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Europapark: Mega-Ansturm! Zehntausende Besucher wollen in den Freizeitpark

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Der Europapark in Rust öffnet nach langer Corona-Pause wieder am 21. Mai. Direkt am ersten Tag wollen 50.000 Leute rein – und werden enttäuscht.

Update vom 22. Mai: Nach mehreren Monaten Lockdown hat der Europapark in Rust am Freitag (21. Mai) endlich wieder seine Pforten öffnen dürfen – allerdings nur für eine bestimmte Anzahl von Besuchern. Erlaubt sind 3.000 Gäste pro Tag, über die Pfingsttage sogar bis zu 10.000. Doch bei so wenigen erlaubten Gästen bleiben natürlich zahlreiche Besucher auf der Strecke. Laut Mack habe es für den ersten Tag bereits 50.000 Anfragen gegeben.

Wir kommen damit aber über Wasser. Und wir freuen uns, dass es nach der Schließung wieder losgeht. Wir haben den Betrieb innerhalb von zwei Wochen in Wochenend- und Nachtarbeit hochgefahren“, erklärt Inhaber Roland Mack in einer Pressekonferenz. Die Kosten für den Park würden sich auf 200.000 bis 300.000 Euro belaufen. Teilweise hätten Kinder sogar ihr Erspartes an den Inhaber geschickt, damit der Park nicht pleite geht. „Das war herzzerreißend, was ich in den Monaten an Post bekommen habe“, sagt Mack. Das habe ihm auch Mut gemacht zu sehen, wie sehr Leute hinter dem Unternehmen stehen.

Europapark wieder offen: Ticketpreise erhöht – wann der Besuch am teuersten ist

Erstmeldung: Adrenalin-Junkies haben diesem Tag entgegengefiebert: Am Freitag (21. Mai) darf der Europapark in Rust (Baden-Württemberg) endlich wieder öffnen. Durch die Corona-Krise war der Park monatelang geschlossen, doch nun kann er mithilfe eines Modellprojekts seine Türen wieder für Besucher aufmachen – natürlich weiterhin unter strengen Hygieneregeln. Doch wer jetzt den Freizeitpark besuchen will, sollte sich beeilen: Denn im Juli werden die Eintrittspreise erhöht. Das berichtet HEIDELBERG24*.

FreizeitparkEuropapark
OrtRust
Ersteröffnung12. Juli 1975

Europapark erhöht Eintrittspreise – von Juli bis September wird‘s am teuersten

„Hintergrund ist, dass wir aufgrund der aktuellen Situation eine Preiserhöhung für das kommende Jahr als unangebracht finden“, versprach ein Sprecher des Europaparks im Oktober 2020 gegenüber Parkerlebnis.de und fügte hinzu: „Die Besucher dürften sich somit auf konstante Preise in 2021 freuen.“ Doch von diesem Vorhaben weicht nun der Freizeitpark ab und erhöht die Ticketpreise – zumindest für einen bestimmten Zeitraum. Über die Preiserhöhung im Europapark Rust berichtet auch bw24*.

Die Eintrittspreise für den Europapark werden in zwei Kategorien unterteilt. Der erste dauert vom 21. Mai bis zum 16. Juli an und startet wieder ab dem 13. September bis zum 9. Oktober. Die zweite Kategorie betrifft den Zeitraum dazwischen. Das Unternehmen reagiere mit dem neuen Preismodell auf die begrenzten Besucherkapazitäten und verhindere eine allgemeine Ticketpreis-Erhöhung. „Mit dem neuen Modell bleiben in der Kategorie 2 auch in der Saison 2021 die Ticketpreise auf dem Stand des vergangenen Jahres. Die beiden Preiskategorien mit fixen Gültigkeitszeiträumen ermöglichen den Besuchern eine übersichtliche und transparente Planung für ihren Urlaub im Europa-Park“, wird das Unternehmen von Parkerlebnis.de zitiert. Von der neuen Preis-Regelung würden „vor allem Gäste, die einen längeren Aufenthalt im Europa-Park geplant haben“, profitieren, erklärt der Freizeitpark.

Während der Europapark trotz Preiserhöhung sicherlich einen Besucheransturm verzeichnen kann, warten andere Freizeiteinrichtungen noch auf eine Zusage für die Öffnung. So steht der Holiday Park in Haßloch in den Startlöchern*, darf aber aufgrund der Corona-Regelungen in Rheinland-Pfalz nicht aufmachen.

Europapark erhöht Eintrittspreise – So teuer sind die Tickets in den zwei Kategorien

Doch jetzt mal konkret: Das Achterbahnfahren im Europapark erhöht sich in in der zweiten Preiskategorie um fünf Euro. So sieht das neue Preismodell aus:

Europapark: Hygienekonzept, Modellprojekt – Darum darf der Freizeitpark öffnen

Laut dem Verband deutscher Freizeitparks und Freizeitunternehmen (VDFU) ist der Europapark nach dem Heidepark in Niedersachsen der zweite klassische Freizeitpark Deutschlands mit konkretem Öffnungstermin. Im Südwesten ist die Öffnung von Freizeitparks eigentlich erst zu einem späteren Zeitpunkt geplant. Mit der frühzeitigen Öffnung wolle man auch etwas für die Branche tun, sagt Ralf Stumpf, beim Europa-Park zuständig für das Hygienekonzept, am Donnerstag bei einer Pressekonferenz.

Man wolle zeigen, dass der Betrieb von Freizeitparks mit Hygienekonzept auch in Pandemie-Zeiten funktionieren könne, wie auch HNA* berichtet. Ein Sprecher des Stuttgarter Sozialministeriums erklärt dazu: „Der Europapark hat ein überzeugendes Konzept vorgelegt, aus dem wir uns Erkenntnisse erhoffen, die auch auf andere (...) Freizeitparks und Bereiche übertragbar sind.“ Auch im Erlebnispark Tripsdrill (Landkreis Heilbronn) macht man sich derweil vorsichtige Hoffnungen auf eine baldige Öffnung.

Der Europa-Park will mit einer stark reduzierten Besucherzahl beginnen, wie eine Sprecherin sagt. Demnach dürfen am ersten Tag nur 3.000 Menschen die Attraktionen nutzen, am Samstag schon 6.500, in den Tagen darauf 10.000. So wolle man die Abläufe testen, bevor schließlich die eigentlich erlaubten 20.000 Gäste zugelassen würden. Besucher müssen nachweisen, dass sie genesen, geimpft oder getestet sind. Dabei dürfe der Test nicht länger als 24 Stunden zurückliegen. Tickets müssen vorab gekauft werden.

Das Hygienekonzept sieht zudem vor, dass im Park alle Besucher, die älter als sechs Jahre sind, fast überall medizinische Masken tragen müssen: in Innenräumen, in Fahrgeschäften und in den Wartebereichen. Aber auch an anderen Orten im Park, wo 1,5 Meter Abstand nicht eingehalten werden können. Ein digitales System soll Schlangen vermeiden. Alle Attraktionen sollen geöffnet sein, Abstriche gebe es aber bei den Shows und der Park-Parade, heißt es. Seit Beginn der Pandemie seien dem Europa-Park 300 Millionen Euro an Umsätzen weggebrochen, erklärt Inhaber Roland Mack vorab. In diesem Jahr könnten weitere Einbußen in Höhe von 100 Millionen Euro dazukommen. (jol) *HEIDELBERG24 und HNA sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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