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US-Corona-Medikament soll Trump geheilt haben: Deutschland sichert sich Präparat für Unsumme – doch wer zahlt?

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Von: Juliane Gutmann

Ganze 400 Millionen Euro blätterte die Bundesregierung für zwei Antikörper-Medikamente aus den USA hin. Das Präparat REGN-COV2 soll 2.000 Euro pro Dosis kosten.

In Deutschland läuft die Abrechnung von ärztlich verordneten Medikamenten und Therapien in der Regel über die Krankenkassen, wenn es sich um anerkannte und zugelassene Therapien handelt. Doch die neuen Antikörper-Medikamente aus den USA, die die Bundesregierung trotz fehlender Zulassung in der Europäischen Union gekauft hat, bergen Konfliktpotential. So ist (noch) nicht geregelt, wie behandelnde Ärzte und Kliniken den Einsatz der neuartigen Präparate abrechnen können.

Die Bild ist der Frage nachgegangen, wer die Kosten trägt, wenn man das Mittel REGN-COV2 als Patient verabreicht bekommt. Der Verband der Krankenkassen (GKV) gibt dazu eine klare Ansage: „Da die Bundesregierung das Mittel gekauft hat, erscheint es uns plausibel, dass sie es auch bezahlt.“ 2.000 Euro soll eine Dosis kosten. Wie die Deutsche Welle informiert, liegt der Preis bei Antikörper-Präparaten deshalb so hoch, weil sie sehr schwer zu produzieren sind. Die Hersteller müssten der Bild zufolge mit lebenden Zellen arbeiten und benötigen dafür hochspezialisierte und kostspielige Anlagen.

Antikörper-Medikament REGN-COV2 für leichte bis mittelschwere Corona-Verläufe

Wie der Pharmaindex „Gelbe Liste“ informiert, erhielten die Antikörper-Medikamente Bamlanivimab und Casirivimab/Imdevimab in den USA eine Notfallzulassung für die Behandlung von leichtem bis mittelschwerem Covid-19 bei Erwachsenen und pädiatrischen Patienten (zwölf Jahre und älter mit einem Gewicht von mindestens 40 Kilogramm). Die für die Therapie infrage kommenden Patienten müssten außerdem positiv auf Corona getestet worden sein und ein hohes Risiko für schwere Krankheitsverläufe haben. Dazu zählen Menschen mit sehr starkem Übergewicht, Diabetes und Menschen älter als 65 Jahre. (jg) *Merkur.de ist Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Mehr Quellen: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/11/23/usa-zulassung-fuer-erste-sars-cov-2-antikoerpertherapie; https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2020/10/12/regenerons-antikoerpercocktail-regn-cov2-erreicht-virologischen-schluesselendpunkt

Weiterlesen: Besser als die Corona-Impfung? Dieses Medikament stoppt Virus-Übertragung innerhalb von 24 Stunden.

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