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Ballermann-Hit „Layla“: Radiosender spielt umstrittenen Partysong nur noch nachts

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Von: Fabienne Schimbeno

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Die Debatte um den umstrittenen Partyhit „Layla“ scheint nicht abzunehmen. Nachdem Würzburg und Düsseldorf dem Nummer-1-Song ein Verbot ausgesprochen haben, reagiert nun auch ein Radiosender:

Es ist wie verhext mit dem Ballermann-Hit „Layla“: Seit Wochen ist der Mallorca-Partysong auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Überall, wo man hingeht, hört man „La la la la la la la Layla“ – und doch darf er nicht mehr überall gespielt werden. Die Stadt Würzburg und die Stadt Düsseldorf haben „Layla“ bereits auf ihren Volksfesten verboten – ein Radiosender zieht jetzt ebenfalls seine Konsequenz und spielt den Song nur noch nachts:

LiedLayla
InterpretenDJ Robin, Schürze
Erscheinungsjahr2022

„Layla“-Verbot in Würzburg und Düsseldorf: Darum darf der Song nicht mehr gespielt werden

Wie HEIDELBERG24 berichtet, hatte der Nummer-1-Ballermann-Hit „Layla“ in den vergangenen Tagen für eine Riesen-Debatte gesorgt. In Augen von Kritikern sei der Song zu sexistisch. Hintergrund seien etwa Zeilen wie „schöne Layla, die geile Layla, das Luder Layla“.

In dem Song geht es um die Puffmutter „Layla“, die von den Interpreten DJ Robin und Schürze aus Baden-Württemberg besungen wird. Ein solches Lied hätte auf öffentlichen Veranstaltungen nichts zu suchen, wie Kritiker behaupten.

Nach „Layla“-Verbot auf Volksfesten: „Schlager Radio“ spielt Song nur noch nachts

Wie die BILD-Zeitung am Donnerstag (14. Juli) berichtet, greift nun auch der Radiosender „Schlager Radio“ im Fall von „Layla“ rigoros durch: Wie die Zeitung behauptet, hätte der Sender den umstrittenen Song in sein Nachtprogramm „verbannt“. Das Lied würde demnach nur noch nach 22 Uhr gespielt werden.

„Seit Wochen erhalten wir überdurchschnittlich viele Anrufe und E-Mails von Hörern zu diesem Song. Sie setzen sich dafür ein, dass wir den nicht spielen“, soll Sender-Chef Oliver Dunk (58) gegenüber der BILD erzählt haben. Vulgär-Worte wie Puff, Luder und geiler würden als sexistisch und abstoßend empfunden. „Das bestätigt auch unsere Marktforschung, die wir ständig aktuell halten“, so Oliver Dunk weiter.

„Layla“ im Nachtprogramm von „Schlager Radio“: Entscheidung sei „demokratisch“ gewesen

Auf dem Kiliani-Volksfest in Würzburg wird derweil heftig demonstriert: Besucher stehen in den Zelten und rufen lauthals „Layla“, online wird eine Petition mit „#FREELAYLA“ gestartet.

„Es ist doch toll, dass so ernsthaft über einen Party-Schlager gestritten wird“, sagt Oliver Dunk am Donnerstag gegenüber der BILD. „Demokratisch“ habe er entschieden, das Lied erst nach 22 Uhr in der Party-Sendung am Wochenende zu spielen.

Produzent Ikke Hüftgold über „Layla“-Verbot: „Bewirkt immer das Gegenteil“

„Haben wir über die Qualität eines Kunstwerks zu urteilen? Nein. Aber wir respektieren unsere Hörer“, so Oliver Dunk weiter. Er sei gespannt, ob sich der Trend der Meinungen nach der aufwallenden Berichterstattung der letzten Tage noch ändere.

Die „Layla“-Jungs DJ Robin und Schürze lassen sich derweil von der ganzen Diskussion nicht beirren: Sie posten munter weiter Videos mit ihrem Erfolgshit. Produzent und Schlager-Legende Ikke Hüftgold ist sogar der Meinung, dass die Sexismus-Debatte um „Layla“ noch mehr zum Erfolg des Songs beiträgt. „So eine Zensur oder ein Verbot bewirkt immer das Gegenteil. Die Leute lassen sich nichts verbieten“, so Ikke gegenüber der BILD. (fas)

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