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Traum für viele Hobbygärtner: Ein Laubbläser für den Herbst.

Tipps und Tricks

Nerviges Herbstlaub: So wirst Du mit den Blättern fertig!

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Sogar in kleinen Gärten können im Herbst große Laubhaufen zusammenkommen. Für Hobbygärtner eine nervige Angelegenheit. Abhilfe schafft ein Laubsauger – Nur welcher ist der beste?

Die Tage werden kürzer, die Blätter an den Bäumen verfärben sich und fallen zu Boden: Es ist Herbst! 

Für viele bedeutet das aber auch wieder mehr Arbeit. Besonders, wenn zum Entfernen des Laubes ein Rechen benutzt wird. Die schnelle, kraftvolle Hilfe sind Laubsauger. Ein paar Hinweise für Hobbygärtner:

Welcher Laubsauger ist am besten?

Ein Elektrosauger ist in der Regel günstiger, hat aber einen entscheidenden Nachteil: Sein Kabel schränkt die Bewegungsfreiheit ein. Beim Akkusauger ist die Laufzeit begrenzt. Und der Benzinsauger hat mit einem Zwei- oder Viertakt-Motor zwar die meiste Kraft. Aber dafür ist so ein Modell auch lauter, erläutert Susanne Woelk von der Aktion „Das sichere Haus“.

Worauf achte ich beim Kauf?

Der Laubsauger sollte einen Tragegurt haben und damit auf dem Rücken Platz finden, rät Christian Schipke von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. So bleiben beide Hände frei. Gut ist seiner Meinung nach auch ein verstellbarer Griff, damit man den Sauger individuell passend einstellen kann. Und ein Tipp für Besitzer kleiner Gärtner: Ein Modell mit integriertem Häcksler zerkleinert das Laub, und so passt mehr davon in die Biotonne.

Muss ich bestimmte Schutzvorkehrungen treffen?

Der Sicherheitsexperte Christian Schipke empfiehlt eine Schutzbrille. Denn manche Geräte, gerade jene mit Blasfunktion, schaffen Geschwindigkeiten von 250 Stundenkilometer, dabei fliegt schnell mal etwas ins Auge. Außerdem wichtig sei der Gehörschutz. Und wenn man alte Laubschichten wegräumen möchte, ist auch eine Staubmaske für Mund und Nase sinnvoll. Denn darin haben sich Schimmelsporen, Bakterien und getrockneter Tierkot angesammelt.

Was sagen Tierschützer?

Tier- und Umweltorganisationen raten grundsätzlich von den Geräten ab. Denn sie sammeln und zerhäckseln nicht nur die Blätter, sondern auch Insekten, Regenwürmer und Pilze. Auch Laubbläser sind keine gute Alternative. Denn bei beiden Varianten werden dem Boden mit den Blättern auch die Humus- und Nährstoffversorgung für das nächste Jahr genommen. Außerdemtrocknet der Boden ohne eine neue Schicht schneller aus, und er ist nicht mehr so gut vor extremer Kälte geschützt. Der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) empfiehlt sogar, das Laub größtenteils liegen zu lassen, da es den Winter über den Boden vor Forst und Verdunstung bewahrt. Das kann gerade im Staudenbeet mit frostempfindlichen Gewächsen sinnvoll sein. Bis zum Frühjahr verrotten die Blätter dort und reichern zum Start der neuen Gartensaison den Boden mit Nährstoffen an.

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