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Hochwasser-Katastrophe in RLP: Baden-Württemberg schickt über 1.000 Helfer in die Eifel

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Von: Peter Kiefer

Baden-Württemberg – Nach der schrecklichen Flut-Katastrophe in Rheinland-Pfalz mit mindestens 50 Toten ist auch ein riesiger Hilfskonvoi aus BaWü unterwegs ins Krisengebiet:

Update vom 19. Juli, 15:39 Uhr: Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder hat am Montag rund 120 Einsatzkräften aus dem Regierungsbezirk Karlsruhe ihren Dank für ihre Unterstützung der vom Hochwasser betroffenen Gebiete in Rheinland-Pfalz ausgesprochen. „Ich danke allen Helferinnen und Helfern für ihren tatkräftigen Einsatz. Die Unterstützung der lokalen Einsatzkräfte ist gelebte Solidarität und ein sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit den Menschen, die den Tod von Angehörigen zu beklagen und großen materiellen Schaden zu tragen haben“, so Felder.

Das für den Katastrophenschutz zuständige Referat im Regierungspräsidium Karlsruhe hatte auf Anforderung des Innenministeriums Baden-Württemberg einen Verband, bestehend aus vier Hochwasserzügen, einem Logistikzug und einer Führungseinheit aus den Stadtkreisen Heidelberg*, Mannheim*, Pforzheim, und den Landkreisen Enz, Rastatt und Neckar-Odenwald-Kreis koordiniert. Der Verband besteht aus rund 120 Einsatzkräften, die sich heute Mittag bei der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal versammelt hatten. Nachdem sie dort verpflegt worden waren und Proviant erhalten hatten, brachen sie um 13 Uhr nach Rheinland-Pfalz auf, um die Rettungskräfte vor Ort zu unterstützen.

Hochwasser-Katastrophe in RLP: Baden-Württemberg schickt über 1.000 Helfer in die Eifel

Tolles Zeichen der Solidarität! Baden-Württemberg* schickt nach den Unwettern und der schrecklichen Flut-Katastrophe mit mindestens 50 Toten in der Eifel immer mehr Helfer ins Nachbarland Rheinland-Pfalz, wie MANNHEIM24* berichtet. So hat sich auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zutiefst betroffen gezeigt: „Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz erschüttern und besorgen uns sehr. In dieser ernsten, schwierigen Situation ist es selbstverständlich, dass wir länderübergreifend Solidarität zeigen. Wir stehen zusammen. Ich will deshalb die klare Botschaft senden: Wir wollen und werden Hilfe leisten, da, wo sie benötigt wird. Das gilt vor allem auch für die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer vor Ort, die jetzt auch in teilweise lebensgefährlichen Situationen alles geben, um Menschen zu retten, die in Gefahr sind. Wir lassen Sie nicht allein.

Trümmer sind am Tag nach der Hochwasserkatastrophe zu sehen
Trümmer sind am Tag nach der Hochwasserkatastrophe zu sehen. © Thomas Frey/dpa

Deshalb hat man spontan und unbürokratisch eine gigantische Hilfskampagne gestartet, die sich von überall im Ländle auf den Weg in die Eifel gemacht hat: „Am gestrigen Abend und in den Nachtstunden haben wir die Unterstützung deutlich ausgeweitet und weitere rund 600 Einsatzkräfte von Sanitätsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk zur Unterstützung entsandt“, so Innenminister Thomas Strobl (CDU) am Freitag in Stuttgart*. Ein weiterer Polizeihubschrauber mit Höhenrettern der Feuerwehr Stuttgart solle ins Einsatzgebiet im besonders stark betroffenen Landkreis Ahrweiler fliegen.

Flut-Katastrophe in RLP: Baden-Württemberg schickt Hochwassereinheiten und Hubschrauber

Zudem seien aus dem Südwesten unter anderem 100 Krankentransportwagen mit 200 Einsatzkräften der Hilfsorganisationen sowie 15 Hochwassereinheiten der Feuerwehren mit insgesamt rund 300 Menschen in Rheinland-Pfalz*.

Wie hier in Bruchsal machten sich vielerorts in Baden-Württemberg Helfer auf den Weg ins Katastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz.
Wie hier in Bruchsal machten sich vielerorts in Baden-Württemberg Helfer auf den Weg ins Katastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz. © Markus Rott/Einsatz-Report24

Schon am Donnerstag waren Strobl zufolge ein Polizeihubschrauber mit Feuerwehrleuten des Höhenrettungsdienstes der Berufsfeuerwehr Stuttgart sowie der Rettungshubschrauber Christoph 54 mit Luftrettern der Bergwacht Schwarzwald im Einsatz. „Allein durch den Polizeihubschrauber wurden 37 Menschen vor den Fluten gerettet.

Flut-Katastrophe in RLP:

Der Minister sagte: „Unsere Helfer berichten von einer dramatischen Situation vor Ort: Es gibt zahlreiche tote und vermisste Menschen und zerstörte Gebäude. Die Lage ist unübersichtlich, Strom- und Trinkwasserversorgung sind ausgefallen, es gibt kein Mobilfunknetz.“ Strobl dankte allen Helferinnen und Helfern für ihre Bereitschaft „zu einem Einsatz unter schwierigen und oftmals sehr gefährlichen Bedingungen“.

Wie hier in Bruchsal machten sich vielerorts in Baden-Württemberg Helfer auf den Weg ins Katastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz.
Wie hier in Bruchsal machten sich vielerorts in Baden-Württemberg Helfer auf den Weg ins Katastrophengebiet nach Rheinland-Pfalz. © Markus Rott/Einsatz-Report24

Auch einzelne Landratsämter, Feuerwehren oder Gruppen des Deutschen Roten Kreuzes im Südwesten verkündeten am Freitag, mit welchen Trupps sie in den Unwetterregionen helfen. (pol/pek) *MANNHEIM24 ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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