Stuttgart ist Corona-Hotspot

Coronavirus Stuttgart: Zahlen steigen wieder! Bundeswehr im Einsatz zur Gesundheitsamt-Unterstützung

Coronavirus: Stuttgart ist seit dem Wochenende Risikogebiet. Die Stadt hat ab dem 14. Oktober verschärfte Regeln erlassen. Die Bundeswehr unterstützt das Gesundheitsamt.

  • Der aktuelle 7-Tage-Inzidenz-Wert im Stadtkreis Stuttgart beträgt 80,2 (Stand 20. Oktober). Tags zuvor lag der Wert bei 80,5.
  • Seit Beginn der Pandemie sind 4.078 SARS-CoV-2 Fälle bekannt (Stand 20. Oktober).
  • Im Stadtkreis Stuttgart gilt derzeit die Corona-Warnstufe (Stand 20. Oktober).

Update vom 21. Oktober: An dieser Stelle beenden wir unsere Berichterstattung in diesem Artikel. In unserem aktuellen Artikel zu den Corona-Warnstufen in Stuttgart und Ludwigsburg* informieren wir Sie ab dem 21. Oktober über die weiteren Entwicklungen. Dort gibt es alle Zahlen in der Übersicht und zum Nachlesen.

Coronavirus in Stuttgart: Sieben-Tage-Inzidenz weit über dem Grenzwert

Update, 15. Oktober: Die Zahl der Neuinfizierten in Stuttgart steigt weiter dramatisch! 125 neue Fälle meldet das Landesgesundheitsamt am Donnerstag. Damit steigt die Zahl der Gesamt-Fälle seit Beginn der Pandemie auf 3.713. Mit 82,9 hat Stuttgart außerdem die höchste Sieben-Tage-Inzidenz in ganz Baden-Württemberg und liegt damit auch weit über dem Schwellenwert von 50!

Wie die Stadt mitteilte, unterstützt die Bundeswehr das Gesundheitsamt in Stuttgart seit heute. Am Wochenende hatte die Landeshauptstadt einen Amtshilfeantrag gestellt. Insgesamt sollen 60 Soldatinnen und Soldaten eingesetzt werden. Diese „werden telefonische Gespräche mit Infizierten führen und uns bei der Kontaktnachverfolgung unterstützen“, sagte die Bürgermeisterin für Soziales und gesellschaftliche Integration, Dr. Alexandra Sußmann.

Die Bundeswehr unterstützt Gesundheitsämter in Baden-Württemberg bei der Kontaktnachverfolgung.

Warnstufe in Stuttgart: Diese Corona-Regeln gelten ab dem 14. Oktober!

Update, 14. Oktober: Auch wenn die 7-Tage-Inzidenz gestern minimal gesunken ist - in Stuttgart liegt sie auch weiterhin deutlich über dem Grenzwert. Ab dem heutigen Mittwoch gelten zum Schutz vor der Ausbreitung des Corona-Virus deshalb die strengeren Regeln vor allem in der Stuttgarter Innenstadt.

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen lag am Dienstag mit 69,7 knapp unter dem Inzidenzwert des Vortags (70,0). Bei einem Wert über 50 gilt eine Stadt bereits als Risikogebiet. Bei einer 7-Tages-Inzidenz wird derzeit die Vorwarnstufe ausgerufen.

In Stuttgart gelten deshalb seit Mittwoch strengere Corona-Regeln. Die Stadt bat auf Twitter nochmals darum, diese auch einzuhalten, um die Infektionszahlen wieder zu senken.

Stuttgart: Diese neuen Corona-Regeln gelten jetzt!

Besonders bemerkbar dürfte in Stuttgart die erweiterte Maskenpflicht sein. Innerhalb des Cityrings, auf Wochenmärkten und in höheren Schulen während des Unterrichts muss nun dauerhaft ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Maskenpflicht in Stuttgart gilt nun also auch außerhalb von geschlossenen Räumen.

Schüler ab der achten Klasse beginnen ihren Unterricht ab heute frühestens zur zweiten Stunde. So sollen Bus und Bahn in Stuttgart entlastet werden. Bei Fußballspielen dürfen indes nur noch maximal 200 Personen anwesend sein.

Stuttgart: Alkoholverbot in insgesamt 20 Bereichen

Auch die Regelung für private Feiern wird ab heute angepasst. In angemieteten Räumen dürfen noch bis maximal 25 Personen gemeinsam feiern. In Privaträumen sogar nur noch zehn Leute. Was mit dem umstrittenen Beherbergungsverbot, von dem derzeit auch Stuttgarter betroffen sind, passiert, bleibt abzuwarten. Bei der heutigen Ministerpräsidentenkonferenz steht diese Regelung im Fokus der Besprechungen.

Die Karte zeigt grob, wo in Stuttgart wegen Corona nun ein Alkoholverbot herrscht.

Klar ist derweil, dass ab Donnerstag zu den strengeren Corona-Regeln auch ein Alkoholverbot in insgesamt 20 Bereichen in Stuttgart hinzukommt. Mit den neuen Maßnahmen soll die Verbreitung des Coronavirus in Stuttgart eingedämmt werden. Zuletzt waren auch die Zahlen in ganz Baden-Württemberg dramatisch angestiegen.

Coronavirus in Stuttgart: Dramatischer Anstieg der 7-Tage-Inzidenz - strengere Regeln ab Mittwoch!

Update, 12. Oktober: DAS ist ein dramatischer Anstieg der 7-Tage-Inzidenz in der baden-württembergischen Hauptstadt. Am Sonntag lag der wichtige Wert noch bei 55,8 - zu hoch, denn ab einem Wert von 50 gilt die Corona-Warnstufe. Aber: Stuttgart legt noch einen Zahn zu!

Zum Wochenstart meldet das Landesgesundheitsamt für Stuttgart eine 7-Tage-Inzidenz von 70. Heißt: Der Wert ist um 14,2 angestiegen. Klar, dass da auch die Fußball-Bundesliga nicht vor geschützt ist und der VfB als eine der Folgen, das Heimspiel gegen Köln ohne Zuschauer austragen soll - Stand jetzt. Und Stuttgart ist nicht allein. Auch im Landkreis Esslingen ist die 7-Tage-Inzidenz enorm hoch.

Insgesamt gab es im Stadtkreis Stuttgart am Montag 104 Neu-Infizierte. Die Alarmglocken läuten, blinken und warnen! Diese Zahl muss sinken, weshalb es wohl auch noch in dieser Woche zu strengeren Regeln kommen soll. Wie die Stadt Stuttgart über Twitter mitteilte, geht es dabei um Maskenpflicht im Cityring und auch an Schulen, um den Schulbeginn, Feiern und auch um ein Alkoholverbot in insgesamt 20 Bereichen in Stuttgart. Übrigens: Auch der Wer für Baden-Württemberg wird langsam kritisch und liegt derzeit bei 31,5.

Stuttgart jetzt Corona-Risikogebiet: Strengere Regeln kommen noch in dieser Woche

Update, 12. Oktober: Erneut ist die Zahl der mit Corona infizierten Stuttgartern gestiegen. 42 Neuinfektionen vermeldete das Robert-Koch-Institut (RKI) am gestrigen Sonntag für die Landeshauptstadt Baden-Württembergs. Mit 55,8 Fällen auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen liegt Stuttgart* auch bei der Inzidenz-Zahl weiter über dem Grenzwert und gilt somit als Corona-Risikogebiet innerhalb Deutschlands. Um die weitere Ausbreitung des Virus und einen erneuten Lockdown zu verhindern, hat die Stadt bereits eine Verschärfung der bestehenden Corona-Regeln angekündigt. Einige Änderungen wird es bereits ab Mittwoch, 14. Oktober, geben.

Corona in Stuttgart: 7-Tage-Inzidenz überschreitet kritischen Grenzwert

Die Corona-Zahlen in Stuttgart sind seit Anfang Oktober stark angestiegen. Vor allem die sogenannte 7-Tage-Inzidenz, also die Fälle pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen, gilt als Richtwert. Überschreitet dieser Wert die Marke 35, gilt die sogenannte Vorwarnstufe für das Corona-Virus. Das war in Stuttgart am 6. Oktober der Fall. Beim überschrittenen Grenzwert von 50, wie in Stuttgart am Samstag, gilt ein Gebiet als Risikogebiet und ruft die Corona-Warnstufe aus.

Die 7-Tages-Inzidenz in Stuttgart im Oktober (Quelle: Stadt Stuttgart):

Datum7-Tages-Inzidenz
1. Oktober27,5
2. Oktober28
3. Oktober28,5
4. Oktober27,2
5. Oktober31,3
6. Oktober35,4
7. Oktober38,4
8. Oktober43,7
9. Oktober41,2
10. Oktober50,5
11. Oktober55,8

Corona in Stuttgart: Maskenpflicht in der Innenstadt und Alkoholverbote

Am Samstag hatte Stuttgart somit als nächste deutsche Großstadt mit 82 Corona-Neuinfektionen den kritischen Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Beinahe umgehend kündigte Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) deshalb einschneidende Maßnahmen zur Eindämmung des Virus in Baden-Württembergs Landeshauptstadt an. So wird es beispielsweise eine Maskenpflicht in der gesamten Innenstadt von Stuttgart geben.

Ab wann die Maskenpflicht im Stuttgarter City-Ring genau gilt, ist derzeit noch nicht klar. Wahrscheinlich scheint aber, dass die Stuttgarter ab Mittwoch auch außerhalb von Geschäften und geschlossenen Räumen in der Innenstadt eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen.

Stuttgart jetzt Risikogebiet: Strengere Regeln gelten ab Mittwoch

Auch der Konsum von Alkohol sowie dessen Verkauf sollen eingeschränkt werden. Auf bestimmten Plätzen wird der Verkauf von Alkohol ab 21 Uhr verboten. Ab 23 Uhr darf dort dann auch nicht mehr getrunken werden.

Für den morgigen Dienstag kündigte die Stadt Stuttgart die Veröffentlichung der genauen Verfügungen an. Heißt: Auch wo genau die Alkoholverbote dann gelten, ist erst ab dann klar. Ab Mittwoch sollen die strengeren Corona-Regeln in Kraft treten.

Corona-Risikogebiet: Stuttgart verschärft auch Regeln für private Feiern

Wie aus einer Pressemitteilung der Stadt zu entnehmen ist, steht nach wie vor aber keine Sperrstunde für gastronomische Betriebe im Raum. Auch das Alkoholverbot trifft demnach auf sie nicht zu.

Und nicht zuletzt sollen auch strengere Maßnahmen für größere Menschengruppen kommen. In öffentlichen und angemieteten Räumen dürften demnach nur noch maximal 25 Personen zusammentreffen. Feiern in privaten Räumen sollen auf zehn Teilnehmer begrenzt werden. Stuttgart will mit einer Verschärfung der Kontrollen auch illegale Partys verhindern.

Corona-Warnstufe: VfB Stuttgart gegen Köln wieder ein Geisterspiel

Von der Verschärfung der Corona-Regeln in Stuttgart ist auch der VfB Stuttgart betroffen. Denn: Das nächste Heimspiel der Schwaben gegen Köln findet wieder ohne Zuschauer statt. Bei anderen Sportveranstaltungen darf es maximal 500 Zuschauer vor Ort geben - diese müssen dann aber alle dauerhaft Maske tragen.

Stuttgart: Neue Corona-Regeln auch für Schüler spürbar?

Stuttgarts Oberbürgermeister wolle außerdem die wichtigsten Dienstleister in der Stadt kontaktieren. Er wolle sie darum bitten, ihre Mitarbeiter so viel wie möglich ins Home-Office zu schicken.

Auch für Schüler könnten die neuen Corona-Regeln in Stuttgart eine Umstellung bedeuten. Mit einer Entzerrung des Unterrichtsbeginns sollen in Stuttgart auch Bus und Bahn entlastet werden. Hier war ein Abstandhalten im Berufs- und Schulverkehr zuletzt kaum möglich gewesen.

Stuttgart: Corona-Warnstufe überfordert Gesundheitsamt - Bundeswehr-Hilfe angefordert

Außerdem forderte die Stadt Stuttgart die Hilfe der Bundeswehr an. Gemeinsam mit der gesamten Stadtverwaltung soll so die Nachverfolgung von Kontaktpersonen beschleunigt werden, damit sie bei einer möglichen Infektion nicht wiederum andere anstecken. Das Gesundheitsamt allein war angesichts der steigenden Infektionszahlen wohl nicht mehr hinterhergekommen.

„Wir müssen jetzt entschieden handeln. Nur so können wir Schulen, Kitas Wirtschaft und Handel offen halten.“

Fritz Kuhn, Oberbürgermeister von Stuttgart

„Wir müssen jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen“, erklärte Stuttgarts Oberbürgermeister Kuhn die schärferen Maßnahmen in der Landeshauptstadt. „Nur so können wir Schulen, Kitas, Wirtschaft und Handel offen halten.“ 

Corona in Baden-Württemberg: Nicht nur in Stuttgart steigen die Zahlen weiter an

Doch nicht nur Stuttgart muss angesichts steigernder Infektionszahlen über weitere Maßnahmen zur Bekämpfung des Corona-Virus nachdenken. Auch in anderen Stadt- und Landkreisen in Baden-Württemberg gibt es eine besorgniserregende Entwicklung. So hat auch der Landkreis Esslingen die Corona-Wanrstufe ausgerufen.

In Schwäbisch Hall und Heilbronn gilt beispielsweise die Vorwarnstufe. Und auch in gesamt Baden-Württemberg stieg die 7-Tage-Inzidenz zuletzt wieder an.

Corona in Stuttgart: Warnstufe am Samstag überschritten

Update, 11. Oktober: In der Landeshauptstadt Stuttgart ist die Corona-Warnstufe von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen überschritten worden. Das berichtet die Deutsche-Presse-Agentur (dpa). Nun will die Stadt die bestehenden Corona-Regeln verschärfen. So sollen unter anderem eine Sperrstunde, eine Maskenpflicht in der Innenstadt und Alkoholkonsum-Beschränkungen eingeführt werden, heißt es von der Stadt.

Die Sperrstunde müsse rechtlich sauber eingeführt werden, erklärt ein Stadtsprecher. Noch ist allerdings unklar, wann genau die neuen Corona-Maßnahmen Inkrafttreten. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, plant die Stadt zudem eine Entflechtung des Unterrichtsbeginns an Stuttgarter Schulen. Auch zu dieser Maßnahme sind noch keine weiteren Details bekannt. Klar ist bis jetzt nur, dass die städtischen Behörden Hilfe brauchen. Und zwar von der Bundeswehr.

Stuttgart überschreitet Coronavirus-Warnstufe: Gesundheitsamt schläht Alarm

Insbesondere für die Verfolgung von Kontaktpersonen im Zuge der Coronavirus-Pandemie könnten Bundeswehrsoldaten zum Einsatz kommen. Schon jetzt mobilisiert die Stadt Stuttgart ihre komplette Verwaltung. Klar ist, dass die Verfolgung von Kontaktpersonen mit steigenden Coronavirus-Infektionen zu einer Mammutaufgabe wird. Die Stadt Stuttgart bestätigte am Sonntag, dass Hilfe von der Bundeswehr angefordert worden sei.

Die Zahlen steigen auf besorgniserregende Weise an, und zwar so stark, dass das Gesundheitsamt die Kontaktpersonennachverfolgung nicht mehr gewährleisten kann.

Stefan Ehehalt, Leiter des Stuttgarter Gesundheitsamts

Bereits am Samstag wurden in Stuttgart 50,5 Coronavirus-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen registriert. Der Grenzwert für die Corona-Warnstufe liegt bei 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen. „Daher müssen wir jetzt entschieden handeln, um die Zahl der Neuinfektionen sofort wieder runter zu bekommen“, erklärt Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn zur Lage in der Landeshauptstadt von Baden-Württemberg.

Coronavirus-Vorwarnstufe in Stuttgart: Einschränkungen für Versammlungen erlassen

Update vom 9. Oktober: Seit Freitag, 9. Oktober, gelten in Stuttgart erste schärfere Corona-Beschränkungen. Der Grund: Die Stadt musste die Vorwarnstufe ausrufen! Der festgelegte Grenzwert der Vorwarnstufe liegt bei 35 neu verzeichneten Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen.

Ab heute gilt eine Einschränkung für Versammlungen: Ab dem 9. Oktober sind für die kommenden Wochen, also bis zum 25. Oktober, Feiern in Stuttgart im privaten Raum mit nur noch maximal 25 Gästen erlaubt. In der Öffentlichkeit dürfen sich nicht mehr als 50 Menschen versammeln.

Corona-Vorwarnstufe in Stuttgart ausgerufen: Diese Regeln gelten ab heute - bald noch Verschärfung?

Doch kommt es für Stuttgart bald noch härter? Grund zur Sorge machen die aktuellen Corona-Zahlen! Am Donnerstagabend veröffentlichte das Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg den Covid-19-Lagebericht - und die 7-Tage-Inzidenz liegt für den Stadtkreis Stuttgart nun bei 43,7. 67 Neuninfektionen kamen innerhalb von 24 Stunden hinzu.

 „Wir bereiten uns darauf vor, dass durch ein ansteigendes Wachstum weitere Einschränkungen nötig werden“, erklärt Stadtsprecher Sven Matis gegenüber StN.de (Artikel hinter der Bezahlschranke). Im benachbarten Landkreis Esslingen gilt bereits die Corona-Warnstufe*. Dort gilt nun vorerst eine Maskenpflicht auf öffentlichen Plätzen.

Stuttgart Coronavirus: Vorwarnstufe gilt! Erste Beschränkung gelten ab 9. Oktober

Erstmeldung vom 7. Oktober: In der Landeshauptstadt Stuttgart* liegt die Zahl der Corona-Infizierten inzwischen knapp über dem Grenzwert der Vorwarnstufe.  Um die Ausbreitung des Coronavirus in Stuttgart einzudämmen, wurde am Mittwoch über mögliche Maßnahmen und Einschränkungen des öffentlichen Lebens diskutiert.

Das Landesgesundheitsamt teilte bereits am Dienstagabend mit, dass die 7-Tage-Inzidenz in Stuttgart aktuell bei 35,4 Corona-Infizierten liegt. Das bedeutet: Auf 100.000 Einwohner wurden in den letzten sieben Tagen im Schnitt 35,2 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet. Der festgelegte Grenzwert der Vorwarnstufe liegt bei 35 neu verzeichneten Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen. Da Stuttgart diesen Wert derzeit übertrifft, wurde infolge dessen die Vorwarnstufe ausgerufen.

Stuttgart: Welche Maßnahmen werden wegen der Corona-Vorwarnstufe ergriffen?

Als erste offizielle Maßnahme wurde eine Einschränkung für Versammlungen verhängt. Ab dem 9. Oktober sind für die kommenden Wochen, also bis zum 25. Oktober, Feiern in Stuttgart im privaten Raum mit nur noch maximal 25 Gästen erlaubt. In der Öffentlichkeit dürfen sich nicht mehr als 50 Menschen versammeln. Im Kreis Esslingen gibt es bereits ebenfalls eine solche Beschränkung von Feiern. Dort stieg die 7-Tage-Inzidenz am Montag auf 40,6 Corona-Fälle an.

Im Corona-Maßnahmenkatalog des Landes Baden-Württemberg könnte vor allem Punkt 4.2. eine Orientierung für weitere mögliche Einschränkungen des öffentlichen Lebens bieten. Unter Punkt 4.2. ist das „Beschränkungskonzept bei diffuser regionaler Häufung mit unklaren Infektionsketten“ festgehalten und umfasst folgende Maßnahmen:

  • Je nach Grad der Infektionsgefahr sind schrittweise Maßnahmen zu ergreifen, die zur Verhütung und Bekämpfung geeignet, erforderlich und verhältnismäßig sind. Diese Maßnahmen könnten eine strengere Maskenpflicht im öffentlichen Raum, eine Reduktion von Kontakten oder sogar Ausgangssperren sein. Dabei kann auf Erfahrungen aus den im Zuge der Corona-Pandemie bisher verhängten Maßnahmen zurückgegriffen werden.
  • Bei einer Häufung an Corona-Infektionen innerhalb bestimmter Bevölkerungsgruppen sind zielgerichtete Maßnahmen möglich. Im Einzelfall sind auch im Hinblick auf den Verhältnismäßigkeitsgrundsatz entsprechende Beschränkungen geboten.
  • Die eingeführten Maßnahmen müssen regelmäßig überprüft werden und gelten solange, bis der Wert mindestens sieben Tage lang unterschritten wird. Das bedeutet: Erst nach mindestens sieben Tagen kann die Corona-Vorwarnstufe frühestens wiederaufgehoben werden.

Corona-Vorwarnstufe in Stuttgart: Werden jetzt Ausgangssperren verhängt?

Ein Punkt des Corona-Maßnahmenkatalogs des Landes Baden-Württemberg sticht besonders hervor: die Möglichkeit der „Einführung von Beschränkungen nicht erforderlicher Mobilität in die betroffenen Gebiete hinein und aus ihnen heraus“. Das bedeutet konkret: Ohne wichtigen Grund darf niemand mehr aus Stuttgart aus- oder nach Stuttgart einreisen. Ausgangssperren sind also durchaus möglich. Ob eine solche Beschränkung jedoch wirklich eingeführt wird, steht noch nicht fest. In Berlin wurde bereits eine Corona-Sperrstunde* verhängt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

Unabhängig von den verhängten Maßnahmen wird immer wieder an die Bürger appelliert, sich an die bereits geltenden Regeln der Corona-Verordnung* zu halten. Dazu gehört das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sowie eine Minderung von sozialen Kontakten. Oberbürgermeister Fritz Kuhn äußert sich folgendermaßen dazu: „Das Tragen einer Maske ist ein Akt praktischer Solidarität. Es ist eine bürgerliche Maßnahme nicht nur zum eigenen Schutz, sondern auch zum Schutz der Stadtgesellschaft“.

Stuttgart: Folgt bald schon die nächste Warnstufe inklusive lokaler Lockdown?

Steigt der Wert der 7-Tage-Inzidenz auf 50 Neuinfektionen an, wird die nächste Warnstufe eingeleitet. Diese sieht dann drastischere Maßnahmen vor, die auch einen Lockdown für Stuttgart bedeuten können. Allerdings ist damit bisher noch nicht zu rechnen. Denn auch in anderen Städten in Baden-Württemberg, darunter Heilbronn*, wurde in den vergangenen Wochen die Corona-Vorwarnstufe verhängt. Durch das Einführen von strengeren Maßnahmen konnte ein weiteres Ansteigen der Corona-Infektionszahlen allerdings verhindert werden.

Coronavirus: Landesregierung ruft zweite Pandemiestufe für Baden-Württemberg aus

Die Zahl der erfassten Neuinfektionen mit dem Coronavirus ist deutschlandweit so hoch wie seit der zweiten Aprilhälfte nichtmehr. Innerhalb eines Tages meldeten die Gesundheitsämter insgesamt 2828 neue Corona-Infektionen in Deutschland. Das gab das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen bekannt.

Auch in Baden-Württemberg steigt die Zahl der Corona-Infizierten* weiter an. Die 7-Tage-Inzidenz für Baden-Württemberg liegt laut Ministerium für Soziales und Integration inzwischen bei einem Wert von 17,6. Daraufhin hat die Landesregierung die zweite Stufe der Corona-Pandemie* ausgerufen. echo24.de* berichtet bereits über das Thema. Das bedeutet vorerst, dass die Kontrollen zur Einhaltung der Corona-Maßnahmen verschärft werden.

Coronavirus in Stuttgart: Auswirkung auf die öffentlichen Einrichtungen

Das Coronavirus hat große Auswirkungen auf das öffentliche Leben. Derzeit befinden sich in Stuttgart Kinder aus 15 verschiedenen Kitas und Schüler aus 54 Schulen in Quarantäne, wie auch heidelberg24.de berichtet. Doch auch in anderen Städten in Baden-Württemberg steigen die Neuinfektionen* an. Vor allem in den Schulen der Region macht sich das Coronavirus bemerkbar: In Heilbronn befinden sich derzeit mehr als 250 Schüler und Lehrer in häuslicher Quarantäne*. In Bad Mergentheim wurden ebenfalls über 100 Schüler unter Quarantäne* gestellt.

Bisher sei die Lage in den Stuttgarter Krankenhäusern noch überschaubar, doch ein Anstieg an Corona-Patienten ist durchaus zu verzeichnen, womit die zweite Corona-Welle* langsam anrollt. (Von Lisa Klein) *echo24.de und heidelberg24.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © Tom Weller/dpa

Das könnte Dich auch interessieren

Kommentare