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Zoll Stuttgart: Waffen, so weit das Auge reich – Mega-Fund in Geheimraum

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Von: Daniel Hagen

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Mehrere Waffen liegen in einem Regal des Zollamtes Stuttgart.
Die Zollfahnder Stuttgart finden ein Waffenarsenal in einem geheimen Raum. © Zollfahndungsamt Stuttgart

Stuttgart - Das Haus eines Rentners wird durchsucht, weil er ein Sturmgewehr illegal einführen wollte. Als die Beamten einen geheimen Raum entdecken, bietet sich ihnen ein unglaubliches Bild.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und die Zollfahndung Stuttgart ermitteln gegen einen 69-Jährigen aus einer Gemeinde im Main-Tauber-Kreis (Baden-Württemberg*). Der Rentner steht unter Verdacht, ein Sturmgewehr und Munition illegal aus der Schweiz eingeführt zu haben. Aus diesem Grund erteilt der Ermittlungsrichter einen Durchsuchungsbefehl für das Haus des Beschuldigten. Als die Beamten Ende letzter Woche das Anwesen betreten, gehen sie von vielem aus – aber nicht von dem, was ihnen bevorsteht. Denn statt ein paar einzelner Waffen, finden sie ein ganzes Arsenal. Über den Fall berichtet HEIDELBERG24*

NameStuttgart
BundeslandBaden-Württemberg
Bewohner634.830 (2019)
OberbürgermeisterFrank Nopper (CDU)

Stuttgart: Zoll findet Waffenarsenal in Geheimraum

Der Beschuldigte ist Jäger und besaß die Erlaubnis für den Besitz und das Führen von bestimmten Zivilwaffen. Somit konnte auch mit dem Auffinden von legalen Waffen gerechnet werden. Der Fund überstieg dann doch jede Auffindevermutung der Beamten“, heißt es im Bericht des Zollfahndungsamtes Stuttgart. Die Behörde hat auch im März 2019 eine unfassbare Entdeckung am Stuttgarter Flughafen gemacht*.

Im Haus des 69-Jährigen finden die Beamten einen schwer zugänglichen Geheimraum. Dieser ist bis unter die Decke voll mit illegalen Waffen. Die Zollfahnder sprechen von insgesamt 270 Geschossen – darunter rund 60 Kriegswaffen, 140 Kurzwaffen sowie 70 Langwaffen. Auch 8.000 Schuss Munition und 6 Kilogramm Treibladungspulver für die Munitionsherstellung werden beschlagnahmt. Viele der gefundenen Waffen sind sogar geladen gewesen. Ein paar der Kurzwaffen waren zudem in speziell dafür präparierten Büchern versteckt.

Stuttgart: Beschuldigter wieder auf freiem Fuß

Die Zollbeamten, Polizisten aus Tauberbischofsheim und Entschärfer des Landeskriminalamts sind bis spät in die Nacht damit beschäftigt, alle Beweismittel und Einziehungsgegenstände zu sichern. Der 69-Jährige wird vorläufig festgenommen. Auch in Ulm ist die Polizei im Oktober 2020 wegen Waffen im Einsatz. Dort „spielen“ mehrere Personen in Nazi-Uniformen und mit echten Waffen Krieg*.

Nach der Hausdurchsuchung im Main-Tauber-Kreis ist der Beschuldigte mittlerweile wieder auf freiem Fuß. Die Staatsanwaltschaft Ellwangen und das Zollfahndungsamt Stuttgart ermitteln weiter wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Waffengesetz und Sprengstoffgesetz. (pol/dh) *HEIDLEBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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