Pollen in Mannheim

Achtung bei Gräserpollen: Mannheim aktuell stark betroffen

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Ob Birkenpollen, Gräser oder Ambrosia: Personen mit Heuschnupfen machen Pollen stark zu schaffen. Aus diesem Grund ist es wichtig, sich über den Pollenflug zu informieren.

In Mannheim wartet gerade für Allergiker im Bereich Gräserpollen eine harte Zeit. Die Gräserpollen sind los! Wird der Pollenflug grundsätzlich schlimmer? Und was können Allergiker tun?

Mannheim ist grundsätzlich eine tolle Stadt, in der es sich gut leben lässt. Für Allergiker dürfte sich in den nächsten Tagen jedoch Unheil anbahnen: Die Pollen sind wieder in extremem Maße los! Wobei der Flug von Gräserpollen als extrem hoch eingeschätzt wird, Roggenpollen dagegen nur sehr schwach. Die üblichen Verdächtigen, u.a. Ambrosia, Birke oder Erlen verzeichnen derzeit rund um Mannheim keinen Pollenflug. Wird 2019 damit für Allergiker wieder ein schlimmer Sommer?

Wie wird der Pollenflug dieses Jahr in Deutschland eingeschätzt?

Im Grunde genommen gelingt es auch einem Laien, einzuschätzen, ob in einem Jahr der Pollenflug in normalen Bahnen verläuft. Üblicherweise beginnt das Erwachen der Natur im Frühjahr, wenn die Temperaturen langsam ansteigen. Zumal das Wachstum und Fortbestehen von Pflanzen durch Wärme gefördert wird. Im Besonderen betrifft dies Samenpflanzen, die durch den Pollenflug ihre Gene in alle Windrichtungen verstreuen, um auf diese Weise zu überleben. Milde Wintermonate können daher dazu beitragen, dass Pollenflüge früher als gewöhnlich ihre Verbreitung beginnen. In der Regel weiß ein Allergiker, zu welchem Zeitpunkt im Jahr ein lästiger Heuschnupfen, mit tränenden Augen und triefender Nase, zu erwarten ist.

Änderungen im Weltklima tragen jedoch dazu bei, dass einige Pollen bereits unterwegs sind, wenn noch niemand damit rechnet. Beispiel: Die Schwarz-Erle, die feuchte, sumpfige Gebiete bevorzugt, hat ihre Blütezeit üblicherweise von Februar bis April. Warme Temperaturen um Weihnachten herum verschieben den Beginn nach hinten, sodass bereits die ersten Pollen im Januar mit dem Wind auf die Reise gehen.

Allergiker benötigen Pollenflug-Informationen

Eine Allergie stellt eine erhebliche Belastung des Körpers respektive für das Immunsystem dar und kann im schlimmsten Fall lebensbedrohlich sein. Deshalb werden Allergiker entsprechend in den Medien informiert.

Die Pollenflüge werden in ganz Deutschland im gleichen Zeitrahmen erwartet. Jedoch können die Belastungen unterschiedlich auftreten. So ist die Belastung für Gräserpollen derzeit deutschlandweit sehr hoch, für Roggenpollen jedoch in manchen Regionen gering und in manchen sehr hoch.

Ermittelt werden die Werte durch wissenschaftliche Messstationen, in Zusammenarbeit von meteorologischen Fachbereichen, z. B., der Freien Universität Berlin und den Wetterdiensten. Die Messungen erfolgen täglich in zeitnahen Abständen, um stets die neuesten Erkenntnisse zu veröffentlichen.

Die Bedeutung der Beobachtung von Pollenflügen ist in den letzten Jahren insoweit gestiegen, da der Klimawandel, durch Erderwärmung und Umwelt, einen Teil dazu beiträgt. Denn durch die leichte Erwärmung des Weltklimas sowie der Umweltbelastung haben sich die Pollenflüge nicht nur verlängert, sondern die Pollenproduktion hat entsprechend zugenommen. Ein Faktor, der einem Allergiker das Leben sowohl ein Stück mehr erschwert als auch die Gesundheit mehr beeinträchtigt. Jedoch sollten sich Allergiker den Sommer nicht vermiesen lassen, es gibt einfache Regeln und Mittel, den lästigen Pollen entgegen zu wirken!

Wichtig: Bevor Allergiker einen Ausflug ins Auge fassen, ist es demnach in der Pollensaison immer angebracht, sich gründlich zu informieren.

Wie können sich Allergiker dagegen schützen?

1. Der medikamentöse Schutz

Glücklicherweise stehen Allergiker dem Pollenflug heute nicht komplett schutzlos gegenüber. Es gibt eine Reihe von Möglichkeiten, sich dagegen zu schützen oder zumindest die Symptome deutlich zu lindern

Die Medizin ist heute soweit, dass sie Allergeien wie Heuschnupfen zumindest in Bezug auf die Symptome gut im Griff hat. Das Spektrum der Angebote ist reich gefächert. Zur Verwendung stehen Tabletten: Antihistaminika, die im Akutfall auf den gesamten Körper einwirken.

Nasenspray hilft zum Abschwellen der Nasenschleimhäute; Meersalzspray reinigt die Nase und die Nebenhöhlen von Pollen; Asthmaspray zur Erweiterung der Atemwege und Augentropfen gegen die Bindehautreizung. 

Zusätzlich existiert auch noch das sogenannte Notfallset, das bei einem anaphylaktischen Schock einem Allergiker das Leben rettet. Dieses Set besteht aus einem Adrenalin-Autoinjektor und einem Antihistaminikum. Erfolgversprechend sind in manchen Fällen Desensibilisierungen, die jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden. Die negative Seite dessen: Nicht jeder Allergiker spricht darauf an. So kommt es vor, dass eine Desensibilisierung im nächsten Jahr noch wirkt, aber die Allergie danach wieder auftritt. 

Hinweis: Allergiker, die auf chemisch hergestellte Medikamente verzichten möchten, finden Alternativen bei den homöopathischen Mitteln. Beispiel: Tropfen gegen Heuschnupfen mit den Wirkstoffen Luffa operculata (Kürbisgewächs), Galphimia glauca (Goldregen) und Cardiospermum (Ballonrebe).

2. Vermeidung als Schutz

Nachdem ein Allergiker sich draußen aufgehalten hat, bleibt es nicht aus, dass Pollen an der Kleidung, an Schuhen und an den Haaren anhaften. Daher gilt: Sofort Kleidung/Schuhe wechseln und vor dem Schlafen Duschen bzw. Haare waschen.

Da Proteine die Basis der meisten Allergien darstellen, sollte das eigene Haus/die Wohnung möglichst staubfrei gehalten werden. Staub bedeutet nämlich, dass auch Milben nicht weit sind. Diese Spinnentierchen lieben die Nähe der Menschen, nisten sich in Polstern, Kleidern und besonders gern in Betten ein. Der Milbenkot besteht ebenfalls aus Eiweiß, der getrocknet nachts über die Atemwege in den Körper gelangt und die gleichen Symptome hervorrufen kann.

Glatte Fußböden, die leicht zu reinigen sind, gelten daher in einem Allergikerhaushalt mittlerweile fast schon als Selbstverständlichkeit. Seit einiger Zeit sind spezielle Luftreiniger auf dem Markt, die im Sommer nicht nur angenehme Kühlung bringen, sondern ebenso krankmachende Allergene filtern und somit reduzieren.

Ein Spaziergang im Grünen: Für Allergiker mit Heuschnupfen kann dies zur Tortur werden.

Fazit: Die Pollen sind los

Allergien sind nicht nur ein lästiges Übel, sondern erschweren nicht nur Menschen das Leben, sondern auch Tieren. So ist es heute nicht mehr ungewöhnlich, dass der Familienhund unter Gräserpollen leidet. Zumal Hunde gerne in Wald und Wiese herumtoben. Die Auswirkungen sind genau die gleichen wie bei den Menschen. Ob Mensch oder Tier, es ist auf jeden Fall wichtig die Pollenflüge ganzjährig zu verfolgen, um entsprechend vorbeugende Maßnahmen treffen zu können. Denn, was die Witterung betrifft, werden auch Meteorologen manchmal überrascht, weil die Natur ihren eigenen Willen hat, dem die Menschen wohl niemals vollkommen gewachsen sein werden.

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