6 Tipps 

So pflegst Du Deine Orchideen richtig!

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Mit diesen Tipps klappt der Umgang mit der Orchidee im Handumdrehen! (Symbolbild) 

Seit Orchideen in Asien und den Niederlanden günstig in Massen gezüchtet werden, schmücken die eleganten Blumen auch viele deutsche Wohnzimmer. Doch die zarten Pflänzchen bedürfen besonderer Pflege!

Seit Orchideen in Asien und den Niederlanden günstig in Massen gezüchtet werden, gehören die eleganten Blumen zum Standard-Angebot beinahe jedes Supermarkts. Kein Wunder das sie auch Einzug in viele unserer Wohnzimmer.

Doch wie pflegt man die zarten Pflänzchen richtig? 

1. Gesunde Pflanzen erkennen:

Schon beim Kauf einer Orchidee sollte man die Augen offen halten: Einen guten Hinweis auf eine gesunde Pflanze liefern die Wurzeln der Orchidee. Gesunde Wurzeln sind hellgrün bis dunkelgrün, je nach dem, wie feucht sie gerade sind. Zeigen sich die Wurzeln hingegen weiß oder braun, sollte man besser die Finger von der Pflanze lassen. 

Auch sehr trockene Wurzeln verheißen nichts Gutes. Bei den Blättern deuten braune Stellen oder kleine Löcher auf einen Schädlingsbefall hin. Gesunde Orchideen haben ein satt grünes, festes Blattwerk.

2. Orchideen nicht zu viel gießen!

Bei der Orchidee gilt: weniger ist mehr. Sie brauchen wenig Wasser, vergleichsweise wenig Dünger und mögen kein pralles Sonnenlicht. Allerdings ist der Bedarf von Art zu Art unterschiedlich. Zugluft mögen sie jedoch alle nicht. Am meisten freuen sich die Pflanzen über Regenwasser, dieses ist nicht zu kalt und auch nicht so kalkhaltig. Wer in einer kalkreichen Gegend wohnt und kein Regenwasser zur Hand hat, sollte besser gefiltertes Wasser verwenden. 

Es reicht gewöhnlich, Orchideen ein bis zweimal pro Woche zu wässern. Um Staunässe im Topf zu vermeiden, ist es gut, das überschüssige Wasser nach dem Gießen ablaufen zu lassen.

3. Hausmittel helfen bei Blattläusen

Haben sich Schild- oder Blattläuse auf den Lieblingen breit gemacht, muss man nicht unbedingt gleich mit der Chemiekeule an die Sache heran gehen. Einfach 90 Milliliter Spiritus, 140 Milliliter Wasser und drei Tropfen Spülmittel oder grüne Seife mischen, rät Art of Life, ein Zusammenschluss niederländischer Orchideenzüchter. Das Gemisch gut schütteln und dann auf die Läuse sprühen. Doch Achtung: dabei nicht die Blüten erwischen! Die tragen sonst hässliche braune Flecken davon! 

4. Orchideen sparsam düngen

Einem prächtigen Blütenwachstum kann man mit ein wenig Dünger nachhelfen. Orchideen brauchen nur wenig Dünger in geringer Konzentration. Auf keinen Fall sollte man herkömmlichen Universaldünger in der auf der Packung beschriebenen Konzentration einsetzen.

Besser ist Orchideendünger, der speziell auf die Bedürfnisse der Orchideen zugeschnitten ist und alle wichtigen Salze und Spurenelemente enthält. Wichtig ist es, die Ruhephasen der Orchidee beim Düngen zu achten. Erst wenn die Pflanze selbst einen neuen Trieb ausbildet, sollte man mit dem Düngen beginnen.

5. Orchideen im Frühjahr umtopfen 

Die Gefahr beim Umtopfen ist groß, die empfindlichen Pflanzen dabei zu schädigen: So sollte man damit möglichst bis zum Frühjahr warten. Nach dem Umtopfen verlangsamt sich zunächst das Wachstum etwas. Deshalb ist es wichtig, zu warten, bis die neuen Triebe der Pflanze schon einige Zentimeter groß sind. Dann bilden sich schneller neue Wurzeln.

Ein wenig Dünger kann vor dem Umtopfen nicht schaden. Generell sollte man Orchideen aber maximal alle zwei Jahre umtopfen. Nach dem Umtopfen sollte man der Pflanze ein paar Tage Ruhe gönnen und auf das Gießen verzichten. Wer der Orchidee trotzdem etwas Feuchtigkeit zukommen lassen will, kann einfach die Blätter.

6. Beim Beschneiden keine Schere benutzen! 

Auch das Schneiden von Orchideen ist eine heikle Angelegenheit. Es empfiehlt sich, nur Pflanzenteile abzuschneiden, die bereits abgestorben sind – diese sind komplett gelb und vertrocknet. Während der Ruhephase verlieren einige Orchideenarten ihre Blätter von selbst. Zum Abschneiden von Pflanzenteilen sollte man unbedingt ein Messer und keine Schere verwenden, da sonst Quetschungen an der Schnittstelle der Pflanze schaden könnte.

Mit diesen Tipps steht einer Vergrößerung der Orchideen-Sammlung nichts mehr im Wege!  

kp

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