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Vereinssterben durch Energiekrise: Regierung nimmt Stellung zu den Vorwürfen

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Von: Dominik Jahn

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Stuttgarter Sportgespräch
Sportministerin Theresa Schopper nimmt Stellung zu Vorwürfen der Vereine. © Robin Rudel/dpa

572 Sportvereine haben sich in Baden-Württemberg in einem Brief an ihre Landesverbände gewandt. Sie befürchten durch die steigenden Kosten den Betrieb einstellen zu müssen. Jetzt hat die Sportministerin zu den Forderungen Stellung bezogen.

Hunderte baden-württembergische Sportvereine haben sich mit einem deutlichen Appell an ihre Landesverbände gewandt und in ihrem Brief vor einem drohenden Vereinssterben gewarnt, wie echo24.de berichtet hat. Zu stark steigen die Kosten für Gas und Strom. Das Kultusministerium reagiert sofort.

In einer offiziellen Stellungnahme äußert sich Baden-Württembergs Sportministerin Theresa Schopper zu den Forderungen: „Wir sind uns der schwierigen Lage des Sports bewusst. Auch wissen wir um die großen Herausforderungen der Vereine: Corona, die Folgen des Ukraine-Kriegs – sowohl in Bezug auf die Energiekosten, als auch mit Blick auf die Unterbringung der Geflüchteten.“ Man schätze das „das Engagement des Sports“ und sei „sehr dankbar für die Hilfe“.

Ministerin verweist auf Millionen-Hilfen in der Corona-Pandemie

Schopper spricht in dem Schreiben davon, dass man die derzeitigen Probleme durchaus erkennt und sie verweist auf die umfangreichen Hilfen in der Corona-Pandemie: „Wir hatten und haben die Belastungen sehr genau im Blick – und haben dem Sport etwa mit unserem Corona-Sofortprogramm stark unter die Arme gegriffen.“

Laut Ministerium wurden gemeinnützigen Sportvereinen und Sportfachverbänden in den Jahren 2020 und 2021 Landesmittel im Rahmen der „Soforthilfe Sport“ in Höhe von insgesamt etwa 25,1 Millionen Euro unbürokratisch bereitgestellt. Damit konnte vielen Vereinen geholfen werden, auch Insolvenzen wurden so vermieden.

Des Weiteren, so heißt es, „wurden zur weiteren Liquiditätssicherung von Sportvereinen 2020 und 2021 die Lizenzzuschüsse, für die von einem Lockdown betroffenen Monate an die Sportvereine auf der Basis der Zahlen aus 2019 ausgezahlt, und zwar unabhängig von den tatsächlich durchgeführten Übungs- und Trainingsstunden“. 17 Millionen Euro standen demnach 2020 und 2021 im Sporthaushalt für Übungsleiterzuschüsse zur Verfügung.

Landesregierung will den Sportvereinen in Baden-Württemberg helfen

Abschließend erklärt Schopper, dass man auch jetzt wieder das Möglichste tun werde, „um dem Sport weiterzuhelfen und die Belastungen für die Vereine abzufedern“. Die Sportministerkonferenz habe dem zufolge nachdrücklich dafür geworben, „den organisierten Sport in den Entlastungsmaßnahmen zu berücksichtigen“.

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