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Bundesweites Blitzer-Ranking: So sieht‘s im Südwesten aus

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Von: Peter Kiefer

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Baden-Württemberg - Es sind jährliche Einnahmen in zigfacher Millionen-Höhe – durch Radarfallen! Ein Ranking zeigt, wo es in den bundesweit 40 größten Städten am häufigsten blitzt:

Das empfinden die Autofahrer in Mannheim sicher komplett anders! Denn laut einer aktuellen Studie der Goldenstein Rechtsanwälte (Berlin) belegt die Quadratestadt in einem Blitzer-Ranking nur Platz 20 der 40 bundesweit größten Städte. Doch wie sieht es in den anderen beiden Großstädten in Baden-Württemberg aus?

Ranking der deutschen Städte mit den meisten Blitzern überrascht

Wer gegen geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen verstößt, muss mit Bußgeldern oder sogar einem Führerscheinentzug rechnen. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, geblitzt zu werden, in einigen deutschen Städten deutlich höher als in anderen.

Deshalb hat die renommierte Rechtsanwaltskanzlei analysiert, wie viele feste, mobile und teilstationäre Blitzer in Deutschlands größten Städten stehen. Für eine bessere Vergleichbarkeit wurden diese Werte zudem ins Verhältnis zur vorhandenen Straßenfläche gesetzt, wie es in einer Mitteilung zur Erklärung heißt.

Die Blitzersäule an der Wilhelm-Varnholt-Allee ist eine von vielen in Mannheim (BW).
Die Blitzersäule an der Wilhelm-Varnholt-Allee ist eine von vielen Radarfallen täglich in Mannheim (BW). © MANNHEIM24/Peter Kiefer

Anwaltskanzlei mit großer Radar-Analyse: And the winner is... Wuppertal

Im Bundesschnitt stehen in den betreffenden Kommunen pro Tag 17,5 feste sowie 3,6 mobile und teilstationäre Blitzer, die Jagd auf Temposünder machen.

Bundesweit lauern die meisten Radarfallen zwar in Hamburg, wo Autofahrer täglich an 77 Orten geblitzt werden können, dennoch ist die Hansestadt in Relation nicht die Nummer 1 im Ranking. Gemessen an der vorhandenen Straßenfläche gibt es nämlich in Wuppertal die meisten Blitzer! Pro 1.000 Hektar Straße werden dort 26,1 Messgeräte aufgestellt. Dahinter folgen die nächstplatzierten Städte Bonn (24,1), Freiburg (23,6), Karlsruhe (23,0) und Aachen (21,1).

Bundesweites Blitzer-Ranking – so sieht‘s im Südwesten aus

Zum Vergleich: Mannheim mit seinen 1.487 Hektar Straßenfläche hat 12 stationäre Blitzern plus im Durchschnitt 4,1 mobile und teilstationäre Blitzer pro Tag. Macht durchschnittlich 16,1 Radarfallen, die in Mannheim möglichst Raser ausbremsen sollen. Und falls dies präventiv nicht gelingt, freut sich das leere Stadtsäckel im Rathaus. Auf 1.000 Hektar Straßenfläche gerechnet sind das im Schnitt 10,8 Blitzer pro Tag – und das bedeutet den 20. Rang.

Wesentlich vorsichtiger müssen da Hobby-Rennfahrer in Karlsruhe, Freiburg und in der Landeshauptstadt Stuttgart sein, wo es mit 23,0 und 23,6 bzw. 20,9 durchschnittlichen Blitzern pro Tag und 1.000 Hektar Straßenfläche die bundesweit drittmeisten (Freiburg), viertmeisten (Karlsruhe) bzw. sechstmeisten (Stuttgart) gibt. Mit 43,9 Blitzern täglich belegt Stuttgart sogar den 4. Platz der täglich meisten Messgeräte hinter Hamburg (77,0), Köln (71,1) und Berlin (54,4).

In diesen deutschen Städten stehen die wenigsten Radarfallen

„Unsere Analyse zeigt, dass es bundesweit massive Unterschiede gibt, wenn es um Geschwindigkeitskontrollen im Straßenverkehr geht. So werden in Wuppertal – gemessen an der vorhandenen Straßenfläche – 37-mal mehr Blitzer aufgestellt als in Magdeburg”, erklärt Rechtsanwalt Alexander Voigt, Geschäftsführer von Goldenstein Rechtsanwälte. Das komplette Ranking finden Sie auf der Website der Kanzlei.

Deutschlandweit am wenigsten feste, mobile und teilstationäre Blitzer gibt es in Magdeburg (0,7 Kontrollen pro Tag und 1.000 Hektar Straßenfläche). Davor ranken Duisburg (2,9), Braunschweig, Essen (jeweils 2,8) und Krefeld (1,2). Manch ertappter Temposünder ist sogar so sauer über sein kostspieliges Foto, dass er ausflippt: So hat ein Mann in Ludwigshafen (RLP) eine mobile Radarfalle kurzerhand umgetreten und stark beschädigt. (pek mit PM)

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