Umtausch, Reklamation und Garantie

Shopping-Panne: welche Rechte habe ich?

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Wo liegen die Tücken beim Shoppen (Symbolbild)?

Shoppen kann so viel Spaß machen, stimmt dann letztlich doch etwas nicht mit der Ware, kann es auch ganz schön mühselig werden. Welche Rechte du als Käufer hast, kannst du hier nachlesen:

Im Tageslicht sieht die Bluse doch nicht mehr so hübsch aus

Wem das erworbene Kleidungsstück plötzlich nicht mehr zusagt, weil der Schnitt doch nicht mehr gefällt oder man sich einfach nicht drin wohl fühlt, hat kein Recht auf einen Umtausch der Ware. 

Sofern die Ware einwandfrei ist und keine Mängel aufweist, liegt es in der Entscheidung des Verkäufers das Kleidungsstück möglicherweise aus Kulanz zurückzunehmen. Hierbei sollte aber auch der konkrete

Zeitrahmen

eines Umtauschs beim Kauf geklärt werden. 

„Mist“ - die Jeans passt doch nicht

Felsenfester Überzeugung, dass die Jeans schon irgendwie sitzt, schlüpft man voller Vorfreude rein. 

Das böse Erwachen folgt erst im Laufe des Tages. Die Jeans dehnt sich doch nicht so wie erwartet und langsam schneidet sie schon ein. Darf ich sie denn trotz einmaligen Tragen und entfernter Preisschilder zurückgeben? 

Hier sollte das am besten vor dem Kauf geklärt werden. Die meisten Händler nehmen Ware nur selten an, wenn sie schon getragen wurde beziehungsweise die dazugehörigen Etiketten fehlen. 

Bei vorsichtigen Eintragen und nicht sichtbaren Gebrauchsspuren, sind aber die Verkäufer in der Regel recht kulant. Auch hier hat sich der Käufer an die Prinzipien des Händlers zu halten.

„Ich kaufe hier sowieso nie wieder - ich nehme das Bargeld“

Nicht zu vergessen, bei einem Umtausch handelt es sich um ein höfliches Entgegenkommen des Händlers. Wenn dieser Gutscheine im Austausch anbietet, müssen Kunden das tolerieren.

Ich warte mal auf die nächste Kollektion, vielleicht ist ja dann was dabei


Gutscheine die unbefristet ausgehändigt werden sind drei Jahre lang gültig. Sollten sie aber befristet sein, müssen sie trotzdem ein Jahr gültig bleiben. 

Ist die Frist abgelaufen und es wurde keine Ware bis dato erworben, ist der Händler zwar nicht dazu verpflichtet einen Austausch vorzunehmen, muss dennoch einen Wert rückerstatten. 

In diesem Fall sollte nicht der gesamte Betrag erwartet werden, der Verkäufer zieht oftmals etwa 15 bis 25 Prozent des Originalbetrags ab, da ein Gewinn ausbliebe.

War das neue Kleidungsstück schon vor dem Kauf beschädigt?

Neue Jeans, neues Unglück. Der Reißverschluss klemmt 


Wer beim Tragen bemerkt, dass das Kleidungsstück mangelhaft verarbeitet wurde oder sonstige Fehler aufweist, hat der Kunde einen so genannten Nacherfüllungsanspruch. Da man in den seltensten Fällen nachweisen kann, dass die Schuld beim Kunden liegt, ist der Händler dazu verpflichtet den Schaden zu beheben. Sei es ein Gutschein, eine Reparatur oder ein neues Teil - das gilt übrigens auch bei reduzierter Ware - der Anspruch darauf besteht für den Kunden nach Kauf der Ware zwei Jahre lang. Wurde zum Beispiel die Jeans bereits getragen, verkürzt sich die Frist auf ein Jahr.

Der Kassenbeleg sollte immer aufgehoben werden! Bei Kartenzahlung kann auch eine Kartenabrechnung oder ein Kontoauszug aushelfen.

Altpapiersammlung


Sollte es zu Komplikationen mit einem Warenkauf kommen, ist ein Beleg das A und O. 

Hier muss nachgewiesen werden, dass die Ware überhaupt im beanstandeten Handel gekauft wurde und auch wann. Optional kann auch ein Kontoauszug oder die Kartenabrechnung vorgewiesen werden. Liegt einem weder Kassenbon, noch Kontoauszug vor, kann auch zur Not die Bestätigung eines Zeugen zum Erwerb der Ware weiterhelfen.

jst

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