Auswirkungen auf den Südwesten

So bekommen wir den Klimawandel zu spüren!

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Der Klimawandel birgt große Gefahren für den Südwesten Deutschlands.

Baden-Württemberg - Die Klimaveränderung bringt auch in hiesigen Gefilden ernste Veränderungen mit sich. Ihre schwerwiegenden Folgen sollte man nicht ignorieren:

Viele glauben sich sicher im südwestlichen Deutschland und sind der Auffassung, der Klimawandel käme nicht so nahe an sie heran. Doch er ist schon da! Die Grünen im Landtag suchen nach Lösungen, um seine Folgen weitgehend eindämmen zu können. Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist der festen Überzeugung: Der Frühling beginnt immer früher“. 

Vermutlich haben es auch viele Hobbygärtner bemerkt; der warme März und die darauffolgenden Frosttage sind den Fallobstbäumen, Magnolien und Ahornen gar nicht gut bekommen. Die Obst- und Weinbauern mussten das ungleich schmerzlicher erfahren. Sie erleiden voraussichtlich große Ernteschäden durch den Nachfrost. 

Krasser Temperaturanstieg

Zur Veranschaulichung unserer Klimaveränderung dienen Vergleichswerte aus Stuttgart; dort gab es 1953 noch 25 Eistage im Jahr mit Höchsttemperaturen unter Null Grad und genauso viele Sommertage mit Temperaturen über 25 Grad. Bis 2009 erhöhte sich die Zahl der Sommertage auf 45 und die Eistage gingen auf 15 zurück. 

In Zukunft werden vor allem der Rheingraben und der Rhein-Neckar-Raum vom Temperaturanstieg betroffen sein. Hier werden bald an durchschnittlich 100 Tagen im Jahr über 30 Grad herrschen.

Aber auch andere Folgen sind nicht zu verkennen: Winterstürme, starker Hagel und Überschwemmungen suchen uns heim. Allein Orkan Lothar (1999) verursachte in vier Ländern einen Schaden von 8,64 Milliarden Euro.

Bilanz des Unwetters am Freitagabend

Fotos: Heftige Unwetter in der Metropolregion

Weltuntergangsstimmung in Ludwigshafen 

Die stetige Erwärmung begünstigt sogenannte Neobiota. So ist der Buchsbaumzünsler über Lieferungen aus China nach Europa gelangt. Einheimische Schädlinge wie der Borkenkäfer oder Maiszünsler bringen inzwischen nicht nur eine, sondern zwei Generationen pro Jahr hervor. 

Gesundheitsgefährdung

Die wärmeliebende Ambrosia aus Nordamerika, auch Wilder Hanf genannt, kann mit ihren Pollen schweres Asthma auslösen. Außerdem geht eine große Gefahr von der asiatischen Tigermücke aus, die unter anderem das Dengue-Virus und das möglicherweise für schwangere Frauen gefährliche Zika-Virus überträgt.

dpa/hew

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