Forderung eines SPD-Abgeordnetem

Xavier Naidoo: Verliert der Sänger seinen „Walk of Fame“-Stern in Rastatt?

Xavier Naidoo hat auf dem „Walk of Fame“ in Rastatt einen Stern mit seinem Namen im Asphalt. Dieser Mann kämpft dafür, dass er entfernt wird:

  • Xavier Naidoo* verbreitet seit Monaten Verschwörungstheorien* über Telegram*.
  • Jonas Nicolas Weber von der SPD Rastatt fordert, dass der Stern des Sängers vor der BadnerHalle entfernt wird.
  • Der Landtagsabgeordnete füchtet, dass der Ruf von Rastatt durch den Stern gefährdet wird.
  • Zu seinen Verschwörungstheorien gibt es auch einen Fakten-Check*.

Hollywood und Rastatt haben eigentlich nicht viel gemeinsam. Hollywood ist größer, hat mehr Einwohner und ist zudem für seine Filmstudios bekannt. Rastatt hingegen ist älter und für seine lange Geschichte, die Sehenswürdigkeiten sowie für das PKW-Werk von Mercedes-Benz bekannt. Doch eine Gemeinsamkeit haben beide: Sterne von Berühmtheiten im Asphalt. Was in den USA der Gehweg vor dem TCL Chinese Theatre ist, ist in Baden-Württemberg der Bereich vor der BadnerHalle. Dort befindet sich auch ein Stern, der derzeit für große Diskussionen sorgt – denn er gehört Xavier Naidoo. Darüber berichtet MANNHEIM24*

NameXavier Kurt Naidoo
Geboren 2. Oktober 1971 in Mannheim
Größe 1,76 Meter
Bekannte AlbenNicht von dieser Welt, Hin und Weg
ElternEugene Naidoo, Rausammy Naidoo
EhefrauJulia

Xavier Naidoo: Stern in Rastatt besteht seit 1999

Der Musiker aus Mannheim* sorgt in den letzten Monaten für einen Skandal nach dem Anderen. Dadurch hat Xavier Naidoo bereits seinen Job bei DSDS, viele Fans und auch so manchen ehemaligen Wegbegleiter – wie die Söhne Mannheims – verloren. In mehreren deutschen Städten werden zudem Rufe aus der Politik laut, seine Konzerte abzusagen, um seinen Verschwörungstheorien keine Plattform zu bieten.

Auch in Rastatt bei Karlsruhe könnten Naidoos Aussagen nun ein Nachspiel haben. Denn dort liegt ein Stern vor der BadnerHalle, der den Namen des Sängers trägt – und das bereits seit 1999. Damals war die krude Weltansicht des Mannheimers noch nicht so bekannt, auch wenn er sich im selben Jahr bei einem Interview mit dem Musikexpress als „Rassist ohne Ansehen der Hautfarbe“ bezeichnete. Doch nach all den Eskapaden der letzten Monate hat ein Politiker der SPD-Rastatt die Nase voll! Die SPD-Mannheim beschäftigt sich unterdessen mit dem Ursprung von Verschwörungsmythen und Antisemitismus und erklärt, wie sie bekämpft werden können.

Xavier Naidoo: SPD-Politiker Jonas Nicolas Weber will den Stern entfernen lassen

Nach den bekannten Ereignissen und Äußerungen des Musikers halte ich eine Würdigung für absolut nicht angebracht. Es ist einer Stadt, die für die Freiheitsbewegung in der deutschen Geschichte steht, nicht würdig und widerspricht ihrem Selbstverständnis als Symbolstadt für Freiheit und Demokratie“, schreibt Landtagsabgeordneter Jonas Nicolas Weber in einem Brief an den Oberbürgermeister Hans-Jürgen Pütsch. Bereits Wochen zuvor hätten Weber und Stadtrat Harald Ballerstaedt mit dem OB über das Thema Naidoo gesprochen – doch bislang ohne Ergebnis.

Vor der BadnerHalle in Rastatt befinden sich 28 Sterne – auch der von Xavier Naidoo.

Der Landtagsabgeordnete sieht die Gefahr, dass der Ruf von Rastatt beschädigt werden könnte, wenn der Stern von Xavier Naidoo vor der BadnerHalle erhalten bleibt. Zudem müsse die Stadt Haltung gegen die „vermehrt rechtslastigen Äußerungen“ des Sängers zeigen. Insgesamt befinden sich 28 Sterne vor der Halle. Auf diesen stehen die Namen bekannter Stars wie Ray Charles, B.B. King, Howard Carpendale, Udo Jürgens oder Joe Cocker. Diese sind von 1991 bis 2007 in Rastatt aufgetreten und wurden so geehrt. Die Tradition gebe es allerdings schon seit mehreren Jahren nicht mehr, erklärt eine Sprecherin der BadnerHalle auf Anfrage von MANNHEIM24. Falls der Brief von Jonas Nicolas Weber Erfolg hat, könnten es in Zukunft sogar nur noch 27 Sterne sein.

Xavier Naidoo hat ein Video von sich auf YouTube entdeckt und teil es auf Telegram. Dabei handelt es sich um einen 10-Stunden-Loop, in dem er wegen eines Verschwörungsmythos weint. Der Musiker schlägt vor, den Clip als Folterinstrument zu nutzen. Attila Hildmann droht dem Politiker Volker Beck. Am liebsten würde er die Todesstrafe für ihn wieder einführen. Obwohl die Polizei ermittelt, sieht es schlecht aus mit einem Prozess. (dh) *MANNHEIM24 und *HEIDELBERG24 sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Uwe Anspach/dpa/ Büro Jonas Weber

Das könnte Dich auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare