Top gestylt in den Herbst

Schicke Mode für den Herbst: die Trends 2019/2020

+
Herbstmode 2019 – lange Blazer liegen voll im Trend und lassen sich an wärmeren Tagen auch mit Röcken kombinieren.

Die Tage werden kürzer, die Temperaturen fallen und ihre Sommerkleider können Modefans bis zur nächsten Saison einmotten. Welche Stücke in diesem Herbst besonders angesagt sind, erfahren Interessierte hier.

Jacken und Mäntel – Klassiker treffen Lässigkeit

Blazer, Trenchcoats und Capes – alle Jackenformen dieser Saison sind eigentlich modische Evergreens. Doch 2019 erhalten die Klassiker den einen oder anderen modernen Kniff:

Lange Blazer – schmeichelhaft und variabel

Wenn der Wind draußen kühler wird, glänzen Modebegeisterte gern mit angesagten Jacken. In der Saison 2019/20 ist das Key-Piece der Oberbekleidung ein langer Blazer, dessen Name bereits verrät, dass er seiner Trägerin einen leuchtenden Auftritt verspricht. Denn Blazer (von: to blaze = lodern, aufflammen, funkeln) hießen einst die leuchtend roten Uniformjacken des Lady Margaret Ruderclubs in Camebridge.

Den sportlichen Schnitt behält die Jacke aktuell auch bei – die rote Farbe weicht warmen Erdtönen und Animal-Prints. Und dieses Jahr bietet die großzügige Länge topaktueller Blazer, die bis über die Hüften reicht, großzügigen Spielraum für das eine oder andere Bequemlichkeits-Pfündchen, ohne dass der Look darunter leidet. Kombiniert werden die lässigen Herbstblazer mit Jeans oder langen Stoffhosen, die je nach Witterung passende Schuhe ergänzen. Die Auswahl ist groß und bei den Kombinationen sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt.

Trenchcoat – Columbo meets Puffärmel

Noch ein Klassiker rückt diesen Herbst auf die internationale Modebühne – wie bereits unzählige Male zuvor. Der Trenchcoat wurde Ende des 19. Jahrhunderts von Thomas Burberry als Mantel für die britische Armee erfunden. Seine Features – der hochstellbare Kragen und der variable Taillenzug – überzeugten in der Praxis so sehr, dass er eine steile Karriere in der zivilen Mode machte. Bis hin zu seinen ikonischen Auftritten mit Humphrey Bogart in Casablanca oder Audrey Hepburn in Frühstück bei Tiffany. Während der Klassiker häufig in Beige- und Cremetönen daherkommt, dürfen wir 2019 den Trenchcoat in größter Farb- und Materialvielfalt bewundern.

Hier reichen die Nuancen von Babyblau über Rosé bis hin zu Olivgrün; entweder in monochromer Ausführung oder mit kontrastfarbigen Patchwork-Einsätzen. Die Muster erstrecken sich vom Karo bis zum Reptilien-Print, während neben Bauwoll- und Wollgewebe auch Leder die Material-Kollektion abrundet. Ganz Mutige wagen sich an Variationen des Schnittes, bei der ein klassischer Trenchcoat mit Puffärmeln veredelt wurde.

Tipp: Wer einem biederen Trenchcoat einen lässigen Twist geben will, trägt ihn statt mit seinem Gürtel kombiniert mit einer der topaktuellen Bauchtaschen.

Capes und Ponchos – Uniform für Alltags-Heldinnen

Wer glaubt nicht manchmal, den turbulenten Alltag nur mit Superhelden-Kräften bewältigen zu können? Mode kann hier zwar nicht die Anforderungen verschwinden lassen, aber sie sorgt schon einmal für das passende Superhelden-Cape in Form der brandaktuellen Ponchos und Cape-Mäntel. In ihrer XXL-Ausführung unterstreichen sie dramatisch den Auftritt ihrer Trägerin, passen sich aber mit variantenreichen Mustern von Glencheck bis Spitzenapplikationen perfekt jedem Stil an. Der klug gewählte Überwurf rundet sowohl den klassischen Look wie den lässigen Boho-Chic visuell ab.

Wie kombiniert man Cape und Poncho?

Der Unterschied zwischen Cape und Poncho besteht im Schnitt. Während ein Poncho ein rechteckiges Gewebe mit einer ausgeschnittenen Halsöffnung ist, versteht man unter „Cape“ einen Mantel in A-Form mit Armschlitzen, der vorn geknöpft wird. Passen tun beide Modelle Frauen aller Größen und Körperformen. Hier sollte lediglich auf die richtige Länge geachtet werden: Große Damen dürfen das Cape nicht zu kurz wählen, während es bei zierlichen Trägerinnen nur knapp über die Hüfte reichen darf. Grundsätzlich kombiniert man die XXL-Überwürfe mit schmalen Hosen oder Röcken, um ein optisches Gleichgewicht zu schaffen. Wer die weibliche Silhouette nicht verstecken will, trägt zum Cape einen Taillengürtel.

Materialien und Schnitte – Opulenz und rauer Charme

Wer den Herbst sofort mit einem Wollpullover assoziiert liegt in diesem Jahr modisch daneben. Hier regieren feminine Volants neben rauen (und glatten) Lederkreationen:

  1. Leder: Das archaische Material darf in dieser Herbstsaison nicht fehlen und weitet seinen Wirkungskreis über Schuhe und Jacken hinaus aus: Schmale Lederhosen oder lässig geschnittene Lederhemden in beige, olive oder anthrazittönen gehören unbedingt in den angesagten Kleiderschrank. Schwarze Lederröcke wirken cool und sophisticated, währen cognacfarbene Tops und Ledermäntel eher die feminine Seite ihrer Trägerin zur Geltung bringen. Doch Veganer brauchen sich ob der Lederfülle nicht um das Tierwohl zu sorgen: Die überwiegende Mehrheit an Trendstücken dieser Saison ist aus Kunstleder gefertigt. Das macht die Kleidung nicht nur ethisch vertretbarer, sondern auch merklich pflegeleichter. Zum Biker- oder Westernlook der Ledermode passt auch der aktuelle Schuhtrend 2019: die Cowboyboots. Sie geben sowohl dem lässigen Trenchcoat als auch femininen Kleidern eine stilbewusste Basis.
  2. Federn: Bei diesem Trend denken viele erst einmal erschrocken an Karneval und die Feder-Boas der Burleske-Tänzerinnen. Doch die Feder-Details dieser Saison sind im Gegensatz dazu höchst salonfähig. Und das nicht nur, weil dafür kein lebendes Tier seine Federn lassen musste – bei der Kollektion Herbst 2019 setzen die Designer durchgehend auf Fake Feathers. Diese verzieren die Säume von Ärmeln, Röcken und Hosenbeinen genauso wie Taschen, Ohrringe oder Haarschmuck. Absolut im Trend liegen auch Schuhe mit Federbesatz – von Sandaletten bis hin zu hohen Schaftstiefeln. Wer die gefiederten Must-Haves in seinen Kleiderschrank integrieren will, sollte dabei jedoch auf Dosis und Kontraste achten. Um sie nicht zu sehr nach verruchter Abendmode aussehen zu lassen, sollten Federn mit lässigen Stücken wie Jeans und Lederjacke kombiniert werden.
  3. Volants: Kragen, Ärmel und Kleider erhalten durch Volants einen weiblichen und opulenten Charakter. Die Drapierungen wirken edel und weniger mädchenhaft als Rüschen, wenn Farbe und Gewebe einen stilvollen Bruch erzeugen. Besonders gut gelingt das diesen Herbst bei Volantkleidern im Animal-Print oder in Naturtönen, Braun und Grünnuancen. Hier bietet sich die Kombination mit derben Elementen wie Lederjacke und Cowboystiefel an, um der Verspieltheit der Volants einen Rahmen zu schaffen. Die Opulenz der drapierten Schnitte spiegelt sich darüber hinaus vielfach in Accessoires wider: Gepolsterte Haarreifen, Statement-Schmuck und Feder-Details. Hier gilt: Zu viel kann schnell überladen wirken. Kluge Fashion Victims setzen lieber auf die Kombination von klassisch und verspielt, um die extravaganten Elemente als visuelles Highlight zu präsentieren.

Muster und Farben – dezent und mutig

Zarte Fliedertöne oder kräftiges Rostrot – die Herbstfarben 2019 leben von starken Kontrasten. Besonders häufig greifen die Designer zu den folgenden Tönen und Designs:

  • Florale Drucke: Obgleich die Hitze des Sommers für dieses Jahr der Vergangenheit angehört, müssen Modefans von der Blütenpracht nicht komplett Abschied nehmen. Sie inspiriert nämlich Drucke auf Kleidern, Chiffonblusen und transparenten Stoffen, die durch den Kontrast zu herbstlichen Wollgeweben und grobem Strick besonders exklusiv wirken. Noch intensiver hebt die Nähe zu Leder und Wildleder zarte Blumenmuster hervor.
  • Rot: Klatschmohnblüten signalisieren den Sommerbeginn – doch die Signalfarbe Mohnrot bleibt der Modewelt auch in Herbst und Winter erhalten. Vorsichtige setzen hier auf rote Accessoires wie die aktuellen Mikro-Handtaschen, während Selbstbewusste den Griff zum roten Jumpsuit oder Mantel wagen. Doch knallig muss es nicht unbedingt sein: der Rottrend 2019 erstreckt sich von feurigen Tönen wie „Chili Pepper“ bis hin zu gedeckten Bordeaux-Tönen.
  • Braun: Kastanien, Herbstlaub und heiße Schokolade – kaum eine Farbe symbolisiert die dritte Jahreszeit so sehr wie Braun in all seinen Schattierungen. Die finden sich 2019 auch in der Mode wieder. Ob ein tiefes Dunkelbraun wie das Pantone-„Rocky Road“ oder ein warmes Ocker wie „Sugar Almond“ von Pantone – sämtliche Nuancen von Braun wirken sinnlich und feminin, besonders wenn sie haptisch anspruchsvolle Materialien wie Wolle oder Leder zieren.

Fazit – die Herbstmode 2019/2020 macht Spaß

Puffärmel, Federn und Volants – was zunächst sehr exzentrisch klingt, schafft in der aktuellen Herbstmode einen reizvollen Kontrast zu klassischen Schnitten und Mustern. Im Alltag ist nicht der verrückte All-Over-Look gefragt, den Designer gern an Laufstegmodells zeigen, sondern die gezielte Kombination von zurückhaltenden und mutigen Stücken. Auf diese Weise steht das Quäntchen Extravaganz der Herbstmode 2019 jeder modebewussten Frau.

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare