Auslöser sind zwei Familien

Corona-Ausbruch in Stuttgart: Massentest bei 400 Menschen in Hochhauskomplex

Um das Coronavirus in Baden-Württemberg erfolgreich einzudämmen, wird bei neuen Infektionsfällen breit getestet. So auch in einem Hochhaus in Stuttgart: Nach sieben Corona-Fällen wurden 400 Menschen getestet.

  • Seit der Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg steigen die Infektionszahlen wieder leicht an.
  • In einem Hochhauskomplex in Stuttgart wurden 400 Menschen auf eine Corona-Infektion getestet.
  • Der Grund für den Massentest waren sieben Corona-Fälle in zwei Familien - die Kinder gehen zur Kita.

Stuttgart - Wegen des Coronavirus in Baden-Württemberg (BW24* berichtete) war der Alltag der Bürger für viele Wochen stark eingeschränkt. Da sich Covid-19 seit einiger Zeit vergleichsweise langsam verbreitet und die Maßnahmen zum Infektionsschutz vor dem Coronavirus* Wirkung zeigen, hat die Landesregierung bereits mehrfach Lockerungen beschlossen - darunter auch das Ende der Schulschließungen in Baden-Württemberg*.

Seit dem 1. Juli ist trotz Coronavirus in Baden-Württemberg nahezu alles wieder erlaubt*. Ende Juni durften zudem alle Bildungseinrichtungen wieder öffnen - allerdings nach wie vor unter bestimmten Hygieneauflagen, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg* kontrollieren zu können. Seitdem kam es bereits mehrfach zu Neuinfektionen an Schulen im Land - in der Landeshauptstadt Stuttgart* sind mindestens fünf Schulen und zwei Kitas betroffen. Am vergangenen Sonntag wurden zudem 400 Bewohner eines Hochhauses in Stuttgart getestet. Zuvor hatte es nach Angaben des SWR sieben Corona-Fälle in zwei Familien gegeben, die in dem Gebäude wohnen. Die Kinder der Familien besuchen eine Kita.

Im Landkreis wird weiterhin fleißig getestet. Jetzt gibt es wieder neue Fallzahlen zu den Corona-Infektionen. 

Coronavirus in Baden-Württemberg: Massentest in Hochhaus in Stuttgart an 400 Bewohnern durchgeführt

Nachdem das Coronavirus in Stuttgart* bei Bewohnern des Hochhauskomplexes nachgewiesen wurde, ordnete die Stadt Massentests für alle Nachbarn an. Laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) seien sie „vorab schriftlich über dieses freiwillige und kostenlose Angebot informiert worden“. Die Getesteten wohnen demnach alle in einem Gebäudekomplex im Stadtteil Freiberg. „Das städtische Gesundheitsamt führt in solchen Fällen regelmäßig vorbeugende Testungen durch“, zitiert die dpa einen Sprecher der Stadt. Dies sei Teil der neuen Strategie, schnell großflächig mögliche Kontaktpersonen zu testen, um die Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verhindern beziehungsweise Infektionsketten rechtzeitig zu unterbrechen.

Der Leiter des Gesundheitsamtes, Stefan Ehehalt, sagte laut dpa, die Bewohner hätten das Angebot ganz überwiegend gut angenommen, viele hätten sich bedankt. Nur ganz wenige hätten es abgelehnt, sich zur Eindämmung des Coronavirus in Baden-Württemberg einem Corona-Test zu unterziehen. Mediziner waren am Samstag begleitet von Personal des Deutschen Roten Kreuzes von Wohnung zu Wohnung gegangen und hatten den Abstrich angeboten. Die Ergebnisse werden bis Mitte nächster Woche erwartet.

Coronavirus in Baden-Württemberg: Kinder der von Infektionen betroffenen Familien in Stuttgart besuchen Kita

Um eine weitere Verbreitung des Coronavirus in Baden-Württemberg zu verhindern, wurde auch in der Kita, die von den infizierten Kindern besucht wird, großflächig getestet. Die Landesregierung unter Ministerpräsident Winfried Kretschmann* hatte die Öffnung aller Schulen und Kitas aufgrund sinkender Infektionszahlen beschlossen, seitdem wurden in mehreren Landkreisen neue Infektionen mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg* nachgewiesen. 

Bei der Öffnung der Schulen und Kitas stützte sich die Regierung auf eine Corona-Studie aus Baden-Württemberg mit Kindern* bis zu zehn Jahren. Sie hatte ergeben, dass Kinder keine Treiber der Corona-Infektionen sind. Zudem entfällt nach den Sommerferien trotz Coronavirus in Baden-Württemberg der Mindestabstand an Schulen*.

Ein weiterer Faktor für die aktuellen Infektionsfälle mit dem Coronavirus in Baden-Württemberg ist neben der Öffnung der Schulen und den weitreichenden Lockerungen auch die Öffnung der Grenzen. Seit Mitte Juni dürfen Deutsche wieder in ausgewählten Ländern Urlaub machen. Seitdem steigt auch die Zahl der Personen, die sich im Ausland anstecken, wieder an. In einem Land scheint das Risiko besonders hoch zu sein, sich mit dem Coronavirus zu infizieren*.

Rubriklistenbild: © dpa / Sebastian Kahnert

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