Erfrischendes Grün

Natur ins Haus holen: Mit diesen Tipps kommt mehr Grün in die eigenen vier Wände

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Zimmerpflanzen sind dekorativ und wirken sich positiv auf die Psyche aus.

Wer in einer Stadtwohnung lebt, hat kaum Kontakt zur Natur. Um auf die positiven Effekte von Pflanzen nicht verzichten zu müssen, kann man sich die Natur einfach nach Hause holen.

Wer in einer Wohnung mitten in der Stadt lebt, hat in der Regel keinen direkten Zugang zur Natur. Schlimmstenfalls liegt der nächste Park ein paar U-Bahn-Stationen entfernt. Auf die positiven Effekte muss man trotzdem nicht verzichten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich die Natur einfach nach Hause zu holen.

Zimmerpflanzen: Mehr als nur Dekoration

Zimmerpflanzen haben viele Vorteile und gehören daher in jede Wohnung. Sie setzen in jedem Raum Farbakzente, die aber gleichzeitig nicht zu aufdringlich wirken und zu jeder Einrichtung passen. Dadurch machen sie jedes Zuhause schöner und gemütlicher. Abgesehen von diesen eher dekorativen beziehungsweise ästhetischen Faktoren, wirken sich Zimmerpflanzen auch positiv auf die menschliche Stimmung und Psyche aus. 

Jeder hat das sicherlich schon erlebt, dass man sich in einem Raum, in dem grüne Pflanzen stehen, wohler fühlt als in einem Raum ohne Grün. Forscher konnten die positiven Effekte von Pflanzen bereits nachweisen: Menschen, die in einem Raum mit Pflanzen leben und arbeiten, werden seltener krank, sind produktiver und konzentrierter. Es gibt gleich mehrere Gründe dafür, warum das so ist.

Zimmerpflanzen dämpfen Lärm ab, sodass es in den Räumen leiser und akustisch angenehmer ist, weil es keine hohen Töne oder hallende Klänge gibt. Zudem sind sie in der Lage, positive Emotionen zu stimulieren und uns zu beruhigen. Das trägt dazu bei, dass man Stress abbaut und Angstgefühle stillgelegt werden. 

Ein weiterer Punkt: Pflanzen liefern Frische. Nicht allein wegen ihrer satten grünen Farbe, sondern auch, weil sie das Raumklima verbessern. Denn Grünpflanzen nehmen während der Fotosynthese Kohlendioxid, dass wir Menschen ausatmen, aus der Luft auf und versorgen die Raumluft dafür mit Sauerstoff. Außerdem geben Zimmerpflanzen einen Großteil des Gießwassers wieder an die Umgebung ab, und zwar gereinigt. Sie wirken daher auch als Luftbefeuchter. Gerade bei hohen Außentemperaturen sorgen Pflanzen dadurch für angenehme Kühle im Raum.

Je mehr Pflanzen es sind, desto größer fallen diese Effekte aus. Am besten geeignet sind dafür großblättrige Pflanzenarten, wie etwa:

  • Zypergras 
  • Nestfarn
  • Ficus 
  • Zimmerlinde 
  • Kolbenfaden

Bestimmte Pflanzenarten sind sogar in der Lage, Giftstoffe aus der Luft zu filtern. Dazu gehören Formaldehyd, Benzol und Trichlorethylen, die von Möbeln, Farben, Lacken und Kunststoffen abgegeben werden, sowie chemische Reinigungsmittel. Wie Forschungen gezeigt haben, können manche Pflanzen die

Schadstoffbelastung in der Luft um die Hälfte reduzieren

. Dazu gehören:

  • Efeu 
  • Bogenhanf 
  • Dieffenbachia 
  • Drachenbaum 
  • Philodendron 
  • Echte Aloe 
  • Grünlilie

Was Zimmerpflanzen angeht, gilt immer die Devise: Mehr ist mehr. Denn eine Pflanze allein genügt in den meisten Räumen nicht. Besonders schön wirkt ein Raum, wenn darin eine ungerade Anzahl an Pflanzen in nicht symmetrischer Anordnung verteilt wird – am besten in verschiedenen Größen. Das verleiht dem Raum eine gewisse Natürlichkeit. Dieser Effekt wird noch verstärkt, wenn sich die Farben der Pflanzen – nicht nur das Blattgrün – in der Einrichtung wiederfinden.

Indoor-Gardening: Einen eigenen Garten anlegen

Nicht nur Zimmerpflanzen machen einen Raum schöner, sondern auch Nutzpflanzen. Das Leben in der Großstadt macht es nahezu unmöglich, im eigenen Garten Lebensmittel anzubauen.

Küchenkräuter auf dem Fensterbrett

Doch inzwischen gibt es Systeme speziell für das Indoor-Gardening. Doch auch mit altbekannten Hilfsmitteln ist es recht einfach, Nutzpflanzen selbst anzubauen. Allerdings ist auf eine gute Bodenvorbereitung und richtiges Düngen zu achten. Denn anders als in der Natur, werden die Pflanzen in der Wohnung nicht so gut mit Nährstoffen versorgt.

Bei richtiger Pflege ist die Auswahl an Sorten, die in der Wohnung gedeihen, erstaunlich groß.

Kräuter

Basilikum, Kresse, Dill, Oregano, Petersilie, Pfefferminze, Schnittlauch und Thymian sind besonders gut für die Aufzucht auf der Fensterbank geeignet. Das Fenster sollte nach Westen oder Süden zeigen, damit die Pflanzen genügend Licht bekommen. Unter der Fensterbank sollte sich aber kein Heizkörper befinden. 

Beim Gießen ist darauf zu achten, dass die Pflanzen nicht zu trocken stehen, aber sich auch keine Staunässe bildet. Wichtig ist außerdem, dass jede Kräuterpflanze ausreichend Platz zum Wachsen hat. Daher sollten die Topfgrößen und -formen jeweils auf die Bedürfnisse der Pflanze abgestimmt sein.

Bohnen und Erbsen

Bohnen und Erbsen sind sehr einfach zu ziehen. Sie gedeihen am besten in Blumenkästen mit Untersetzer, die direkt vor ein Fenster oder eine Glastür gestellt werden. Vertikal gespannte Fäden oder Holzstäbe in der Erde dienen den Pflanzen als Rankhilfe.

Kohlrabi

Kohlrabi braucht viel Platz zum Wachsen. Ein ausreichend großer Topf reicht aber aus, um den Eigenanbau zu starten. Das Gemüse ist mehrmals im Jahr erntereif.

Feldsalat

Diese leckere Salatsorte kann man im Blumenkasten oder in Töpfen in der Wohnung aufziehen und ebenfalls mehrmals im Jahr ernten.

Tomaten

Tomaten brauchen viel Platz, daher sollten sie in Töpfen oder Kübeln von mindestens 10 Litern Fassungsvermögen angebaut werden. Dann noch zwei bis drei Stäbe in die Erde stecken und diese mit Kabelbinder zusammenbinden. So haben die Pflanzen später genügend Halt, wenn sie Früchte tragen. Zum Gedeihen brauchen Tomaten viel natürliches Licht. Zur Befruchtung der Blüten einfach die einzelnen Blüten vorsichtig schütteln.

Gurken und Zucchini

Ähnlich erfolgt der Anbau von Gurken und Zucchini mit dem Unterschied, dass diese Pflanzen eher in die Breite als in die Höhe wachsen.

Radieschen

Ein besonders einfach zu züchtendes Gemüse sind die Radieschen. Sie werden in einen Blumenkasten gesät und können schon nach wenigen Wochen geerntet werden – und das das ganze Jahr über.

Zwiebeln und Lauchgewächse

Frühlingszwiebeln, Porree, Knoblauch und Co. lassen sich völlig unkompliziert auf der Fensterbank züchten.

Zimmerdekoration: Wirkungsvoller Ersatz für Pflanzen

Nicht jeder hat einen grünen Daumen. Während die einen selbst die anspruchsvollsten Pflanzen wachsen und gedeihen lassen, geht bei anderen sogar der Kaktus ein. Doch auch, wenn man kein Händchen für die Pflanzenpflege hat, braucht man nicht ganz auf Natur im Eigenheim zu verzichten.

Man muss nur nach passenden künstlichen Alternativen Ausschau halten. Die haben zwar nicht ganz das Wirkungspotenzial von echten Pflanzen, weil sie zum Beispiel die Luftqualität nicht beeinflussen können. Allerdings sorgen auch die künstlichen Varianten für mehr Wohnlichkeit und Wohlbefinden in den eigenen vier Wänden.

Schließlich ist bei manchen positiven Effekten von Pflanzen auch die Farbe entscheidend. Grün wirkt beruhigend und baut Stress ab. Da macht es wenig aus, ob die Pflanze nun echt ist oder nicht.

Ein Vorteil von künstlichen Pflanzen ist natürlich, dass sie nicht eingehen können und daher auch ohne jeglichen Pflegeaufwand lange erhalten bleiben. Außerdem hat man durch die künstliche Variante viel mehr Gestaltungsmöglichkeiten, die mit echten Pflanzen zum Teil gar nicht umsetzbar sind. Niemand stellt sich einen echten Laubbaum in die Wohnung, doch als Wandtattoo kann man sich sogar einen ganzen Wald inklusive Tiere ins Zimmer holen, ohne Platzangst zu bekommen. Die verschiedensten Baumtypen sind möglich – auch exotische Pflanzen, die in unseren Gefilden gar nicht wachsen. Damit kann man in der Wohnung auf einfache Weise ein Gefühl von Urlaub und Entspannung kreieren.

Florale Zimmerdekoration: Kissen, Teppiche, Bilder und Co.

Das menschliche Auge assoziiert, was es sieht, mit den Dingen, die es bereits kennt. Das gilt für die künstlichen Zimmerpflanzen und auch für die naturähnliche Deko.

Florale Muster reichen aus, um die Natur förmlich zu spüren.

Deswegen reichen sogar schon florale Muster auf Kissenbezügen, Teppichen, Vorhängen oder Decken aus, um die Natur förmlich zu spüren. Besonders interessant wird es, wenn die Muster mit echten Pflanzen kombiniert werden. 

Auch Bilder, die in Grüntönen gehalten oder ganz bunt sind oder aber solche, die florale und Naturmotive zeigen. Solche Bilder machen sich in fast jedem Raum gut. Wer genaue Vorstellungen davon hat, wie die Wanddekoration aussehen soll, kann seiner Kreativität freien Lauf lassen und selbst das ein oder andere Kunstwerk malen.

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