Mitmachaktion "Stunde der Wintervögel"

Warum Du am Wochenende Vögel zählen sollst

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Die Weidenmeise

Wie viele Vögel sind noch da? Bei der großen Mitmachaktion des NABU will man genau diese Frage beantworten. Doch dafür braucht es deine Unterstützung:

Es ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion: Die ,Stunde der Wintervögel'. Bereits zum neunten Mal ruft der Naturschutzbund Deutschland (NABU) dazu auf. 

Jeder kann ganz einfach mitmachen: Du musst einfach nur eine Stunde lang nach Vögeln Ausschau halten und deine Beobachtungen melden. Wo Du das machst, spielt keine Rolle. Du kannst Dich also gemütlich auf deinen Balkon setzen, in den Park gehen oder die Tiere in deinem Garten beobachten. Von jeder Art wird die höchste Anzahl notiert, die im Laufe einer Stunde gleichzeitig zu beobachten ist.

Deine Notizen kannst Du anschließend am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr telefonisch (☎0800-1157-115) dem NABU weiterleiten oder Du trägst sie unter www.stundederwintervoegel.de ein. 

Aber Achtung: Die Aktion dauert nur von Freitag (4. Januar) bis Sonntag (6. Januar) an. 

„Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung nicht nötig“, so der NABU.

Sorgen um Amsel und Fink

Bei der letzten Vogelzählung im Januar 2018 haben über 136.000 Menschen mitgemacht. Der Haussperling ergatterte damals den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten.

Die ,Stunde der Vögel‘ ist Deutschlands größte wissenschaftliche Mitmachaktion

In diesem Jahr ist der Verein besonders auf die Ergebnisse der Amseln gespannt. „2018 trat die für Amseln tödliche Viruserkrankung erstmals fast deutschlandweit auf und hat vor allem in Norddeutschland zu einem regelrechten Massensterben geführt“, erklärt so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Ein milder Winter könnte allerdings auch dafür sorgen, dass viele Amseln im Land bleiben und nicht wegziehen. Die gemeldeten Zahlen könnten dann höher als erwartet ausfallen, so Miller.

Die häufigsten Wintervögel im Garten

Doch die Amsel ist nicht der einzige Vogel, der den Naturschützern Sorgen macht. „Die Art, die bei der Wintervogelzählung über die Jahre am stärksten abgenommen hat, ist der Grünfink“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Lars Lachmann. „2018 konnten nur noch etwa 45 Prozent des Bestandes von 2013 festgestellt werden. Hauptgrund ist das Grünfinkensterben, das durch den Parasiten Trichomonas gallinae ausgelöst wird, der besonders an sommerlichen Vogelfutterstellen von Vogel zu Vogel übertragen wird. Hier erwarten wir leider, dass sich der Negativtrend fortsetzt.“

pm/jol

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