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Schule in BW: Neue Maskenpflicht-Regel – was für Kinder jetzt gilt

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Baden-Württemberg - Schüler können ab sofort auf die Maske verzichten, zumindest im Unterricht. Zu dieser Entscheidung kommt das Kultusministerium:

Update vom 4. Oktober, 11:55 Uhr: „Masken sind in pädagogischer Hinsicht gerade beim Erlernen der Sprache und in der Grundschule ein Hindernis. Sie sind ein Sicherheitszaun, aber sie erschweren eben auch die Kommunikation, die ein Herzstück der Pädagogik darstellt. Die Kinder müssen auch die Mimik sehen – ein Lächeln geben und ein Lächeln sehen können“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper als Begründung zur Maskenlockerung ab 18. Oktober.

In Abwägung der Vor- und Nachteile habe man sich aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens dazu entschieden, die Maskenpflicht am Platz zu lockern und dies wie ursprünglich geplant in einem geordneten Verfahren mit der nächsten Verkündung der Corona-Verordnung Schule umzusetzen. Die engmaschige Testung der Schülerinnen und Schüler wird weiter beibehalten – es gilt nach wie vor, dass die Schülerinnen und Schüler drei Antigenschnelltests oder zwei PCR-Tests pro Woche vorlegen müssen. Masken dürfen aber nur am Platz abgelegt werden, nicht im Rest des Gebäudes – jedoch nur in der Basis- und Warnstufe.

BundeslandBaden-Württemberg
HauptstadtStuttgart
Einwohner11,07 Millionen (2019)

Schulen in BW: Maskenpflicht fällt weg – Einteilung in Drei-Stufen-System

„Wenn die Alarmstufe gilt, muss die Maske wieder aufgesetzt werden. Uns ist wichtig, dass wir zur Sicherung der Gesundheit und des Präsenzunterrichts diese Rückfalloption einführen. Ich kann zudem versichern, dass wir das Infektionsgeschehen in Baden-Württemberg weiterhin genau beobachten. Außerdem haben wir ja bereits ein tägliches Monitoring der Corona-Lage an den Schulen“, erklärt die Kultusministerin.

Sollte sich zeigen, dass die Lockerung bei der Maskenpflicht zu einer großen Zahl an Infektions- und Quarantänefällen führt, dass ganze Klassenverbünde vermehrt in Quarantäne müssen oder mehrere Schulen vorrübergehend geschlossen werden müssen, behält sich die Landesregierung ausdrücklich vor, die Maskenpflicht als Sicherheitszaun für den Präsenzbetrieb auch in der Warn- und Basisstufe wieder einzuführen

Schulen in BW: Ende der Maskenpflicht – aber nicht überall! Neue Regel ab 18. Oktober

Erstmeldung vom 2. Oktober: Baden-Württemberg – Bislang ist es Schülern nur gestattet den Mundschutz in der Pause – und nur bei ausreichend Abstand – abzuziehen. Auch beim Essen und Trinken darf die Maske mal für ein paar Sekunden vom Mund gezogen werden. Doch ansonsten gilt: Maske auf, auch im Unterricht. Nun soll sich letzteres schon bald ändern.

Wie PZ-news berichtet, sollen Schüler in Baden-Württemberg schon bald auf die Maske verzichten dürfen. Sobald die Kinder und Jugendlichen auf ihren Plätzen in den Klassenzimmern sitzen, dürfen sie den Mundschutz weglassen. Das bestätigt das Kultusministerium am Freitag (1. Oktober) gegenüber der Onlinezeitung. „Die Maskenpflicht an den Schulen am Platz wird wegfallen. Überall sonst im Schulgebäude muss aber weiterhin eine Maske getragen werden“, wird Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) zitiert. Eine Bestätigung des Kultusministeriums gegenüber HEIDELBERG24* steht noch aus.

Baden-Württemberg: Ende der Maskenpflicht in Schulen? Neue Regel ab 18. Oktober

Ab dem 18. Oktober soll die Maskenpflicht am Platz wegfallen. Grund: Zwar sei eine Maske ein effektiver Schutz vor Corona, aber sie bringe auch aus pädagogischer Sicht Probleme mit sich. Laut Ministerium gestalte sich der Unterricht schwierig, „weil man das Gesicht nur halb sieht und die Mimik von Kindern und Lehrern nicht erkennen kann.“

Kinder in einem Schulraum tragen eine Maske.
Das Kultusministerium passt die Regeln für das Tragen von Masken in der Schule an. (Symbolfoto) © Gregor Fischer/dpa

Es wird aber auch betont, dass die Maskenpflicht wieder verschärft werden kann, wenn sich die Lage in Baden-Württemberg* zuspitzt. Konkret: Erreicht das Land eine Alarmstufe, müssen Schüler im Unterricht wieder eine Maske tragen. Die Alarmstufe wird bei einer Hospitalisierungsinzidenz von 12 oder 390 Covid-19-Patienten auf Intensivstationen erreicht. Aktuell befinden sich 182 Covid-Patienten im Bundesland auf einer Intensivstation* und die Inzidenz liegt bei 2,16 (Stand: 1. Oktober).

Ein weiterer Grund für eine Verschärfung der Maskenpflicht sei auch ein positiver Coronavirus*-Fall in einer Klasse. Dann müssen sich nicht nur alle Schüler fünf Tage am Stück testen lassen (mit Ausnahme von geimpften und genesenen Kindern und Jugendlichen), sondern auch wieder die Maske am Platz tragen.

Baden-Württemberg: Keine Maskenpflicht im Unterricht – Verband warnt vor zu frühem Handeln

Das Ende der Maskenpflicht an Schulen wird derzeit stark diskutiert. Zwar handelt es sich bei der Maßnahme vom 18. Oktober nur um einen ersten Schritt, dennoch wird von einem voreiligen Handeln gewarnt. Unter anderem äußert der Verband Bildung und Erziehung (VBE) seine Bedenken. Der VBE-Landesvorsitzende Gerhard Brand fordert im SWR zunächst mal eine klare, nachvollziehbare und transparente Exit-Strategie: „Wir sollten nichts übers Knie brechen, Pandemielage und Impfquote sind unverändert. Das Land muss klare und medizinisch begründbare Parameter benennen, ab wann Schülerinnen und Schüler im Klassenzimmer wieder auf einen Mundschutz verzichten können.“

Der Unterricht in Präsenz dürfe dabei nicht gefährdet werden. Es brauche die „größtmögliche pädagogische Freiheit bei größtmöglichem Schutz für Kinder und Lehrkräfte“, so Brand. (jol) *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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