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Wer diese beiden Games im Lockdown zockt, fühlt sich psychisch gesünder – sagen Forscher

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Von: Juliane Gutmann

Gaming ist für viele negativ besetzt – eine neue Veröffentlichung kommt zu dem Schluss, dass Zocken auch gesund sein kann.
Gaming ist für viele negativ besetzt – eine neue Veröffentlichung kommt zu dem Schluss, dass Zocken auch gesund sein kann. © Britta Pedersen/dpa

Forscher aus Oxford kommen zu einem Ergebnis, das vielen Müttern nicht gefallen dürfte: Bestimmte Videospiele haben positive Wirkung auf die mentale Gesundheit.

Der zweite Lockdown 2020* und kalte Temperaturen zwingen wieder häufiger in die eigenen vier Wände. Wer jetzt die alte Spielekonsole zum Zeitvertreib aus der Ecke holt, macht genau das Richtige. Denn Oxford-Forschern zufolge wirkt sich zocken positiv auf unsere Psyche aus – wenn wir die richtigen Spiele auswählen. Ein Forscherteam um Niklas Johannes vom Oxford Internet Institut beschäftigte sich mit der Frage, wie sich Gaming auf die mentale Gesundheit auswirkte. Ihr Ergebnis: Die Studienteilnehmer konnten ihr Wohlbefinden durch das Spielen von zwei bestimmten Videospielen steigern.

Animal Crossing*“ und „Plants vs. Zombies“: Diese zwei Games waren es, die sich positiv auf die Stimmung der Studienteilnehmer auswirkten. Die Daten von 3.274 volljährigen Spielern flossen in die Arbeit der Oxford-Wissenschaftler ein. Die Spieler zockten allerdings ausschließlich die beiden „harmlosen“ Games „Animal Crossing“ von Nintendo und EAs Tower-Defense-Spiel „Plants vs. Zombies“, also keine düsteren und gewalttätigen Ego-Shooter wie Counter-Strike. Nicht nur Fragebögen, die von den Spielern ausgefüllt wurden, auch Daten von Nintendo und EA wurden von den Wissenschaftlern ausgewertet. Letztere machten es möglich, die tatsächliche Spielzeit zu erfassen.

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Videospiele für bessere Laune im Lockdown: Diese zwei Games sollen die Stimmung aufhellen

Die Auswertung lässt den Forschern zufolge die Schlussfolgerung zu, dass ein erkennbarer positiver Zusammenhang zwischen dem Spielen der beiden Videospiele und psychischem Wohlbefinden besteht – auch wenn die Spieler lange Zeit mit Zocken beschäftigt waren. Grund dafür sehen die Forscher auch in einer positiven subjektiven Spielerfahrung: So bietet etwa die heile Inselwelt in „Animal Crossing“ die Möglichkeit, abzuschalten und sich zu entspannen. Allerdings ist die Oxford-Studie bislang nur als Vordruck veröffentlicht worden, eine unabhängige Bewertung des Papers durch Experten steht noch aus, wie das Portal t3n informiert. (jg) *tz.de und Merkur.de gehören zum deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerk.

Zur Veröffentlichung

Mehr Quellen: https://www.theguardian.com/games/2020/nov/16/video-gaming-can-benefit-mental-health-find-oxford-academics

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