger Anruf beim Hausarzt oder Gesundheitsamt erfolgen. „Nur ein PCR-Test vom Labor kann das Ergebnis des Schnelltests sicher bestätigen und damit das Infektionsgeschehen präzise abbilden.“

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Wann kommen die Corona-Selbsttests auf den Markt?

Nachdem klar ist, dass das Ministerium den Weg für die Selbsttests frei machen will, können die Unternehmen nun mit Hochdruck an der Zulassung solcher Tests arbeiten, sagte der Geschäftsführer des Verbandes der Diagnostica-Industrie, Martin Walger. Bis es mit den Tests soweit sei, werde es aber „ein paar Wochendauern. Seinen Angaben zufolge ist es denkbar, dass neben Gurgeltests auch die jetzigen Schnelltests mit den langen Stäbchen eine Zulassung für den Privatgebrauch bekommen. (ök/dpa) *merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Redaktionsnetzwerks.

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