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Smart City Index: Stuttgart unter den zehn fortschrittlichsten Städten Deutschlands

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Von: Julian Baumann

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Blick über die Königstraße und den Schlossplatz.
Auf der Shortlist der zehn fortschrittlichsten Städte Deutschlands ist auch Stuttgart erneut vertreten. © IMAGO/imageBROKER/Werner Dieterich

In der Shortlist der zehn fortschrittlichsten Städte Deutschlands ist auch Stuttgart erneut vertreten. Andere Großstädte in Baden-Württemberg fielen dagegen raus.

Stuttgart - Die Landeshauptstadt von Baden-Württemberg wird oftmals aufgrund der vielen Baustellen, des regen Verkehrs und vor allem wegen des Megaprojekts Stuttgart 21 kritisiert. Daneben ist Stuttgart aber auch Hauptsitz von Weltfirmen wie Mercedes-Benz, Porsche oder Bosch und engagiert sich intensiv für Start-ups und Digitalisierung. Der Digitalverband Bitkom kürt anhand verschiedener Kriterien jährlich die fortschrittlichsten Städte in der Bundesrepublik. In den diesjährigen Top 10 ist Stuttgart neben München oder Hamburg erneut vertreten, während Karlsruhe und Freiburg abgerutscht sind.

Fortschritt ist aktuell in nahezu allen Bereichen das Thema der Stunde. Die Autoindustrie stellt vom Verbrenner auf E-Autos um, die Arbeitswelt verlagert sich vom Büro zunehmender ins Homeoffice und viele Abläufe und Prozesse der Wirtschaft werden digitalisiert. Laut einer Pressemitteilung von Bitkom will der Digitalverband am 20. September den diesjährigen Sieger der fortschrittlichsten Städte Deutschlands küren. In die Shortlist der Top 10 hat es von den baden-württembergischen Großstädten in diesem Jahr nur die Landeshauptstadt geschafft.

Smart City Index: Shortlist mit drei Neuaufsteigern in den Top 10 - Stuttgart erneut vertreten

Der Smart City Index von Bitkom untersucht die deutschen Großstädte anhand von fünf Bereichen in 36 Indikatoren, die wiederum aus 133 Parametern bestehen. Die übergeordneten Bereiche sind Verwaltung, IT- und Kommunikation, Energie und Umwelt, Mobilität und Gesellschaft. Unter dem Bereich Verwaltung finden sich etwa Parameter wie Online-Terminvergaben oder auch E-Payment bei Online-Services, unter IT- und Kommunikation Aspekte wie 4G- oder 5G-Empfang oder die Abdeckung eines öffentlichen Wlan-Netzes und unter Mobilität spielen der öffentliche Nahverkehr, das Parken im öffentlichen Raum oder auch Sharing-Angebote von Autos, Fahrrädern oder E-Scootern eine Rolle.

In der diesjährigen Shortlist der zehn fortschrittlichsten Städte Deutschlands finden sich die folgenden (in Alphabetischer Reihenfolge):

(Quelle: Bitkom)

Die Großstädte Aachen und Düsseldorf (beide Nordrhein-Westfalen) und Nürnberg (Bayern) sind in diesem Jahr zum ersten Mal in der Shortlist vertreten. Im vergangenen Jahr lag Aachen beim Endergebnis auf dem 17., Düsseldorf auf dem 19. und Nürnberg auf dem 16. Platz. „Die Aufsteiger Aachen, Düsseldorf und Nürnberg werden mit ihrem Abschneiden für ihre digitalen Aktivitäten belohnt“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. „Für alle anderen ist es ein Ansporn, ihre Digitalisierungsbemühungen zu steigern und ebenfalls Tempo zu machen.“

Karlsruhe, Freiburg und Berlin nicht mehr in den Top 10 des Smart City Index vertreten

Großstädte, die im Vergleich zum vergangenen Jahr nicht mehr in den Top 10 der fortschrittlichsten Städte Deutschlands auftauchen, sind Karlsruhe (im vergangenen Jahr auf Platz 3), die Bundeshauptstadt Berlin (im vergangenen Jahr auf Platz 9) und Freiburg im Breisgau (im vergangenen Jahr auf Platz 10). Stuttgart war im vergangenen Jahr um zwei Plätze auf den 8. Rang abgerutscht. Auch bei der Wirtschaftsdynamik stürzte Stuttgart im Städtevergleich 2021 ab. Beim Smart City Index hat die Schwaben-Metropole in diesem Jahr aber erneut die Chance auf die Poleposition. Ein Ranking ergab zudem, dass in Stuttgart und Ludwigsburg die meisten Einkommensmilliardäre des Landes leben.

Heidelberg war im Smart City Index von Platz 10 im Jahr 2020 bereits im vergangenen Jahr auf Platz 18 gerutscht, Mannheim von Platz 17 auf 23. Die anderen baden-württembergischen Großstädte wie beispielsweise Pforzheim, Reutlingen oder Ulm waren im vergangenen Jahr noch nicht mal in den Top 25 der finalen Liste vertreten. Das Ranking von Bitkom soll allerdings nicht den Lebensstandard in besagten Städten bewerten, sondern eine Vergleichsgrundlage für die eigenen digitalen Aktivitäten bieten. Das vollständige Ranking soll am 20. September in einer Online-Pressekonferenz im Vorfeld der Smart Country Convention bekanntgegeben werden.

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