Gesund bleiben

Behandlung und Vorsorgemaßnahmen bei Grippe

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Die Nase läuft, die Glieder schmerzen. Winterzeit ist die typische Erkältungszeit. Doch wann steckt hinter dem scheinbar harmlosen Infekt keine Erkältung, sondern eine Grippe?

Anhand verschiedener Symptome und der Art des Auftretens kann früh erkannt werden, welcher Infekt besteht - und welche Behandlung eingeleitet werden muss. Manchmal wird sogar die Einnahme von Virostatika notwendig.


Grippe oder Erkältung? 


Wenn der Hals schmerzt und die Nase verstopft ist, deutet dies auf eine Influenza (Grippe) hin - oder eben eine simplere Erkältung. Häufig als Synonym voneinander verwendet, handelt es sich um zwei völlig verschiedene Krankheiten. Da sich die Symptome von Erkältung und Grippe ähneln und teilweise überschneiden, ist eine Selbstdiagnose für Patienten schwierig. Ein Indiz gibt es: Die Beschwerden treten bei der harmlosen Erkältung nacheinander auf. So beginnt es etwa mit der laufenden Nase oder dem Kratzen im Hals, dann kommen Husten und Gliederschmerzen hinzu. Typisches Merkmal für eine Grippe ist hingegen das gleichzeitige Auftreten dieser Symptome, weiterhin setzen sie sehr plötzlich ein. Eine erhöhte Temperatur bis hin zu Fieber ist ebenfalls ein Indiz, das für Grippe stehen kann. Begleitsymptome sind bei einigen Patienten weiterhin:


- Schüttelfrost

- Luftnot
- Müdigkeit bis hin zur Erschöpfung

- Magen-Darm-Beschwerden bis hin zum Erbrechen

- eine Bindehautentzündung oder gerötete Augen

- ein aufgedunsenes, angeschwollenes Gesicht



Gezielte Behandlung bei der Grippe 


Ist die Grippe erst einmal ausgebrochen, werden die Symptome in der Regel mit Schmerzmitteln (z.B. Paracetamol oder Ibuprofen) behandelt. Vorsicht bei kleinen Kindern: Medikamente mit Acetylsalicylsäure müssen gemieden werden, da diese eine gefährliche Krankheit von Gehirn und Leber auslösen können. Gegen die verschiedenen Beschwerden der Grippe werden Arzneien eingesetzt. Auch Hausmittel wie ein Zwiebelwickel für die Halsschmerzen oder ein Salzdampfbad für die Befreiung der Atemwege können helfen. Gegen die verstopfte Nase bei Grippe sind Nasentropfen und abschwellende Nasensprays ratsam. Antibiotika werden hingegen nur dann verordnet, wenn neben der Atemwegsinfektion eine bakterielle Entzündung vorliegt. Gegen die echte Grippe sind sie wirkungslos, da sie Bakterien bekämpfen, aber gegen Viren nicht viel ausrichten können.



Bei Grippe schnell zum Arzt 


Die echte Grippe verläuft nicht nur langwieriger, sondern auch schwerer als eine Erkältung; daher gilt die Devise: Ab zum Arzt! Gehört der Patient zu einer Risikogruppe, die einen schwereren Verlauf vermuten lässt, können zusätzlich zu den Schmerz- und behandelnden Hausmitteln Virustatika eingenommen werden. Diese verschreibt der Arzt beispielsweise bei Personen über 65, Menschen mit geschwächtem Immunsystem (z.B. HIV-Betroffene) oder Diabetikern. Noch heute kann eine unbehandelte Grippe zum Tod führen; nicht nur aus diesem Grund ist ein Arztbesuch bei der echten Grippe obligatorisch. Neben der Einnahme der verordneten Medikamente hilft strikte Bettruhe bei der Erholung. Weiterhin sollte der Patient viel Flüssigkeit zu sich nehmen und heißen Tee trinken, der die Schleimhäute beruhigt.



Mit gezielter Vorbeugung das Schlimmste verhindern 


Schon bevor die Grippe Einzug hält, kann aber etwas getan werden. Neben der Grippeimpfung ist das Immunsystem der Knotenpunkt. In der Winterzeit muss die eigene Immunabwehr besonders gestärkt werden. Das wird durch eine ausgewogene Ernährung, viel Sport und Wechselduschen oder Saunagänge erzielt. Der Genuss Vitamin-D-haltiger Nahrungsmittel wie Avocados, Käse oder Eier ist angeraten. Weiterhin sollte in der Grippe- und Erkältungszeit die Hygiene an erster Stelle stehen: Der - wann immer mögliche - Verzicht auf den höflichen Händedruck ist eine Maßnahme, regelmäßiges Händewaschen eine andere. Außerdem sollte vermieden werden, stark beanspruchte Oberflächen wie Türgriffe oder Halteknöpfe im Bus in der Erkältungszeit zu berühren.

Fazit: Grippe früh behandeln 


Im Gegensatz zur harmlosen Erkältung kann eine Grippe zu schweren Komplikationen führen. Daher ist - insbesondere bei Risikopatienten - ein früher Gang zum Arzt ebenso wichtig wie die Schonung des Körpers während der Krankheitszeit. Gemeinsam mit hilfreichen Haus- und Schmerzmitteln können die Beschwerden gelindert und die Grippe innerhalb von wenigen Tagen gefahrlos überstanden werden.


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