1. Mannheim24
  2. Baden-Württemberg

Neue Verordnung in BW: 2G, Maskenpflicht – Diese Regeln muss man kennen

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Marten Kopf

Baden-Württemberg - Die Landesregierung verabschiedet eine neue Corona-Verordnung. Ab dem 15. Oktober werden die Zeiten vor allem für Ungeimpfte härter.

Die Anpassung der Corona-Verordnung für Baden-Württemberg war schon lange erwartet worden. Am Mittwochabend (13. Oktober) dann stimmt das Landeskabinett einer entsprechenden Änderung zu – auf eine diesbezügliche Anfrage von HEIDELBERG24 hatte sich ein Sprecher der Landesregierung am Mittag desselben Tages noch bedeckt gehalten. Die neue Verordnung tritt nun am Freitag, den 15. Oktober in Kraft.

Auch ihr Inhalt kommt nicht wirklich überraschend: Neu ist unter anderem die Einführung eines 2G-Optionsmodells in Baden-Württemberg und eine Testpflicht für nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte sowie Selbstständige mit Außenkontakt. An den bisher schon geltenden Einschränkungen wird nicht gerüttelt. Auch das bereits mit der letzten Verordnung im September eingeführte 3-Stufen-Modell (Basis-, Warn- und Alarmstufe) bleibt unverändert bestehen. Aktuell (Stand: 14. Oktober) gilt in Baden-Württemberg die Basis-Stufe.

Corona-Verordnung in Baden-Württemberg: 2G, dafür keine Maskenpflicht – „Bewährungsprobe“

Neu ist die Einführung eines sogenannten 2G-Optionsmodells in der Basisstufe. Entscheiden sich Veranstalter oder Betreiber von Einrichtungen für die 2G-Option, lassen also nur Geimpfte und Genesene zu, müssen die Gäste keine Maske mehr tragen. Zudem unterliegen Veranstaltungen mit ausschließlich geimpften oder genesenen Besucherinnen und Besuchern keiner Personenobergrenze mehr, wie es bislang für Großveranstaltungen (bis maximal 25.000 Personen) der Fall war.

„Wir beobachten derzeit ein stabiles Infektionsgeschehen“, so Gesundheitsminister Manne Lucha am Mittwoch (13. Oktober) in Stuttgart. „Die Zahlen bewegen sich auf einem Plateau, nach wie vor sind es überwiegend nicht geimpfte Personen, die mit schweren Verläufen auf den Intensivstationen behandelt werden müssen. Gleichzeitig ist die Impfquote weiter angestiegen. Deshalb ermöglichen wir Veranstaltern und Anbietern mit dem Optionsmodell mehr Flexibilität.“ Dennoch warnte Lucha vor zu großer Sorglosigkeit: „Die Bewährungsprobe steht uns noch bevor, wenn sich die Menschen im Herbst und Winter wieder vermehrt in Innenräumen aufhalten.“

Auf der Basis eines entsprechenden Beschlusses der Gesundheitsministerkonferenz wird außerdem geregelt, dass sich nicht geimpfte und nicht genesene Beschäftigte sowie Selbstständige mit Außenkontakt künftig schon in der Basisstufe zweimal wöchentlich mit einem Antigen-Schnelltest testen lassen müssen. Sofern sie nicht vom Arbeitgeber angeboten werden, können solche Tests auf Dauer schnell ins Geld gehen, denn schon seit dem 11. Oktober werden die Kosten dafür vom Bund nicht mehr übernommen. Allerdings sind Arbeitgeber nach der sogenannten SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung des Bundes schon jetzt verpflichtet, ihren Beschäftigten solche Tests zweimal wöchentlich anzubieten.

Baden-Württemberg: Neue Corona-Verordnung – die Änderungen im Überblick

Neben dem 2G-Optionsmodell und der Testpflicht für Beschäftigte enthält die neue Verordnung für Baden-Württemberg einige kleinere Änderungen. Alle Neuerungen hier im Überblick:

Darüber hinaus werden die Definitionen des 3-Stufen-Modells präzisiert: Die Warnstufe gilt jetzt, wenn die 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (also die Anzahl der stationär zur Behandlung aufgenommenen Patientinnen und Patienten, die an COVID-19 erkrankt sind, gemessen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen) den Wert 8 erreicht oder überschreitet. Oder, wie schon bisher, ab 250 COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen. Für die Alarmstufe gilt desgleichen das Erreichen oder Überschreiten des Wertes 12 bzw. eine Zahl von 390 COVID-19-Patientinnen und -Patienten auf den Intensivstationen. (mko)

Auch interessant

Kommentare