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Mysteriöser Fall in Ingolstadt: Frau (23) soll Doppelgängerin aus BW getötet haben

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Von: Daniel Hagen

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Ein mysteriöser Fall stellt derzeit die Polizei in Ingolstadt vor zahlreiche Rätsel. Musste eine Frau aus Heilbronn sterben, weil eine andere Person ihren eigenen Tod vortäuschen wollte?

Update vom 24. August, 10 Uhr: Polizei und Staatsanwaltschaft haben auch in Baden-Württemberg mit der Spurensuche begonnen. Die Kripo sucht auch Hinweise, welche Verbindung die beiden sich sehr ähnlich sehenden Frauen gehabt haben. Beide Verdächtige sitzen derzeit in Haft und schweigen zu den schweren Vorwürfen.

Polizei sucht in Ingolstadt nach Tatwaffe

Update vom 23. August, 13:45 Uhr: Nachdem eine Frau aus München mutmaßlich ihre Doppelgängerin aus Baden-Württemberg getötet haben soll, macht sich die Polizei auf die Suche nach der Tatwaffe. Mehr als hundert Beamte sind in der Nähe des Donauufers in Ingolstadt im Einsatz und suchen dort nach einer Waffe, die zu den Verletzungen der 23-Jährigen passt. Hierbei wird auch nach persönlichen Gegenständen der Verstorbenen Ausschau gehalten.

Polizei Ingolstadt findet tote Frau in Auto – Hintergründe noch komplett unklar

Erstmeldung vom 23. August, 7:22 Uhr: Der aktuelle Fall aus Ingolstadt (Bayern) liest sich wie aus einem Krimi. Alles beginnt am Dienstag (16. August), als Zeugen gegen 23:15 Uhr eine hilflose und verletzte Frau in einem Auto finden, das in der Peisserstraße geparkt ist. Für die 23-Jährige kommt jedoch jede Hilfe zu spät und der Notarzt kann nur noch ihren Tod feststellen. Die Kriminalpolizei geht von einem Gewaltverbrechen aus. HEIDELBERG24 berichtet, wie der mysteriöse Fall weitergeht.

Mysteriöser Leichenfund in Ingolstadt: Tote Frau (†23) stammt aus Kreis Heilbronn

Die Polizei nimmt noch in der Nacht die Ermittlungen auf und die Leiche wird obduziert. Dabei finden die Experten Spuren, die „massive Zweifel“ an der Identität der Toten aufgeben. Denn bis zu diesem Zeitpunkt sieht es so aus, als handele es sich bei der Frau um eine 23-Jährige aus München namens Sharaban K. – das befürchten zumindest ihre Eltern. Denn das Auto, in dem die Leiche gefunden wird, gehört der Münchnerin.

Doch nachdem das Fachkommissariat für Tötungsdelikte bei der Kripo Ingolstadt mehrere Hinweise ausgewertet hat, kommen weitere Zweifel auf. Direkt einen Tag nach dem Leichenfund in Ingolstadt gelingt es den Ermittlern, die vermeintlich tote Sharaban K. festzunehmen. In derselben Nacht wird auch der 23-jährige Sheqir K. verhaftet. Beiden wird vorgeworfen, das wahre Opfer gemeinsam getötet zu haben. Auch in Mexiko stellt ein Todesfall die Polizei vor Rätsel. Das Opfer stammt aus Mainz.

Polizei Ingolstadt steht nach Leichenfund vor Rätsel: Wollte Frau ihren Tod vortäuschen?

Mittlerweile ist den Ermittlern bekannt, woher die tote Frau stammt. Es handelt sich um die ebenfalls 23-jährige Khadidja M. aus dem Landkreis Heilbronn (Baden-Württemberg). Wie die Polizei Ingolstadt berichtet, sehen sich beide Frauen „auffallend ähnlich“. Was genau hinter der Tat steckt, ist noch völlig offen. Wie Merkur.de berichtet, habe die Staatsanwaltschaft Ingolstadt bereits eine Hypothese. Die Polizei hat mittlerweile eine Ermittlungsgruppe eingerichtet.

Laut dieser soll Sharaban K. mithilfe von Khadidja M. ihren eigenen Tod vorgetäuscht haben, um von der Bildfläche zu verschwinden. Ob die Theorie stimmt oder etwas anderes hinter dem Tötungsdelikt aus Ingolstadt steckt, wird derzeit noch ermittelt. Dafür bitten die Ermittler Zeugen, die am 16. August etwas Verdächtiges im Bereich Eppingen gesehen haben, um ihre Mithilfe. Diese sollen sich unter der Nummer 0841/9343-0 melden. (pol/dh)

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