Maßnahmen und Möglichkeiten

Umweltschutz in Mannheim und Umgebung

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Umweltschutz steht in Mannheim und Umgebung an oberster Stelle. 

Nachhaltigkeit und Umweltschutz stehen auch in der Gegend um Mannheim hoch im Kurs. So setzen sich Städte mit ihren Projekten aktiv für die Natur ein, viele Unternehmen ziehen bei diesem Trend mit.

Das leistet Baden-Württemberg

Baden-Württemberg ist ein sehr vielfältiges Bundesland und dazu nach Bayern (rund 70.550 Quadratkilometer) und Niedersachsen (rund 47.600 Quadratkilometer) mit seinen rund 35.750 Quadratkilometern das drittgrößte Bundesland Deutschlands. Doch groß ist nicht nur die Fläche Baden-Württembergs, sondern auch der Einsatz für die Umwelt. Das Land zeichnet sich durch artenreiche Kultur- und Naturlandschaften aus, die Pflanzen und Tieren als Wohnraum und den Menschen als Platz der Erholung dienen.

Daher ist es ein besonderes Anliegen Baden-Württembergs, diese natürlichen Lebensgrundlagen und die Artenvielfalt zu erhalten. Zu diesem Zweck ist das Land darum bemüht, so effizient wie möglich mit Rohstoffen, Wasser, Boden und Energie umzugehen, um die Ressourcen zu schonen. Dazu werden innovative Umwelttechnologien und Maßnahmen für mehr Energieeffizienz eingesetzt. Außerdem geht das Land effektiv gegen Umweltbelastungen vor: Luftverschmutzung, Lärm, Flächenverbrauch und Abfall.

Bisherige Maßnahmen in der Region

Die Städte und Gemeinden in Deutschland haben schon seit geraumer Zeit die Aufgabe, sich des Schutzes von Umwelt, Klima und Natur anzunehmen, dementsprechende Maßnahmen zu planen und umzusetzen. Daher setzen sich auch die Städte rund um Mannheim dafür ein.

So haben sich Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen am 24. März dieses Jahres wieder an der „Earth Hour“ beteiligt und haben für eine Stunde das Licht an vielen Sehenswürdigkeiten ausgeschaltet. Doch die Städte leisten noch weit mehr!

Mannheim

Die Stadt Mannheim legt besonders viel Wert eine naturnahe Freizeitgestaltung. Besonders Familien sollen Zugang zur Natur haben und sich wohlfühlen. Mannheim selbst besteht fast zu einem Drittel aus Natur- und Landschaftsschutzgebieten, in denen es sich gut entspannen oder toben lässt – ob nun an den Ufern von Rhein und Neckar oder im Waldpark nahe dem Stadtkern. In Gebieten wie den Biotopen der Flusslandschaften oder den Auenwäldern leben einige Tier- und Pflanzenarten, die anderswo in Süddeutschland nur schwer zu finden sind.

Mannheim macht sich für die Umwelt und das Klima stark. 

Zudem setzt die Stadt auf umweltfreundliche Transportmittel. Über den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) gibt es die Möglichkeit, sich ein Fahrrad zu mieten. Auf diese Weise kann man bequem durch die Stadt fahren, ohne die Umwelt zu belasten. Wer auf jeden Fall ein Auto braucht, kann sich am Carsharing beteiligen.

Um die Luftqualität in der Stadt zu verbessern, sieht der Luftreinhalteplan für Mannheim insgesamt 19 Maßnahmen vor. Sie sollen dafür sorgen, dass weniger Feinstaub und Stickstoffdioxide die Luft belasten. Eine der Maßnahmen besteht darin, den öffentlichen Personennahverkehr und den Radverkehr zu fördern. Außerdem besteht schon seit 2008 eine Umweltzone, in der nur Autos mit grüner Plakette fahren dürfen.

Heidelberg

Die Neckarstadt gilt als Umwelt- und Nachhaltigkeits-Hauptstadt. Als erste deutsche Großstadt verabschiedete Heidelberg schon 1992 ein kommunales Klimaschutzkonzept. Im Stadtteil Bahnstadt steht die aktuell größte Passivhaus-Siedlung weltweit. Es gibt spezielle Förderprogramme der Stadt, welche die Maßnahmen zur Gebäudedämmung oder Regenwassernutzung unterstützen und somit entsprechende Anreize zur Umsetzung liefern.

Heidelberg hat es sich zur Aufgabe gemacht, bereits den jüngsten Bürgern Umwelt- und Klimaschutz näher zu bringen und sie dafür zu sensibilisieren. Dafür wird zum Beispiel das Programm Bildung für nachhaltige Entwicklung angeboten. Umgekehrt sind auch die Bürger der Stadt engagiert und nehmen verschiedene Mitmachangebote gerne an.

Ein wichtiger Punkt ist der Erhalt der Tier- und Pflanzenarten. Dazu hat Heidelberg einen Artenschutzplan erstellt, außerdem werden Biotope vernetzt und gepflegt. Das schafft neue Lebensräume und fördert die Ansiedlung von Tieren und Pflanzen. Für den konsequenten Einsatz in Sachen Umweltschutz hat Heidelberg schon mehrere Ehrungen erhalten, etwa den European Sustainable City Award.

Worms

In Worms werden schon seit dem Beginn der 1990er Jahre Aktivitäten für den Klimaschutz umgesetzt. Begonnen hat alles mit der Erstellung eines Energieeinsparkonzeptes. 2015 startete das Konzept zur Anpassung der Stadt an die Folgen des Klimawandels.

Worms setzt auf erneuerbare Energien. 

Worms hat es sich außerdem zum Ziel gesetzt, die Stromversorgung ab 2030 vollständig aus erneuerbaren Energien zu leisten. Dazu startete die Stadt bereits 2013 ihr 1000-Dächer-Programm, bei dem ermittelt wurde, wie viele Haushalte sich für die Nutzung von Solarenergie eignen. Etwa 13.000 Haushalte sind gut bis sehr gut für Photovoltaikanlagen geeignet, weitere 7.600 bedingt. Ziel war es, 1.000 Photovoltaikanlagen zu installieren – das war bereits im März 2017 geschafft.

Ludwigshafen

Als Industriestadt hat Ludwigshafen besonders mit den Umweltbelastungen Luftschadstoffe, Strahlung und Lärm zu kämpfen. Die Hälfte dieser Belastungen stammt aus den Industriegebieten, ein weiterer Großteil ist dem vielen Verkehr geschuldet.

Um diese Belastungen zu reduzieren, hat Ludwigshafen zusammen mit dem Umweltministerium und dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gewerbeaufsicht des Landes Rheinland-Pfalz einen Luftreinhalteplan erstellt. Auch die Lärmbekämpfung ist ein wichtiger Bestandteil des Umweltschutzprogrammes.

Zudem hat Ludwigshafen im Jahr 2011 ein Klimawäldchen ins Leben gerufen, um einen Beitrag für den Umwelt- und Klimaschutz zu leisten. Die Bürger sind dazu aufgefordert, eine Baumspende zu leisten. 80 Bäume sollen insgesamt gepflanzt werden. Die Stadt selbst hat bereits 2013 eine Wiesenmischung angesät und über 1.680 Sträucher gestiftet.

Umweltschutz in deutschen Unternehmen

Als vor inzwischen zwei Jahren die bislang kostenlose Plastiktüte in den Kassenbereichen der Läden kostenpflichtig und teils ganz abgeschafft wurde, war das ein großer, bundesweiter Schritt für Einzelhandelsunternehmen, Supermärkte und Co. in Richtung Umweltschutz. Denn seitdem ist der Verbrauch an Plastiktüten merklich zurückgegangen, um etwa ein Drittel.

Rewe

Unternehmen in Deutschland sind auch darüber hinaus sehr um mehr Umweltschutz und Nachhaltigkeit bemüht und schöpfen dafür verschiedene Möglichkeiten aus. Rewe möchte noch stärker auf Plastik verzichten und neben den Einkaufstüten nun auch die kleinen Tütchen für Obst und Gemüse abschaffen. Die Kunden sollen dazu angeregt werden, stattdessen spezielle Mehrweg-Frischenetze zu benutzen. Zudem sollen Obst und Gemüse künftig weniger in Plastik verpackt werden. Bananen gibt es schon seit November nur noch in natürlicher Verpackung zu kaufen.

Bei Rewe soll künftig kein Obst und Gemüse mehr in Plastiktüten landen. 

Media Markt

Media Markt bietet seinen Kunden die kostenlose Entsorgung und Verschrottung von Elektrogeräten an. Die Vorgangsweise hängt vom jeweiligen Gerät ab. Unterschieden wird in Klein- und Großgeräte, bei denen es je nach Größe unterschiedliche Dinge zu beachten gibt. Wer sich an die Vorgaben hält, muss sich keine Gedanken mehr um die Entsorgung alter Elektrogeräte machen. Denn Produkte, die mit einer durchgestrichenen Mülltonne gekennzeichnet sind, haben im normalen Hausmüll nichts verloren. Durch den Verschrottungsservice von Fachhändlern ist gewährleistet, dass der Elektroschrott ordnungsgemäß entsorgt und die recycelbaren Teile wiederverwertet werden können.

H&M

Kunden der H&M-Filialen haben seit fast fünf Jahren schon die Möglichkeit, ausgediente Kleidungsstücke an den Kassen in Altkleider-Kisten abzugeben. Die Idee dahinter: Die Kleidungsstücke landen nicht einfach im Müll, sie werden stattdessen wiederverwertet. In der Theorie eine gute Idee. Doch an der Praxis scheint es zu hapern. Die abgelieferten Kleidungsstücke werden zunächst nach verschiedenen Kriterien sortiert. Dann erst entscheidet sich, was davon tatsächlich zu neuer Kleidung verarbeitet wird. Viele Teile sind aus Mischfasern gefertigt und das hat den Effekt, dass nur ein sehr kleiner Anteil an Altwaren recycelt werden kann.

Das kann jeder einzelne beitragen

Beim Umwelt- und Klimaschutz kommt es nicht nur auf die Maßnahmen der Städte und Unternehmen an – jeder kann seinen Teil zu mehr Nachhaltigkeit beitragen. Dafür reichen kleine Veränderungen im alltäglichen Leben schon aus:

  • Weniger Strom verbrauchen: Strom nutzen ist immer auch mit Kosten verbunden, doch bei der Stromerzeugung wird außerdem CO2 ausgestoßen. Beides lässt sich mit entsprechenden Sparmaßnahmen reduzieren. Wer auf grünen Strom setzt und seinen Anbieter wechselt, kann sich über deutlich geringere Kosten freuen. Die Ökostrom-Anbieter stellen ihren Kunden immer wieder Rabattaktionen oder Gutscheine bereit, mit denen sich die Ausgaben noch weiter senken lassen. Außerdem tut der Ökostrom wegen seiner niedrigeren CO2-Emission der Umwelt gut. Für einen noch größeren Einspareffekt sollte jeder beim Kauf von Elektrogeräten darauf achten, dass diese eine Energieklasse zwischen A+ und A+++ aufweisen. Geräte, die im Stand-by-Modus laufen, verbrauchen Strom, ohne dass sie benutzt werden. Daher ist es besser, den Strom über einen Schalter an der Steckerleiste ganz abzustellen.

  • Weniger Wasser verschwenden: Trinkwasser ist ein kostbares Gut, das leider immer knapper wird, weil jeden Tag viele Liter trinkbares Wasser ungenutzt im Abfluss verschwinden, gleichzeitig aber der globale Wasserbedarf weiter steigt. Grund genug, um den Wasserverbrauch zu reduzieren. Statt einem Vollbad sollte man lieber öfter eine Dusche genießen, wobei das Wasser abgestellt werden sollte, während man sich einseift. Das gilt auch für das Händewaschen am Waschbecken. Um weniger Wasser beim Wäschewaschen und Spülen zu verbrauchen, ist beim Kauf von Wasch- und Spülmaschinen darauf zu achten, dass sie möglichst effizient arbeiten.

  • Weniger Müll verursachen: Damit weniger Müll in der Natur landet, sollte dieser immer ordnungsgemäß in dem vorgesehenen Mülleimer entsorgt werden. Grundsätzlich lässt sich die Müllmenge reduzieren, indem man auf wiederverwendbare Verpackungen statt Plastik zurückgreift, etwa Stoffbeutel oder Glasbehälter. Außerdem sollten eher recycelbare Materialien verwendet werden.

    • Weniger konsumieren: Je mehr wir konsumieren, desto mehr Produkte müssen importiert und damit transportiert werden. Das führt zu erhöhten C02-Emissionen und schadet der Umwelt. Daher ist beim Einkauf immer gut zu überlegen, was tatsächlich benötigt wird – bei Lebensmitteln genauso wie bei Kosmetikartikeln oder Kleidung. Weniger Konsum schont außerdem die Ressourcen, die für die Herstellung der Waren und Produkte eingesetzt werden.

      • Weniger Schadstoffe produzieren: Öfter mal das Auto stehen zu lassen und zu umweltschonenderen Alternativen zu greifen, bewirkt einen geringeren Ausstoß von Schadstoffen. Also lieber mal die öffentlichen Verkehrsmittel benutzen, das Carsharing ausprobieren oder sich auf das Fahrrad schwingen, anstatt mit dem Auto zu fahren.

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