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Corona in Baden-Württemberg: Ab sofort dürfen alle – keine Impf-Prio mehr beim Hausarzt

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Von: Robin Eichelsheimer

Corona Baden-Württemberg: Das Sozialministerium hat bestätigt, dass die Priorisierung für alle Impfstoffe bei Hausärzten aufgehoben wird. Ab wann sich jeder in Praxen piksen lassen darf:

Jetzt darf jeder, der will! Nach der frohen Botschaft, dass die Corona-Verordnung des Landes Baden-Württemberg* bereits zum Wochenende gelockert werden soll und damit in bestimmten Kreisen im Südwesten Hotels, Biergärten und der Einzelhandel wieder öffnen dürfen*, folgt die nächste gute Nachricht: Denn das Sozialministerium und die Kassenärztliche Vereinigung Baden-Württemberg haben gemeinsam beschlossen, die Impfpriorisierung für alle Corona-Impfstoffe in den Hausarztpraxen aufzuheben. Darüber berichtet HEIDELBERG24*.

BundeslandBaden-Württemberg
Fläche35.751 Quadratkilometer
Bevölkerung11,07 Millionen (2019, Eurostat)
HauptstadtStuttgart

Impfstoff in Baden-Württemberg: Priorisierung bei Hausärzten aufgehoben

Wie das Sozialministerium des Landes Baden-Württemberg am Dienstagabend (11. Mai) gegenüber dem SWR bestätigte, dürfen sich künftig alle Personen ab 16 beziehungsweise 18 Jahren* von niedergelassenen Ärzt*innen in Hausarztpraxen gegen das Coronavirus* impfen lassen, die Mediziner können also selbst priorisieren – die Regelung gilt bereits ab kommendem Montag (17. Mai). Voraussetzung dafür ist natürlich, dass Impfstoff* verfügbar ist. Die Stuttgarter Nachrichten hatten zuerst über das Thema berichtet.

Zugleich werde in den Impfzentren die gesamte in der Corona-Impfverordnung aufgeführte Prioritätengruppe 3 geöffnet, hieß es weiter. Dazu zählen auch diejenigen, die aus beruflichen Gründen eine Impfberechtigung erhalten.

Corona in Baden-Württemberg: So viele Menschen wurden bereits geimpft

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) wurden in Baden-Württemberg seit Impfstart im Dezember 2020 insgesamt rund 4,6 Millionen Menschen gegen das Coronavirus geimpft, was einer Quote von 32,6 Prozent entspricht. Eine Zweitimpfung, die mit Ausnahme des Vakzins von Johnson & Johnson für einen vollständigen Schutz notwendig ist, haben bislang mehr als eine Million Menschen erhalten – damit gelten 9,2 Prozent als voll geimpft und dürfen sich künftig über zahlreiche Corona-Lockerungen freuen.

Die landesweite 7-Tage-Inzidenz liegt derzeit (Stand: 12. Mai) bei einem Wert von 131,8.

Impfstoff in Baden-Württemberg: Keine Prio in Hausarztpraxen – doch Wirkstoff bleibt knapp

Zwar ist die Impfpriorisierung bei Hausärzt*innen ab dem kommenden Montag (17. Mai) aufgehoben, doch nicht überall ist auch genügend Impfstoff vorhanden. Vor allem die hiesigen Impfzentren* bekommen derzeit in die Bredouille, werden aktuell lediglich 330.000 Impfdosen pro Woche in Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt. Ein Problem mit nicht unerheblichen Folgen für die Zentralen Impfzentren, mit denen sich Gesundheitsminister Manne Lucha nun auf einen gemeinsamen Plan für eine gerechte Verteilung geeinigt hat.

Bedeutet aber auch: In manchen Impfzentren in Baden-Württemberg können im Mai fast nur noch Zweitimpfungen durchgeführt werden.

„Die Impfzentren sind untereinander solidarisch und es ist für die Zentralen Impfzentren selbstverständlich, die Kreisimpfzentren in den nächsten Wochen zu unterstützen. Es soll mehr Impfstoff in bevölkerungsreiche Landkreise gehen und dorthin, wo die Impfquoten noch vergleichsweise niedrig sind“, so Gesundheitsminister Lucha nach dem Gespräch am Montag.

Impfungen in Baden-Württemberg: Schelte von Gesundheitsminister Lucha für ‚Impf-Drängler‘

Nur einen Tag später findet Lucha harsche Worte für ‚Impf-Drängler‘, kritisiert all jene Personen, die sich einen Impftermin gegen das Coronavirus verschafft haben, ohne dafür berechtigt zu sein. Die besonders vulnerablen Personengruppen bräuchten „die Solidarität aus der Gesellschaft, dazu gehört, dass man beim Impfen wartet, bis man an der Reihe ist“. Zeitlich sei dies absehbar. Das Verhalten der Drängler sei „schäbig“, so Lucha weiter. (rob) *HEIDELBERG24 und echo24 sind ein Angebot von IPPEN-MEDIA.

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