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Lockerungs-Hammer in BW: Regeln fallen weg – mit diesen Ausnahmen

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Von: Jason Blaschke

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Ab April fallen in Baden-Württemberg nahezu alle Corona-Auflagen weg – zwei wichtige Maßnahmen sollen laut der Landesregierung aber weiter gelten.

Mit einer 7-Tage-Inzidenz von 1.746,2 (Stand 28. März) ist Baden-Württemberg* weiter stark von SARS-CoV-2 betroffen. Das für die Erfassung der Infektionszahlen zuständige Landesgesundheitsamt (LGA) teilte am Montag mit, dass derzeit 273 Covid-19-Patienten auf einer Intensivstation liegen. Und auch die Normalstationen sind mit 2.000 Infizierten im Moment stark ausgelastet. Trotzdem ist laut HEIDELBERG24* ab 6. April eine Lockerungen-Welle geplant.

BundeslandBaden-Württemberg
LandeshauptstadtStuttgart
Einwohnerzahl11.103.043 (2020)
Fläche35.751 km²
MinisterpräsidentWinfried Kretschmann

Neue Corona-Strategie in BW: Viele Lockerungen – doch zwei Regeln bleiben

Hintergrund ist, dass die Übergangsfrist mit Blick auf das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ausläuft und viele Corona-Auflagen ab April keine gesetzliche Grundlage mehr haben. Ein Schlupfloch soll die „Hotspot-Regel“ sein, die die grün-schwarze Landesregierung von Baden-Württemberg aber nicht anwenden will. In Folge treten ab Samstag massive Lockerungen in Baden-Württemberg in Kraft – im Mittelpunkt stehen Maskenpflicht und Zugangsauflagen.

Stand 29. März greift in vielen Bereichen noch die Maskenpflicht – zum Beispiel im Supermarkt oder im Fitnessstudio. Ab April soll das Tragen einer Maske zwar auch noch nötig sein, aber in deutlich weniger Bereichen. Wo genau in Baden-Württemberg ab April noch eine Maskenpflicht* greift, verrät HEIDELBERG24* im eben verlinkten Artikel. Die Pflicht zum Tragen einer Maske in gewissen Bereichen ist aber längst nicht die einzige bleibende Regel.

Teil-Lockerung der Testpflicht: In fünf Bereichen ist ein Test weiter nötig

Vize-Ministerpräsident Thomas Strobl (CDU) sagte nach einer Sitzung im Koalitionsausschuss am Dienstag in Stuttgart, dass man all die Maßnahmen, die das IfSG noch zulasse, nutzen wolle, sofern es die Lage erfordere. Die grün-schwarze Landesregierung schließt außer der Hotspot-Regel keine der anderen „Basismaßnahmen“ aus. Für die Menschen in Baden-Württemberg bedeutet das, dass in Zukunft auch weiter gewisse Corona-Auflagen beachtet werden müssen.

Neben der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen ist das die Testpflicht. Stand 29. März greift an vielen Stellen noch die 3G-, 2G- oder 2G-Plus-Regel, heißt: Gäste oder Kunden müssen einen Impf-, Genesenen- oder Testnachweis dabei haben, wenn sie ins Kino oder auch in einen Club wollen. Ab April soll damit zumindest teilweise Schluss sein. Genau wie im Fall der Maskenpflicht sieht der Eckpunkteplan für Baden-Württemberg hier Teil-Lockerungen vor.

Konkret wird die Testpflicht auf die folgenden Bereiche beschränkt:

Trotz Lockerungen-Welle in BW – zwei Corona-Auflagen als „Light-Variante“

In allen anderen Bereichen sind die G-Regeln nicht mehr Pflicht, auf freiwilliger Basis aber möglich. Zudem können Einrichtungen oder auch Einzelhändler wie Kaufland, Aldi* und Co. Impf-, Genesenen- oder Testnachweise in ihrer Hausordnung festschreiben, sprich: In bestimmten Fällen könnten Antigen-Schnelltests noch eine Rolle spielen. Unklar ist aber, ob Institutionen davon tatsächlich Gebrauch machen.

Die Erfahrung zeigt, dass sich der Einzelhandel oder auch andere Einrichtungen meist nach der gesetzlichen Vorgabe richtigen und keine Extra-Maßnahmen festlegen. Gleiches betrifft übrigens auch die Maskenpflicht. Nach der Bekanntgabe der Corona-Strategie sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann*: „Die Corona-Lage ist nach wie vor angespannt, die Pandemie verändert sich, aber sie ist nicht vorüber.“

Kretschmann-Appell an Bevölkerung: „Solidarität in der Gemeinschaft zeigen“

Kretschmann appelliert dabei auch an die Eigenverantwortung der Menschen, seine Empfehlung: Masken in sensiblen Bereichen – vor allem in Innenräumen – zu tragen. „Dazu rufe ich ausdrücklich auf. Damit schützen wir nicht nur die eigene Gesundheit, sondern zeigen auch Solidarität in der Gemeinschaft.“ Wie wirkungsvoll FFP2-Masken mit Blick auf Omikron wirklich sind, hatte vor ein paar Wochen eine Studie enthüllt. *HEIDELBERG24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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